Partner Login

Bitte wählen Sie einen Service-Bereich aus

Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Erkrankungen des Auges beim Hund

Das Auge kann angeborene oder erworbene Fehlbildungen aufweisen oder auch von akuten Krankheitsereignissen betroffen sein. Erfahren Sie mehr über die häufigsten Erkrankungen am Auge des Hundes:

Netzhautatrophie (angeborene Fehlbildung)

Diese Erkrankung ist ein Netzhautleiden, bei dem sich die Blutgefäßpigmentierung und/oder die Pigmentzellen zurückbilden. Die Krankheit kann das ganze Augebetreffen - zu beobachten bei Klein- und Zwerghunderassen (zwischen 3. und 5. Jahr) und beim Cocker (1 bis 3 Jahre) - oder im Augenzentrum auftreten, eher bei Arbeitstieren (Labrador, Briard, Schäferhunde) feststellbar, ab einem Alter von einigen Monaten bis zum 2. Jahr.

Hauptsymptome: bei allgemeiner Atrophie ist vor al-lem Sehschwäche in der Dämmerung und bei Nacht festzustellen. In der Folge entwickelt sich eine Mydriasis (die Pupille bleibt erweitert) mit schwachen fotomotorischen Reflexen (keine Pupillenkontraktion bei Lichteinfall), die schließlich zu völligem Sehverlust führt. Anfänglich kann parallel dazu auch ein Star auftreten. Charakteristisch für die zentrale Atrophie ist die geschwächte Nahsicht bei gleichzeitig intaktem peripherem Sehvermögen.

Was ist zu tun? Konsultation des Tierarztes, der nach Bestätigung der Symptome Gefäße und Durchblutung therapeutisch behandeln kann.

Ektropium und Entropium (angeborene Fehlbildungen)

Das Ektropium bezeichnet die Umstülpung des Lids mit freiliegendem Rand, getrennt von den Augenlidern. Das Auge ist dadurch ständig der Luft ausgesetzt. Diese Fehlbildung wird oft beim Bernhardiner, beim Englischen und Amerikanischen Cocker-Spaniel sowie bei Rassen mit schweren und hängenden Lefzen beobachtet. Das Entropium ist die Einwärtskehrung der Lidränder zur Hornhaut hin. Die davon betroffenen Rassen sind der Chow-Chow, der Bernhardiner, der kleine Pudel, die Deutsche Dogge wie auch der Sharpei.

Hauptsymptome: beim Entropium führen lokale Reizung und Entzündung von Hornhaut und Bindehaut zu Rötungen und einem wässrigen Tränenfluss, der auch eitrig werden kann. Reizung und Schmerzen führen zum Lidschluss, durch Kratzen verschlimmert sich das klinische Bild. Im fortgeschrittenen Stadium kann man eine Hornhauterosion feststellen. Die klinischen Symptome des Ektropiums sind eine Stauung an der Bindehaut mit wässrigem Tränenfluss, der durch Infizierung eitern kann. Die Komplikationen sind geringfügiger als beim Entropium.

Was ist zu tun? Nur ein chirurgischer Eingriff kann helfen. Bis dahin ist es durchaus sinnvoll, die Augen des Hundes mehrmals täglich mit einer verdünnten antiseptischen Lösung zu reinigen.

Katarakt, sog. grauer Star (erworbene Erkrankung)

Der Graue Star ist eine Trübung eines oder mehrerer Elemente der Augenlinse, wodurch die Lichtstrahlen nicht an die Netzhaut gelangen können.

Hauptsymptome: Die weiße Färbung der Augenlinse sowie Sehverminderung sind die einzigen Anzeichen für den grauen Star. Entsprechend seiner Entstehung kann er parallel zu anderen Symptomen auftreten.

Was ist zu tun? Die Entwicklung des Stars kann nur mit Hilfe des Tierarztes therapeutisch beeinflusst werden. Je nach Krankheitsstadium ist eine Heilbehandlung bzw. ein chirurgischer Eingriff nötig.

 

 

Glaukom, sog. grüner Star (erworbene Erkrankung)

Beim Glaukom handelt es sich um eine Reihe von Erkrankungen, die sämtlich mit erhöhtem Augeninnendruck in Zusammenhang stehen, wodurch die Sehschärfe und die Sehfähigkeit überhaupt infrage gestellt sind.

