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Die richtige Ernährung - Das A und O für ein langes Leben!

Wir alle wissen aus eigener Erfahrung, dass die Ernährung nicht allein dazu dient, den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen und ausreichend Energie zu versorgen. Gleiches gilt auch für unseren Hund! Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann viel mehr, sie ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Gesundheit und somit ein Wegbereiter für ein langes, vitales Leben.

Die in der Vergangenheit erzielten Fortschritte in der medizinischen Versorgung und auf dem Gebiet der Tierernährung haben zu einem Anstieg der Lebenserwartung von Hunden beigetragen.

Ganz grundsätzlich gibt es zahlreiche Faktoren, die beeinflussen, wie alt unsere Tiere tatsächlich werden. Neben der genetischen Komponente spielt bei unseren Hunden die Größe eine wesentliche Rolle: Kleine Hunde (bis 10 kg) werden am ältesten - ihre Lebenserwartung liegt zwischen 11 und 14 Jahren. Große Hunde (26 - 44 kg) erreichen dagegen nur ein deutlich geringeres Lebensalter.

Neben diesen "naturgegebenen" Aspekten wirken sich Haltung, Pflege und insbesondere die Ernährung auf die Lebenserwartung aus. Eine ausgewogene und hochwertige Ernährung ist grundsätzlich in jeder Lebensphase wichtig, im fortgeschrittenen Alter gewinnt sie jedoch zunehmend an Bedeutung. Mit ihrer Hilfe kann altersbedingten Veränderungen, wie zum Beispiel Verdauungsbeschwerden begegnet und die Nierenfunktion unterstützt werden. Die rechtzeitige Umstellung auf eine altersgerechte Nahrung ermöglicht es, Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden des älteren Tieres zu nehmen.

Ganz wichtig ist dabei natürlich, und deshalb sei an dieser Stelle nochmal besonders darauf hingewiesen: Der Baustein für eine hohe Lebenserwartung wird bereits in jungen Jahren gelegt. Als "Ernährungsmotto" gilt folglich: Früh gesund füttern bedeutet später länger Freude haben!

Besitzern eines vierbeinigen Senioren sei deshalb der rechtzeitige Wechsel auf eine altersgerechte Nahrung "ans Herz" gelegt. Mit Hilfe der Ernährung leistet man nicht nur Vorbeuge, es können sogar altersspezifische Erkrankungen, wie Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen, nachweislich gelindert, verlangsamt oder sogar verhindert werden. Letztlich genießen ältere Tiere allein aufgrund besserer Möglichkeiten im Rahmen der Fütterung eine höhere Lebensqualität als ihre Artgenossen früherer Jahre. Aufgrund des wesentlichen Beitrages zur Gesundheit alter Tiere sollte jeder Tierarzt/jede Tierärztin bei dem jährlichen Alterscheck auch eine Fütterungsempfehlung geben.

Wann ist mein Hund eigentlich alt?

Der Alterungsprozess beginnt allmählich. Die ersten Anzeichen werden oft gar nicht erkannt. Deshalb ist es wichtig über die ersten Symptome informiert zu sein und insbesondere zu wissen, wann die Alterung einsetzt. Bei kleinen Hunden (bis 10 kg) beginnt die Alterung ab dem 8. Lebensjahr. Mittelgroße Hunde (11 - 25 kg) gehen mit 7 Jahren in die Seniorenphase über, große und sehr große Hunde (> 25 kg) schon sehr früh, ab dem 5. Lebensjahr.

Was ändert sich konkret?

Mit den Jahren verändert sich der Stoffwechsel des Hundes und damit sein Nährstoffbedarf. So verschiebt sich im Alter, ähnlich wie beim Menschen, das Verhältnis von Muskel- zu Fettgewebe. Der Anteil an Muskelmasse nimmt ab, der Anteil an Fettgewebe zu. Besonders auffällig ist dies im Bereich der unteren Rippen. Die Folge ist die typische Figur vieler älterer Hunde. Der Senior erscheint dann nicht mehr so athletisch. Dies bedeutet aber nicht, dass Ihr Hund im Alter zwangsläufig dick werden muss. Im Gegenteil, mit der richtigen Ernährung und ausreichend Bewegung bleibt er nach wie vor gut in Form.

Der Geruchssinn ist eingeschränkt, da die Zahl der Riechzellen abnimmt. So kann es sein, dass ein ehemals guter Fresser häufiger fressunlustig ist. Deshalb, aber auch aufgrund von häufig bestehenden Zahnproblemen, leiden viele ältere Tiere unter Appetitlosigkeit.

Die Niere ist das erste Organ, welches in seiner Tätigkeit nachlässt. Die Ernährung muss dieser Tatsache unbedingt Rechnung tragen! In höherem Alter leidet die Fellqualität. Oft sieht das Haarkleid stumpf und schütter aus. Vielfach besteht Schuppenbildung und Haarausfall sowie die Tendenz zu Verfilzungen.

Die Verdauung bereitet den Tieren jetzt des Öfteren Schwierigkeiten. Verstopfungen oder Durchfälle können die eingeschränkte Verdauungstätigkeit kennzeichnen.

Ganz häufig ist die Beweglichkeit der Senioren eingeschränkt, da Arthrosen den Tieren zu schaffen machen. Hier besteht neben dem Alter ein zusätzliches Risiko bei Übergewicht und Hunden mit einem Gewicht über 25kg.

Das Immunsystem zeigt sich anfällig, die Abwehrkräfte lassen nach. Deshalb steigt das Risiko für Erkrankungen. Durch sogenannte „freie Radikale“ (giftige Stoffwechselprodukte) kommt es außerdem zum Angriff auf die Körperzellen und in der Folge zu  Erkrankungen.

