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Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Hund

 

 

Hier sollen nur jene Erkrankungen beschrieben werden, die nicht von Verletzungen des Hundes herrühren.

Die Arthrose beim Hund

Gelenkserkrankung mit progressiver Zerstörung des Gelenksknorpels, der an der Bildung von Osteophyten (Knochenneubildung) beteiligt ist wie auch an der Veränderung der subchondralen Knochenmasse und der Synovialhaut. Die Arthrose ist eine logische Entwicklung von Gelenksveränderungen.

 

Hauptsymptome

Schmerzen auch in Ruhe, verstärkt durch Feuchtigkeit und Kälte. Mäßige Bewegung lindert den Schmerz, zu viel Belastung verschlimmert den Zustand. Diese Symptome zeigen sich im frühen Stadium. Die zweite Phase ist durch akute Zustände gekennzeichnet: Jaulen, Druckempfindlichkeit. Die dritte Phase führt zur völligen Versteifung des Gelenks, wobei die Schmerzen nachlassen.

 

Was ist zu tun? 

Zu Beginn der Krankheit sollte sich der Hund regelmäßig bewegen, um Gelenkssteife zu verhindern. Je nach Krankheitsstadium wird der Tierarzt eine schmerzlindernde, entzündungshemmende Behandlung bzw. eine Glycosamino-Glycan-Therapie durchführen oder auch zu einem chirurgischen Eingriff raten.

Arthritis beim Hund

Arthritische Erkrankungen sind Entzündungen der Gelenke, für die es unterschiedliche Ursachen gibt: septische, mit infektiösen Keimen im Gelenk (der Keim gelangt beispielsweise durch einen Biss ins Gelenk) oder sterile d.h. immunologische Ursachen (meist Polyarthritis).

 

Hauptsymptome

Die septische Arthritis ist gekennzeichnet durch eine Entzündung (Rötung, Wärmeentwicklung, Geschwulstbildung, Schmerz) mit deutlicher Schwellung und eventueller Druckem-pfindlichkeit. Die Arthritis befällt eines oder mehrere, meist aber die großen tragenden Gelenke oder auch die Zwischenwirbelgelenke. Die gleichen Symptome entstehen bei polyarthritischen Krankheiten. Manche Rassen sind häufiger betroffen.

 

Was ist zu tun? 

Nach ergänzenden Untersuchungen zur Differentialdiagnose einer septischen oder aseptischen Arthritis wird der Tierarzt eine entsprechende Behandlung durchführen.

Hüftgelenksdysplasie beim Hund

Dabei handelt es sich um eine angeborene Erkrankung mit umstrittener erblicher Komponente, bei der es zu einer abnormalen Entwicklung des Hüftgelenks kommt. Die Folge ist eine mangelhafte Einbettung des Oberschenkelknochens in der Hüftgelenkspfanne. Diese Erkrankung tritt häufig bei großen Hunden auf und entwickelt sich sehr rasch (Neufundländer, Labrador, Pyrenäen-Berghund, Deutscher Schäferhund u.a.).

 

Hauptsymptome

Die erste von Schmerzen begleitete Phase beobachtet man bei Hunden am Ende der Wachstumsphase. Verdacht auf diese Krankheit besteht bei abnormaler, von hinten gesehen "rollender" Gehbewegung, X-Stellung der Hinterbeine, Weigerung des Hundes zu traben; Hasengalopp: der Hund biegt und streckt die Hinterbeine nicht, was zu einer charakteristischen Gangart führt; er weigert sich zu springen und hinkt fortwährend; Schmerzen bei erzwungenem Beugen und Strecken; die zweite Phase setzt im Alter von drei Jahren ein. Zu beobachten sind die gleichen Symptome, sie verschlimmern sich jedoch durch Arthrose.

 

Was ist zu tun? 

Durch Röntgenaufnahmen kann Hüftgelenksdysplasie nachgewiesen werden. Die Untersuchung wird gegen Ende der Wachstumsphase des Jungtiers durchgeführt (je nach Rasse 12.- 18. Monat); derzeit werden andere Untersuchungsmethoden geprüft, die man zu einem früheren Zeitpunkt durchführen kann. Weltweit arbeitet man an einem Programm zur Beseitigung dieser Anomalie.

Osteochondrose (Knorpelentwicklungsstörung)

Es handelt sich dabei um eine lokal begrenzte Störung in der Versorgung der Gelenksknorpel bzw. um eine Wachstumsstörung. Hervorgerufen wird sie durch Übergewicht, wenn das Tier während der Wachstumsphase zu reichliche Mahlzeiten erhält (bei Gabe von Trockenfutter ist das Risiko geringer). In den betroffenen Gelenkszonen lösen sich Knorpelteile und lagern sich im Gelenk ab. Diese Erkrankung betrifft manche Rassen, deren Wachstum sehr rasch vor sich geht. Sie tritt im Alter von 5 bis 7 Monaten auf. Am häufigsten betroffen sind Schulter, Ellbogen, Knie sowie die Fußwurzelgelenke.

 

Hauptsymptome

Man beobachtet Lahmen, häufig beschränkt auf eines der genannten Gelenke. Erzwungene Bewegungen verursachen Schmerzen.

 

Was ist zu tun? 

Die meisten Osteochondrosen vergehen dank reichlicher Bewegung, dabei werden die Knorpelteile resorbiert und auch die Symptome verschwinden. Meist genügt es, die Nahrungsmenge zu prüfen, um das Übergewicht zu reduzieren. Unter Umständen dauern die Schmerzen an. In diesem Fall ist es unumgänglich, die Knorpelteile chirurgisch zu entfernen.