Hauptsymptome: das Auge erscheint vergrößert, als ob es aus der Augenhöhle hervortreten würde; totale Mydriasis (stark vergrößerte Pupille) bei Verlust des fotomotorischen Reflexes (die Pupille verkleinert sich unter Lichteinwirkung nicht), erhebliche Störung der Gefäßversorgung innerhalb der Bindehaut (das Auge ist stark gerötet, die Gefäße sind verdickt und gekrümmt).

Was ist zu tun? Der Tierarzt muss rasch konsultiert werden, die Erhaltung der Sehfähigkeit und des Auges stehen auf dem Spiel.

Bindehautentzündungen

Sind entzündliche Erkrankungen der Bindehaut und der Nickhaut. Die Bindehautentzündung kann allergische, infektiöse oder parasitäre Ursachen haben.

Hauptsymptome: Rötung, manchmal Ödembildung, Stechen, tränende Augen, der Tränenfluss kann wässrig, schleimig oder schleimig-eitrig sein. 

Was ist zu tun? Entsprechende Hygiene des Auges mit Anwendung von reinigenden Augentropfen lindern die Entzündung. Die Ursachen können jedoch nur im Zuge einer Behandlung durch den Tierarzt beseitigt werden.

Hornhautgeschwüre

Substanzverluste der Hornhaut können verschiedene Hornhautschichten betreffen. Die Krankheitsursachen können unterschiedlich sein.

Hauptsymptome: vor allem Schmerzen (Kratzen oder Reiben des Auges auf dem Boden), begleitet von Augenverschluss und einem wässrigen bis schleimigeitrigen Ausfluss. Die Hornhaut verliert ihr glattes und glänzendes Aussehen und ist nicht mehr so transparent. Was ist zu tun? Das Auge muss mit einer leicht antiseptischen Augenlösung gereinigt werden, um die Entzündung zu lindern. Es dürfen keinesfalls Augentropfen oder Salben auf Kortikoidbasis verwendet werden, diese verschlimmern den Zustand. Vielmehr sollte ein Tierarzt konsultiert werden, der die Geschwüre genau diagnostizieren und die entsprechende Behandlung vornehmen kann.

Iridozyklitis (uveitis anterior)

Die Iridozyklitis ist eine Entzündung der Regenbogenhaut (Iris) und des Ziliarkörpers. Die Krankheitsursachen kon-nten noch nicht geklärt werden, man weiß jedoch, dass die schweren viralen Infektionskrankheiten bei Hunden von Uveitis begleitet werden können (Hundestaupe, Rubarth-Heptatitis, Tuberkulose).

Hauptsymptome: Schmerzen (und daher Reiben, Kratzen und Schließen der Lider), Bindehautentzündung, sichtbar durch Rötung der Bindehaut und Nickhaut: wäss-riger Tränenfluss und Myosis (ständige Pupillenkontraktion). Im späteren Verlauf treten folgende Veränderungen an der Regenbogenhaut auf: Geschwürbildung, Stauungen, unreines und verschwommendes Erscheinungsbild; Farbveränderung und starke Pigmentierung möglich.

Was ist zu tun? Der Tierarzt muss rasch aufgesucht werden, da die Folgen der vorderen Uveitis für das Augenlicht des Hundes schwerwiegend sein können.

Keratitis

Darunter versteht man Entzündungen verschiedener Hornhautschichten. Die Ursachen können auf Allergie, Immunität, mikrobiotische oder Pilz-Infektion zurückzuführen sein. Keratitis kann auch mit Geschwürbildung einhergehen.

Hauptsymptome: Hornhautentzündung mit Gefäßneubildungen (Auftreten von Blutgefäßen in der Hornhaut); Hornhauttrübung; Schmerzen, Kratzen und Reiben, Schließen der Augenlider, Bindehautentzündung. Beim deutschen Schäferhund spricht man von einer chronischen oberflächlichen oder auch von einer pigmentierten Keratitis. Die Beeinträchtigung beginnt im äußeren Augenwinkel mit starker Blutgefäßneubildung und Weißfärbung der Hornhaut. Im weiteren Verlauf kommt es zu Melaninablagerungen. Eine zweite Krankheitsform, die gepunktete oberflächliche Keratitis, befällt oft den Langhaardackel. Es treten vor allem Schmerzen auf, die Lider schließen sich.

Was ist zu tun? 

Besserung ist nur durch eine entsprechende Behandlung der Symptome möglich.