Auf den Punkt gebracht: Was kann die Ernährung leisten?

Eine altersgerechte Nahrung sollte die genannten Besonderheiten älterer Vierbeiner berücksichtigen! Lesen Sie auf den folgenden Seiten worauf es ankommt!

1. Gerne fressen müssen sie es...

Vorab gesagt: Frisst Ihr Senior nur gelegentlich weniger als üblich, so ist dies kein Grund zur Sorge. Wie wir Menschen haben auch Hunde mal mehr und mal weniger Appetit. Im Sommer zum Beispiel, bei schwülen und sehr hohen Temperaturen, lässt ein Hund sein Futter schon mal links liegen. Viele Hündinnen haben rund um ihre Läufigkeit weniger Hunger. Es gibt also ganz normale Dinge, die unserem Vierbeiner manchmal "auf den Magen schlagen" können! Hilfreich in diesem Zusammenhang auch, nie zu vergessen, dass der Hund vom Wolf abstammt. Wie sein Vorfahre hat auch der Hund, egal ob Chihuahua oder Bernhardiner, einen großen Magen, der als Speicher dient. Die Aussage: "Ein gesunder Hund ist noch nicht vor dem vollen Napf verhungert" stimmt also absolut. Was soll uns das sagen? Frisst ein Hund mal einen Tag nicht so wie sonst, ist aber ansonsten fit, so ist dies im Grunde ein vollkommen normales Verhalten. Denken Sie hier nicht menschlich! Oftmals nutzen Hunde ihre besondere "Fähigkeit" auch, um sich "durchzusetzen" und einen extra Leckerbissen zu erobern. Schamlos verweigern sie die Nahrung, schauen Sie mitleidig an und hoffen, dass etwas ganz besonderes geboten wird. Hand aufs Herz - wer ist da nicht schon mal schwach geworden und hat das Leberwurstbutterbrot geschmiert, was begeistert genommen wurde? Gerade junge Hunde versuchen sich auf diesem Wege zu behaupten und ihre Hierarchie in dem "Familienrudel" abzuklären. Aber Achtung! Auch wenn Sie einen Senioren haben, auch er weiß immer noch, wie das Spiel funktioniert. Natürlich ist gegen das eine oder andere Leckerchen nichts einzuwenden. Bedenkt man aber, dass im Alter bestimmte Punkte, wie eine Reduktion des Phosphorgehaltes zur Nierenschonung wesentlich sind, so ist diese Zufütterung eher kontraproduktiv. Bei kranken Hunden, die eine Diät erhalten, ist jede Abweichung oder Zufütterung abzulehnen. Bleiben Sie deshalb auch im Alter konsequent bei der Fütterung. Es ist keine Tierquälerei, sondern im Gegenteil ganz im Sinne des Hundes!

Die genannte vorübergehende Appetitlosigkeit ist unbedenklich. Problematisch wird es erst, wenn ein Hund gar nicht mehr oder über mehrere Tage wenig frisst. Dies kann ein Alarmzeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein. Häufig sind bei älteren Vierpfotlern ein nachlassender Geruchssinn und schlechtere Zähne die Ursache. Das gewohnte und bisher "heiß geliebte" Futter wird dann verschmäht. Im schlimmsten Fall können Gewichtverlust und schlechtes Allgemeinbefinden daraus resultieren.

Was tun? Die Lösung liegt darin, die Nahrung so attraktiv wie möglich zu "gestalten". Bei der Verwendung von Trockennahrung sollten Sie zunächst darauf achten, dass Ihr vierbeiniger Freund diese gut fressen kann. Sind die Brocken, bzw. Kroketten an das Gebiss angepasst? Kann der Hund sie gut aufnehmen und zerkauen? Bereiten die Kroketten dem Hund Schmerzen, so wird er sie ablehnen. Eine altersgerechte Nahrung sollte diesen Aspekt berücksichtigen und eine weiche Textur aufweisen. Außerdem sind hochwertige Inhaltsstoffe entscheidend, damit der eingeschränkte Geruchssinn angesprochen wird. Hier spielen in erster Linie Fette und Proteine eine Rolle. Es klingt banal, aber legen Sie auch besonderen Wert auf die Frische und die Verpackung der Nahrung. Nachlassende Frische und Geruch der Nahrung begeistern keinen Hund! Am besten lagern Sie das Futter in einer Futtertonne, die Sie nach jeder Entnahme wieder fest verschließen können. Auch wenn große Gebinde günstiger sind, entscheidend ist, dass sie das Futter schnell verfüttert bekommen, da auch zu "altes Futter" nicht mehr so gerne gefressen wird.

Neben den genannten Punkten kann man durch kleine Tricks die Akzeptanz der Nahrung noch erhöhen. Bei Dosenfutter lässt sich das Aroma zum Beispiel zusätzlich durch Erwärmen verstärken, bei Trockenfutter durch Übergießen mit lauwarmem Wasser.

2. Gewicht erhalten durch optimale Kalorienkontrolle!

Ältere Tiere neigen zum Abbau von Muskelmasse und Zunahme des Köperfetts. Einige Hunde verlieren an Gewicht, während andere wiederum die Tendenz haben zu viele Pfunde anzusetzen. Da die Stoffwechselrate in Fettgewebe niedriger ist als in Muskelgewebe, werden beim Umsatz der Nährstoffe weniger Kalorien verbraucht (reduzierter Erhaltungsbedarf). Hinzu kommt, dass ältere Hunde meist nicht mehr so aktiv sind wie in jungen Jahren (reduzierter Leistungsbedarf). Die Kombination aus diesen beiden Tatsachen führt dazu, dass ältere Hunde im Schnitt rund 20 Prozent weniger Kalorien verbrennen. Aus diesem Grund sollte eine Nahrung für ältere Tiere durch einen angepassten Energie-, bzw. Fettgehalt gekennzeichnet sein. Beachtet werden müssen dabei Punkte wie die Aktivität und die Haltung des Vierbeiners: Senioren die im Haus leben benötigen sicher weniger Kalorien als ihre draußen lebenden Artgenossen. Im hohen Alter noch im Sport aktive Hunde brauchen mehr Brennstoff, als schon eingeschränkt bewegliche Tiere mit Hang zu Übergewicht.

Beobachten Sie also Ihr Tier genau und machen Sie den Gewichtscheck. Zu wenig Energie bedingt Abmagerung, die allgemein zur Schwächung Ihres Lieblings beitragen kann. Ein zu viel des Guten wiederum kann in der Konsequenz zu Übergewicht führen. Beides ist nicht gut! Das gesunde Mittelmaß ist richtig!

Übergewichtige alte Hunde sehen nicht nur unschön aus und müssen auf "den alten Knochen" zu viele Pfunde mit herumschleppen, es drohen auch viele Begleitrisiken wie zum Beispiel Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Gelenkbeschwerden. Wussten Sie in diesem Zusammenhang eigentlich schon, dass Hunde, die in jungen Jahren dick waren, ein 1,5fach höheres Risiko haben auch im Seniorenalter dick zu sein?

3. Eiweiße (= Proteine) - Quelle des Lebens!

Immer wieder hört man es: "Wenn dein Hund alt ist, so füttere ihm weniger Proteine". Schade, denn gerade die Eiweiße sind es, die für den Erhalt der Körpersubstanz beim alten Tier Sorge tragen. Möchte man die Funktion von Eiweißen auf den Punkt bringen, so lautet das Stichwort "Baustoffe des Körpers". Schließlich geht dem Körper mit zunehmendem Alter wertvolle Muskelmasse verloren und diese besteht fast ausschließlich aus Protein. Leuchtet es da nicht ein, dass gerade bei einem Senioren ein besonderer Bedarf an dem Baustoff Protein besteht?

Proteine sind übrigens nicht nur Baustein von Muskeln, sondern auch von Bindegewebe, Haut, Haar und Immunsystem. Überall hier lassen sich beim Senioren Schwächen erkennen und deshalb wäre die folgende Aussage eigentlich wünschenswert: "Ist dein Hund älter, so gönne im ausreichend Proteine von hoher Qualität in der Nahrung. So wirkst Du Abbauvorgängen entgegen und hältst ihn fit".

Entscheidend ist natürlich neben der ausreichenden Menge die Qualität aller Nährstoffe, insbesondere der Eiweiße (Proteine). Sie sollten hochwertig, bzw. hochverdaulich sein. Der Begriff Verdaulichkeit besagt, dass die Qualität von einem Eiweiß umso besser ist, je mehr eigene Körpersubstanz daraus aufgebaut werden kann. Einfach ausgedrückt bedeutet es, dass die Eiweiße umso hochwertiger sind, je besser sie im Darm aufgeschlüsselt und anschließend als Bausteine genutzt werden können.

So werden hochwertige Eiweißquellen wie Muskelfleisch oder Weizengluten zum Großteil schon im vorderen Bereich des Darmes, also im Dünndarm, verdaut. Als Stoffwechselprodukte fallen dabei hauptsächlich Aminosäuren und Peptide an, die aus dem Darm ins Blut aufgenommen werden können, also gut nutzbar sind. Nur ein kleiner Anteil dieser Eiweiße ist nicht verwertbar und gelangt in den Dickdarm.

Warum ist das so entscheidend? Im Dickdarm des Hundes leben Bakterien, die bei schlechter Eiweißqualität viele unverdaute "Eiweißreste" erhalten und diese in einem mikrobiellen Zersetzungsprozess vergären. Hierbei entstehen Stoffe, wie Ammoniak und Schwefelwasserstoff, die insgesamt Durchfälle oder Blähungen verursachen können. Außerdem werden die Leber und die Niere durch diese Stoffwechselprodukte belastet, da diese die Entgiftung vornehmen müssen. Da die Funktion dieser Organe bei älteren Hunden ohnehin schon eingeschränkt sein kann, sollte ein Qualitätsfutter für Senioren vornehmlich hochwertiges Protein enthalten.

Merke!

Der Proteingehalt in einer Nahrung für Ihren Senioren muss nur dann gesenkt werden, wenn beim jährlichen Senioren-Check festgestellt wurde, dass die Harnstoff- und Kreatininwerte im Blut verändert sind. Sind diese beiden Blutparameter nämlich erhöht, gibt das einen Hinweis auf eine reduzierte Nierenfunktion und in diesem Fall ist eine Reduzierung des Proteingehaltes wesentlich, um die Produktion von Harnstoff zu vermindern. Harnstoff ist ein Endprodukt des Proteinstoffwechsels, welches über die Niere ausgeschieden werden muss!

4. Verdauungsbeschwerden vorbeugen!

Haben Sie eigentlich schon gewusst, dass Hunde im Vergleich zu uns Menschen viel verdauungssensibler sind? Hintergrund sind anatomische Besonderheiten, wie ein im Verhältnis zum Körpergewicht kürzerer Darm und eine geringere Verdauungszeit. Beide Faktoren begünstigen das Auftreten von Verdauungsproblemen beim Hund.

Da verwundert es nicht, dass Fütterungsfehler oder Stress sehr leicht zu Durchfall führen können!

Größere Hunde sind übrigens besonders benachteiligt. Untersuchungen belegen, dass bei den "Großen" die Durchlässigkeit der Darmwände größer ist, so dass immer mehr Wasser in das Darmlumen zurückfließt. Außerdem verweilt die Nahrung länger bei den Dickdarmbakterien. Folge ist eine erhöhte Gärtätigkeit dieser Mikroorganismen, was das Auftreten von Blähungen und Durchfall begünstigt.

Ziel einer optimalen Fütterung sollte es also im gesamten Hundeleben sein, hoch verdauliche, gut verträgliche Nahrung zu füttern. Im höheren Alter des Tieres gewinnt dieser Punkt jedoch besonders an Gewicht, da die Verdauungskapazität zusätzlich eingeschränkt ist und Nährstoffe nicht mehr so gut ausgenutzt werden können. Beschwerden wie Durchfall oder Verstopfung treten jetzt noch häufiger auf. Verwendet man nun eine Nahrung für ältere Tiere von hoher Qualität wird diese nicht nur gerne gefressen, sondern auch gut vertragen. Kennzeichnend für eine prima Verträglichkeit sind geringe Mengen von "wohlgeformtem" Kot und die Tatsache, dass Ihr Vierbeiner ohne Probleme sein "Geschäft" erledigen kann.

Worauf sollten sie achten

  • Legen Sie besonderen Wert auf hochwertige Proteinquellen tierischer und pflanzlicher Herkunft, die im Dünndarm fast vollständig verwertet werden können und so zu einer optimalen Verdauung beitragen. Beispiele sind Geflügeleiweiß oder Weizengluten.
  • Auf die Fasern kommt es an! Sogenannte fermentierbare Fasern, wie z.B. Fructo-Oligosaccharide (FOS) oder Rübentrockenschnitzel können von den natürlichen Darmbakterien als Nahrungsquelle genutzt werden und sorgen auf diese Weise für die Gesunderhaltung von Darmflora und Darmschleimhaut. Auch unverdauliche Fasern wie z.B. Maisfaser sind unverzichtbar. Allerdings ist diese nicht für die Darmbakterien von Vorteil, sondern sie regulieren die Darmmotorik.
  • Fischöl sollte enthalten sein, da es als Lieferant für Omega 3 Fettsäuren eine Vorstufe von antientzündlich wirksamen Hormonen bietet und eine antientzündliche Wirkung besitzt. Sie unterdrücken das Anheften von pathogenen (krankmachenden) Keimen im Darm des Hundes.

Fütterungstipps für Senioren im Überblick!

  • Verwenden Sie eine Nahrung, die die altersgerechten Besonderheiten von Hunden berücksichtigt.
  • Die Nahrung sollte hochwertig sein und dadurch gut verträglich.
  • Füttern Sie viele kleine Mahlzeiten. Kleinere Portionen belasten weniger und werden oft besser aufgenommen als "Riesenmahlzeiten".
  • Halten Sie einen konstanten Fütterungsrhythmus ein.
  • Verzichten Sie auf die Zufütterung von Mineralstoffen und Vitaminen zu einer bereits angepassten, ausgewogenen Nahrung.
  • Kalkulieren Sie Leckerlies in die Tagesration mit ein, um eine Überfütterung zu vermeiden.
  • Wiegen Sie die angegebenen Tagesrationen genau ab.
  • Bei Erkrankungen, wie z.B. Leberschäden, Niereninsuffizienz oder Übergewicht sollte eine Spezialdiät vom Tierarzt verwendet und ausschließlich verfüttert werden.
  • Verzichten Sie auf den Mix diverser Nahrungen. Aufgrund der generellen Verdauungsempfindlichkeit und der altersbedingten Sensibilität vertragen ältere Hunde diese Fütterungspraxis oft nicht gut und Durchfall wird begünstigt.

5. Auch im Alter strahlend schön! Was die Ernährung für Haut und Fell bedeutet!

Im Alter haben Vierbeiner häufig ein schlechteres Haarkleid als in jungen Jahren. Ihre Haut wird zudem anfälliger für Erkrankungen. Durch den verlangsamten Stoffwechsel werden Haut und Haar nicht mehr so gut mit Nährstoffen versorgt. Folge davon können Qualitätsmängel, wie struppiges Fell oder ständiger Haarausfall sein.

Grund genug also darauf zu achten, dass das Seniorenfutter auch die Gesundheit von Haut und Haar unterstützt. Achten Sie unter anderem auf essenzielle (= lebensnotwendige) Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren aus Ölen pflanzlichen (Borretschöl, Sojaöl) und tierischen Ursprungs (Fischöl). Sind sie enthalten? Die Kombination dieser Fettsäuren sorgt für glänzendes Fell. Die Omega 3 Fettsäuren aus dem Fischöl fördern sogar die Bildung antientzündlich wirksamer Hormone.

Und auch jetzt kommt es wieder auf die Proteine an! Immerhin besteht ein Haar zu mehr als 90% aus Eiweiß!

Da insgesamt die Ausnutzung von hautspezifischen Vitaminen wie Biotin nicht mehr so gut ist, sollte die Nahrung für die "Oldies" auf einen ausgewogenen Mix an Vitaminen und Mineralstoffen besonderen Wert legen.

 

Wussten Sie schon, dass es durch die Ernährung möglich ist, die Hautbarriere zu stärken?

Unter der Hautbarriere versteht man die oberen Hautschichten, die durch Ceramide (Hautfette) zusammengehalten werden. Je mehr von diesen Ceramiden gebildet wird, umso stabiler ist die Hautbarriere. Der Körper ist so besser geschützt vor äußeren Einflüssen, dem Eindringen von Allergenen und der Austrocknung der Haut. Immerhin ist die Haut das größte Organ des Körpers. Eine spezielle Kombination aus Vitaminen und Aminosäuren in der Nahrung für Hundesenioren vermag die Produktion dieser Hautfette, und auf diesem Wege eine gesunde Haut und ein schönes Haarkleid zu fördern.

6. Gelenkgesundheit unterstützen!

Gelenkerkrankungen kommen bei Hunden häufig vor. Neben der Größe des Hundes stellt zunehmendes Alter einen Risikofaktor dar. Insbesondere die Gelenke großer Hunde sind gefährdet. So zählen 45% aller Arthrosepatienten zu den großen Rassen.

Wichtig ist: Reagieren Sie nicht erst, wenn es "zu spät" ist, sondern denken Sie an rechtzeitige Vorsorge. Erfreulich ist nämlich, dass Sie durch eine optimale Ernährung die Gelenkgesundheit Ihres Vierbeiners frühzeitig unterstützen können und ihn so im wahrsten Sinne des Wortes fit und in Form halten!

Durch den Zusatz von natürlichen Knorpelbestandteilen wie Chondroitinsulfat und Glukosamin in der Nahrung kann man die Gelenkgesundheit hervorragend unterstützen.

Chondroitinsulfat bekämpft den Abbau von Knorpelzellen und weist außerdem eine hohe Wasserbindungsfähigkeit auf. Dadurch hält es den Knorpel geschmeidig. Glukosamin stimuliert die Synthese von natürlichen Knorpelsubstanzen (Glykosaminoglykanen) und ergänzt die Wirkung von Chondroitinsulfat.

7. Immunsystem "in Form halten" - Antioxidantien kontra freie Radikale

Bei vielen Stoffwechselvorgängen entstehen als Abfallprodukte so genannte "freie Radikale". Es handelt sich dabei um aggressive Moleküle, die Körperzellen schädigen können. Damit scheinen sie eine entscheidende Rolle beim Alterungsprozess und der Entstehung von Krankheiten zu spielen. Grund genug um an "Bekämpfungsstrategien" zu denken. Als wirksame "Waffen" haben sich natürliche Antioxidantien, wie Karotinoide (ß-Carotin, Lutein) und Vitamin C und E in der Nahrung erwiesen. Sie können freie Radikale abfangen und neutralisieren. Aber auch andere Nährstoffe wie Selen, Kupfer, Zink und die Aminosäure Taurin sind hierzu in der Lage.

Und noch mehr ist möglich....

Diese Erkenntnis ist in der Zusammensetzung von altersgerechten Tiernahrungen berücksichtigt worden. So konnte in einer Studie gezeigt werden, dass eine spezielle Mischung aus Vitamin C & E, Taurin und Lutein zu einem erhöhten Gehalt dieser natürlichen Antioxidantien im Blut führte, was wiederum die körpereigene Abwehr älterer Hunde stärkte. Darüber hinaus konnte folgendes gezeigt werden: Hunde, die die Nahrung mit dem Antioxidanzienkomplex erhielten, zeigten eine bessere Antikörperbildung als Reaktion auf eine Tollwutimpfung als ihre Artgenossen, die die identische Nahrung fraßen, jedoch ohne diese Schutzstoffe.

Abwehrkraft aus der Hefe: Mannan-Oligosaccharide sind in der Zellwand von Bierhefe enthalten und haben einen doppelten Effekt auf das Immunsystem der Alten. Zum einen können Sie im Darm die Bildung von Antikörpern steigern, zum anderen stärken sie die "guten" Bakterien im Darm und unterdrücken so die krankmachenden (=pathogenen) Bakterien.

Bei älteren Hunden kann z.B. durch L-Carnitin die Herzfunktion unterstützt werden. Eine angepasste Nahrung für alte Hunde sollte auch dem erhöhten Risiko für Altersdiabetes gerecht werden. Dies ist insbesondere dann hoch, wenn der Senior immer übergewichtig war und es immer noch ist. Inhaltsstoffe wie Gerste sorgen für die Einstellung eines konstanten Blutzuckerspiegels - ein wesentlicher Beitrag zur Vorbeugung von Diabetes mellitus.

8. Mineralstoffe und Vitamine - unverzichtbares Alterselixier!

Ein Hund ist im Alter genauso auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen angewiesen wie in jungen Jahren. Manche Nährstoffe benötigt er sogar vermehrt. So werden zum Beispiel wasserlösliche Vitamine wie Biotin und B -Vitamine von den Nieren im Alter nicht mehr so gut zurückgehalten und damit vermehrt über den Urin ausgeschieden. Dieses Defizit gilt es über die Ernährung auszugleichen.

Bei manchen Vitaminen ist es sogar sinnvoll, wenn diese über den eigentlichen Bedarf des Hundes hinaus im Futter enthalten sind. Hohe Gaben an Vitamin B, wie z.B. von Biotin helfen die Beschaffenheit von Haut und Fell zu erhalten. Eine zusätzliche Aufnahme von Vitamin E stärkt die körpereigene Abwehrkraft des Hundes.

Andererseits ist es wichtig das richtige Maß nicht zu überschreiten, denn bei vielen Vitaminen, besonders bei den fettlöslichen Vitaminen A, D und K, kann sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss gesundheitsschädlich sein. Wählen Sie daher ein hochwertiges Seniorfutter, das auf den besonderen Bedarf älterer Hunde abgestimmt ist und alle Nährstoffe in gesunder Menge enthält. Ergänzungen sind dann nicht mehr notwendig!

Die "Sache mit der Niere" - Unterstützung der Nierenfunktion

Die Niere ist häufig das erste Organ, das in seiner Tätigkeit erste "Alterspuren" erkennen lässt. Zahlreiche Studien zeigen, auf welchen Nährstoff es ankommt, wenn man die geschwächte Niere unterstützen möchte: Phosphor!

Untersuchungen zeigen eindrucksvoll, dass ein reduzierter Phosphorgehalt in der Nahrung wesentlich ist, um eine Überlastung der altersbedingt geschwächten Niere zu vermeiden. Außerdem ergab sich, dass sich nierenkranke Tiere mit einer phosphorreduzierten Nahrung über eine deutlich höhere Lebenserwartung "freuen" konnten als ihre erkrankten Artgenossen, die ein Futter mit höheren Phosphorgehalten erhielten.

9. Zahngesundheit unterstützen!

Ältere Hunde leiden des Öfteren an Zahnbelag und Zahnstein. Beides stellt ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar. Gezielte Vorsorge ist deshalb wichtig!

Schon in jungem Alter geht es los...

Grundsätzlich können alle Hunde von Zahnproblemen betroffen sein. Bei kleinen Hunden zählen diese zu den Hauptgründen für einen Besuch in der Tierarztpraxis. Außerdem treten sie bei den "Kleinen" schon sehr früh und im Verhältnis zu den "Großen" häufiger auf.

Zahnbelag (Plaque) ist für das Auge unsichtbar. Er besteht aus Mikroorganismen, die für Zahnfleischentzündungen und peridontale Infektionen verantwortlich sein können. Zahnstein entsteht, wenn sich nun Kalzium aus dem Speichel in den Zahnbelag einlagert und aushärtet. Die Vermehrung von Bakterien führt zur Zahnfleischentzündung (Gingivitis), schlechtem Atem und Zahnverlust. Besonders fatal und oftmals unterschätzt wird das Risiko für den Gesamtorganismus! Nachgewiesen werden konnte ein Zusammenhang mit Nieren- und Herzerkrankungen und "schlechten" Zähnen. Grund genug also schon frühzeitig an eine optimale Zahnpflege zu denken.

Mittel der Wahl ist das tägliche Zähneputzen. Einen wertvollen Beitrag leistet hier auch eine Nahrung mit mechanischen und biochemischen Reinigungseffekten.

Nahrung als Zahnpflege...

....durch Trockennahrung mit angepassten Kroketten

Kroketten die in ihrer Größe an das Gebiss des Hundes angepasst sind, sorgen dafür, dass der Hund seine Nahrung kauen muss. Auf diese Weise wird ein mechanischer Bürsteneffekt erzielt, der zur Zahnreinigung beiträgt.

... durch "biochemische" Effekte

Natriumtriphosphate sind sogenannte Kalziumfänger in der Nahrung. Sie binden im Speichel befindliches Kalzium bevor es sich in den vorhandenen Zahnbelag einlagert und zu Zahnstein aushärten kann. Der Zahnsteinbildung kann so wirksam vorgebeugt werden. Natriumtriphosphate sind übrigens auch in einigen menschlichen Zahnpasten enthalten!

In Kürze - die Schlüsselpunkte einer Nahrung für Senioren:

  • Optimale Akzeptanz
  • Angepasster Energiegehalt um Unter- oder Übergewicht zu vermeiden
  • Hohe Verdaulichkeit
  • Ausreichend hochverdauliche Eiweiße
  • Nierenschonung durch reduzierten Phosphorgehalt
  • Gelenkgesundheit fördern
  • Abwehrkräfte stärken
  • Haut und Fell gesund halten
  • Zahngesundheit unterstützen!

Wie viel Energie darf's denn sein?

 

Risiko Übergewicht

Wer hätte gedacht, dass kleine Hunde grundsätzlich mehr Energie benötigen als ihre größeren Artgenossen? Natürlich spielen neben der Größe auch zahlreiche andere Faktoren wie Bewegung, Fütterung, Haltung, Alter, Kastration und vieles mehr eine Rolle bei der Frage, wie viel Energie ein Hund braucht.

In der Altersgruppe der Senioren gibt es zwar zahlreiche Exemplare die mit den Jahren Gewicht verlieren, aber ein Großteil der älteren Hundepopulation leidet auch an Übergewicht. In Fachkreisen spricht man bei diesem zu viel an "Pfunden" auch von Adipositas. Bewegungsmangel und Fütterungsfehler kommen unter anderem als Ursachen in Betracht. Auf einen einfachen Punkt gebracht liegt die Ursache für Adipositas im Alter darin, dass das Tier mehr Energie mit der Nahrung zu sich nimmt als es tatsächlich braucht. Der Überschuss an Energie wird dann vom Körper in Fettpolster umgewandelt.

Leider wird das zu hohe Körpergewicht oft lediglich als Schönheitsfehler angesehen, dabei ist es weit mehr: Es handelt sich um eine Krankheit, weil das zu viel an Pfunden fatale Folgen nach sich ziehen kann. Übergewicht verringert nämlich nicht nur das Wohlbefinden und die Lebensqualität, es ist oft mitverantwortlich für Herzkrankheiten oder Gelenkverschleiß (siehe dazu auch Kapitel "Übergewicht im Alter und Risiken"). Übergewicht verringert damit die Lebenserwartung eines Hundes, und welcher Tierbesitzer will das schon? Aus diesem Grund ist es wichtig, von Anfang an ein altersgerechtes Futter zu verwenden und darauf zu achten, dass der Hund nicht übermäßig "zulegt".

Indem Sie Ihren Hund regelmäßig wiegen können Sie frühzeitig erkennen, ob überflüssige Pfunde drohen. Bei Rassehunden dienen außerdem Standardgewichte als Orientierung. Durch eine bewusste, gewissenhafte Ernährungsumstellung lässt sich hier rechtzeitig die Notbremse ziehen.

Manchmal können auch Krankheiten, wie zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse, Ursache für Übergewicht sein. Legt Ihr Hund trotz bewusster, spezifischer Ernährung und ausreichend Bewegung an Gewicht zu, sollte eine Tierarztpraxis zu Rate gezogen werden.

Zu dick oder zu dünn?

Hat man einen Rassehund, so ist der Vergleich mit dem Idealgewicht des Standards sinnvoll. Liegt das Gewicht 15% über dem Standardgewicht? Dann ist ihr Hund bereits übergewichtig. Beträgt das Körpergewicht des Vierbeiners sogar 20% mehr als normal spricht man von Adipositas oder Fettleibigkeit.

Wie aber beurteilt man dann das Gewicht von Mischlingen? Hier gibt es ja keine Vergleichswerte, deshalb ist es für die Beantwortung der Frage am besten, wenn man die Körperkondition des Vierbeiners durch die sogenannte Adspektion und Palpation beurteilt. Das heißt ganz einfach: Schauen (Adspektion) und fühlen (Palpation) Sie!

Sieht man die Rippen mit bloßem Auge oder kann man diese nur noch mit Mühe ertasten oder stechen Sie vielleicht hervor? Ist die Taille zu erkennen oder nicht mehr? Fühlen Sie am Brustkorb eine Fettschicht oder nicht?

Nutzen Sie doch einfach einmal die nachfolgende Abbildung zur Beurteilung der Körperkondition bei Ihrem Hund!

Übergewicht im Alter und die Risiken

Ein Übel kommt selten allein! Das zu viel an Pfunden begünstigt gerade beim älteren Vierbeiner nachfolgende Erkrankungen. Seien Sie deshalb wachsam und leisten Sie durch richtige Fütterung und Bewegung Vorbeuge!

· Verdauungsbeschwerden, wie Verstopfung,

· Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),

· Herz - Kreislaufprobleme,

· Gelenkerkrankungen,

· Gestörte Wundheilung,

· Erhöhte Infektanfälligkeit,

· Hauterkrankungen

· Höheres Narkoserisiko,

· Verminderte Ausdauer und Hitzetoleranz,

Geringere Lebenserwartung

Wussten Sie eigentlich schon, dass es bestimmte Rassen gibt, die zu Übergewicht neigen?

Labrador Retriever, Cavalier King Charles Spaniel, Jack Russel Terrier, Teckel, West Highland White Terrier, Kleine Münsterländer, Cocker Spaniel, Beagle und Cairn Terrier sind in der Regel sehr "leichtfüttrige" Kandidaten, die deshalb zu einer schnellen Gewichtszunahme tendieren. Hier ist also doppelte Vorsicht geboten!

Futterumstellung - wann?

Vorbeuge durch eine frühzeitige Futterumstellung ist entscheidend. Kleine Hunde bis 10 kg sollten ab dem 8. Lebensjahr eine Seniorennahrung bekommen, die mittelgroßen Vierbeiner (11 - 25 kg) schon ab dem 7. Lebensjahr. Alle Hunde, die schwerer sind als 25 kg "freuen" sich ab 5 Jahren über altersgerechtere Kost!

Die genannten Zahlen sollten als Richtwerte angesehen werden. Ein paar Tage früher oder später sind sicher nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass sie überhaupt altersgerecht füttern und dass Sie den Hund langsam an die neue Nahrung gewöhnen.

Für die Umstellung auf die altersgerechte Nahrung sollte grundsätzlich ein Zeitraum von ca. einer Woche eingeplant werden. Ein langsamer Wechsel der Nahrung dient dazu, mögliche Verdauungsprobleme infolge eines abrupten Futterwechsels zu vermeiden. Denken Sie immer daran - das Verdauungssystem vieler Hunde ist nicht so robust wie wir denken, sondern im Gegenteil sehr sensibel! Ein schneller Futterwechsel kann deshalb Probleme bereiten.

Gehen Sie am besten so vor, dass Sie innerhalb von einer Woche schrittweise die bisherige Nahrung durch steigende Mengen der neuen ersetzen. Nachfolgend finden Sie eine konkrete Empfehlung für den richtigen Wechsel zur neuen Nahrung:

1. und 2. Tag: 75% bisherige Nahrung und 25% neue Nahrung

3. und 4. Tag: 50% bisherige Nahrung und 50% neue Nahrung

5. und 6. Tag: 25% bisherige Nahrung und 75% neue Nahrung

7. Tag: 100% neue Nahrung

Wasser ist Leben

Ohne Wasser kein Leben! Der Körper eines Hundes besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Über die Atmung, den Urin und Kot wird davon täglich eine erstaunliche Menge ausgeschieden. Dieser Verlust muss über eine ausreichende Wasseraufnahme wieder ausgeglichen werden.

Daher ist es wichtig, dass Ihr Hund stets Zugang zu frischem Trinkwasser hat. Der tägliche Wasserbedarf eines Hundes hängt von der Umgebungstemperatur, der körperlichen Aktivität des Tieres und der Art der Fütterung ab. Hunde die mit Trockennahrung gefüttert werden müssen mehr trinken als Tiere, die Feucht-, also Dosennahrung bekommen. Ein gesunder Hund "weiß" wie viel er trinken muss. Dafür sorgt sein Durstzentrum im Gehirn. Bei älteren Hunden kann das Durstzentrum Alterungsprozessen unterliegen, die dazu führen, dass der Senior sein gesundes Durstgefühl verliert. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund mit den Jahren weniger trinkt, können Sie von Trocken- auf Dosenfutter umstellen oder aber zusätzlich Wasser unter das Futter mischen.

- Für kranke Hunde gelten besondere Regeln. Im Rahmen einiger Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Nierenschwäche trinken Hunde auffällig viel. In diesen Fällen muss der Senior tierärztlich untersucht werden.

- Bei Krankheiten, die mit Erbrechen und Durchfall verbunden sind, gehen dem Körper sehr viel Flüssigkeit und damit auch lebenswichtige Elektrolyte verloren. Ein Defizit, das unbedingt ausgeglichen werden muss.

Ernährung des kranken Hundes

Natürlich ist die Ernährung auch ein unverzichtbares medizinisches Mittel, um bei bereits bestehenden Erkrankungen Einfluss zu nehmen.

Eine gezielte Ernährung kann die Heilung von Krankheiten unterstützen, beziehungsweise das Ausmaß und Fortschreiten einer Erkrankung einschränken. Nicht selten kann durch eine gezielte, konsequente Diät die Einnahme von Medikamenten reduziert werden. In einigen Fällen kann auf eine Medikation sogar ganz verzichtet werden. Auf diesem Wege wird die Lebensqualität der betroffenen Tiere enorm verbessert. Diätfuttermittel sind daher ein wesentlicher Bestandteil vieler Therapien.

Besonders bei Erkrankungen in deren Rahmen die Funktion bestimmter Organe beeinträchtigt ist, können spezielle Diäten hervorragende Dienste leisten. Bei einer Unterfunktion der Niere zum Beispiel sind die kranken Nieren nicht mehr in der Lage, giftige Stoffwechselprodukte ausreichend zu filtern und mit dem Harn auszuscheiden. Für den Organismus kann das lebensgefährlich werden. Eine Diätnahrung, die alle lebenswichtigen Nährstoffe enthält, in deren Rahmen aber weniger giftige Stoffwechselprodukte anfallen, schafft hier Abhilfe. Ausschlaggebend sind dabei zwei Faktoren: der Phosphorgehalt und der Eiweißgehalt der Diätnahrung.

Bei Fettleibigkeit ist unerheblich, ob falsche Ernährung oder mangelnde Bewegung "schuld" sind. Es zählt nur eins: Eine gezielte Diät muss her. Hierfür empfiehlt sich eine spezielle Reduktionsdiät aus der Tierarztpraxis. Sie ist unter anderem kalorienreduziert, enthält aber alle lebensnotwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge und optimaler Zusammensetzung. Dadurch ist gewährleistet, dass der Hund abnehmen kann, aber dennoch rundum bedarfsgerecht versorgt wird. Während der Kur wird die Tagesration in kleinen Portionen über den Tag verteilt angeboten. Das verhindert, dass der Hund Heißhunger bekommt und mit herzzerreißendem Betteln an den Nerven seiner Halter zerrt. Snacks sind für die Dauer der Diät tabu. Wer seinem Hund etwas Gutes tun möchte, schenkt ihm stattdessen lieber ein paar Streicheleinheiten extra oder geht mit ihm eine zusätzliche Runde durch den Park.

Auch wenn es aufwendig erscheint, der Verlauf der Diät sollte durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt kontrolliert werden. Nur so kann man sicher sein, dass der Hund gesund abnimmt. Die "Runter mit den Pfunden"-Programme, z.B. das SLIM FIT Programm von ROYAL CANIN, die in Tierarztpraxen angeboten werden, fördern darüber hinaus die Motivation und können dem Erfahrungsaustausch dienen. Auch wenn eine gezielte Abmagerungskur oft ein langer und mühevoller Weg ist, er lohnt sich: Wohlbefinden und Lebensqualität des Hundes verbessern sich und seine Lebenserwartung steigt. Diese beiden Beispiele sollen verdeutlichen, wie wichtig die Wahl der richtigen Diät ist. Sie sollte daher stets von Tierärztin oder Tierarzt getroffen werden.

Das Gleiche gilt übrigens für die diätetische Behandlungen anderer Erkrankungen, wie zum Beispiel Herz- oder Leberschwäche, Diabetes mellitus oder Hautleiden. Die in der Tierarztpraxis erhältlichen Diätfuttermittel für kranke Hunde sind so zusammengesetzt, dass der Patient seiner Erkrankung entsprechend optimal ernährt wird und dabei optimal versorgt ist. Erfreulicherweise erkennen auch immer mehr Tierärzte und Tierärztinnen, welche Bedeutung die richtige Ernährung im Rahmen der Therapie hat. Fragen Sie deshalb unbedingt Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt nach Spezial- und Diätfuttermitteln für ältere, kranke Hunde.

Erkrankungen, die bei älteren Hunden mit Hilfe einer Diät behandelt werden können:

  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • Abmagerung
  • Zahngesundheit
  • Herzerkrankungen
  • Niereninsuffizienz
  • Lebererkrankungen
  • Arthrosen
  • Hauterkrankungen, inklusive Allergien
  • Verdauungsbeschwerden