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Die Lebenserwartung unserer Hunde ist gestiegen

Wir Menschen werden immer älter! In unseren Breitengraden sind bereits 25% der Menschen zwischen 60 und 100 Jahren alt. Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge wird ein Drittel der Bevölkerung im Jahr 2030 über 60 Jahre alt sein. Diese Altersstruktur ist bei unseren Hunden längst erreicht.

So wie wir werden auch sie immer älter. Waren 1967 gerade einmal 19 Prozent der Tiere zwischen 10 und 19 Jahren alt, so gehörten 1997 bereits 46,7 Prozent dieser Altersklasse an.

Allein im Zeitraum von 1982 bis 1996 ist die Lebenserwartung von Hunden um über zwei Jahre gestiegen, so dass inzwischen fast jeder dritte Hund in Deutschland zu den Senioren zählt. 1982 wurden Hunde im Durchschnitt 9,5 Jahre, 2005 bereits 11,9 Jahre. Das ist ein Plus von 25%! (Quelle Myonlinepanel Umfrage 10/05). Wobei viele dieses Alter um einiges überbieten, denn auch hier gilt, dass Ausnahmen die Regel bestätigen.

Wo liegen die Gründe für die gestiegene Lebenserwartung?

Beim Hund wird die Lebenserwartung durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Neben angeborenen, also genetischen Faktoren, spielt auch die Hundegröße eine Rolle. So haben kleine Hunde (bis 10 kg Körpergewicht) grundsätzlich eine höhere Lebenserwartung als große Hunde.

Während also ein Dackel in der Regel über 10 Jahre alt wird, gilt eine Deutsche Dogge in diesem Alter schon als „Methusalem“. Wesentlich für die angestiegene Lebenskurve in den letzten Jahren ist zum einen die allgemein bewusstere Tierhaltung. So werden Hunde heute artgerechter gehalten als noch vor einigen Jahren. Sie erhalten regelmäßig Auslauf, werden beschäftigt und liebevoll gepflegt. Hinzu kommen die verbesserte medizinische Versorgung sowie die enormen Fortschritte auf dem Gebiet der Tierernährung. Diente eine Hundenahrung bis 1980 nur dazu den Energiebedarf des Vierbeiners zu decken, so ermöglichen heutige Nahrungen viel mehr.

Heutzutage ist nicht nur eine altersgerechte Fütterung möglich, sondern auch die Berücksichtigung zahlreicher Gesundheitsaspekte. Man kann getrost von „Gesundernährung“ sprechen. Diese Kombination führte letztlich dazu, dass die Lebenserwartung in unserer Hundepopulation um durchschnittlich 3 Jahre gestiegen ist! Es ist also selbstverständlich alles für eine optimale Unterstützung der Lebenserwartung zu tun. Jeder, der einen älteren Hund an seiner Seite hat, weiß, welches Glück diese gewonnenen Jahre bedeuten.

Doch letztlich kommt es nicht nur darauf an, dass ein Hund möglichst lange lebt, mindestens genau so wichtig ist es, das Beste für ihn (und sich) aus dieser Zeit zu machen. Sie als Hundehalter können eine Menge dazu beitragen und zwar ohne großen Aufwand. Achten Sie einfach auf: 

  • Jede Menge Zuwendung und Aufmerksamkeit
  • Ausreichend Beschäftigung und Bewegung
  • Optimale Pflege und hochwertige, altersgerechte Ernährung
  • Regelmäßige Gesundheitsvorsorge
  • Medizinische Versorgung

So werden Sie nicht nur Ihrer Verantwortung gerecht, Sie schenken Ihrem vertrauten Freund – und sich selber – ein paar wertvolle, gemeinsame „beste Jahre”.

Wissenswertes über das Alter

Alterung ist keine Krankheit, sondern ein vollkommen natürlicher Vorgang! Der Übergang vom Erwachsenenalter zum Senioren-Stadium ist dabei fließend. Wann ein Hund zu altern beginnt ist sehr unterschiedlich. Große Hunde zum Beispiel werden früher alt als kleine Hunde. Ein Dackel mit 16 Jahren ist keine Ausnahme, eine Dogge mit sieben Jahren zählt dagegen schon zu den "Grufties". Auch bei Mischlingen, die als zäh und langlebig gelten, spielt die Größe der Ausgangsrassen eine Rolle. Darüber hinaus bestimmt aber auch die Form der Haltung, sowie Ernährung, Pflege und Gesundheitsvorsorge den Beginn des Alterungsprozesses und insbesondere die Lebenserwartung.

  • Rüden und Hündinnen haben eine gleich hohe Lebenserwartung.
  • Kastrierte Hunde leben im Durchschnitt länger als nicht-kastrierte Tiere.
  • Hunde, die in ländlichem Umfeld gehalten werden, haben eine höhere Lebenserwartung als Stadthunde.
  • Schlanke Hunde leben länger als Hunde mit Übergewicht.

Für Hundehalter gibt es grundsätzlich zwei Anhaltspunkte, sich auf das beginnende Alter des Hundes einzustellen: Richtzahlen und Altersanzeichen. Bei kleinen Hunden beginnt die Alterung ab dem 8. Lebensjahr, mittelgroße Vierbeiner treten mit 7 Jahren in das "Seniorenstadium" ein. Große Hunde (ab 26 kg bis 45 kg) und Riesenrassen (ab 46 kg) altern sehr früh, bereits ab dem 5. Lebensjahr. Zum einen dienen diese Zahlen als Orientierung, zum anderen aber auch die typischen Altersanzeichen.

Der Älteste unter den Alten hieß "Bluey", wurde stolze 29 Jahre und fünf Monate und war der bisher älteste registrierte Hund. Er war ein australischer Hirtenhund und lebte von 1910 bis 1939 in Rochester/Victoria. Was ihn so lange jung gehalten hat, war vermutlich seine verantwortungsvolle Aufgabe: Bluey durfte 20 Jahre lang seiner Leidenschaft nachkommen - Schafe hüten!

(Quelle: Guiness-Buch der Rekorde 1997)

Die aufgeführten Veränderungen sind kein Grund zur Sorge, sie sollen Sie vielmehr dazu anregen, sich auf den neuen Lebensabschnitt des Tieres einzustellen und sinnvolle Veränderungen vorzunehmen. Ganz wichtig ist zum Beispiel die Umstellung des Hundes auf eine altersgerechte Nahrung. Auf diesem Wege ist es möglich die Gesundheit nachhaltig zu beeinflussen. So kann man für den Erhalt des Idealgewichtes Sorge tragen, Fell und Haut "in Schuss" halten, das Immunsystem, die Nierenfunktion sowie Gelenke und Zähne unterstützen.

Das Geheimnis des Alterns

Das Alter als natürlicher Prozess ist grundsätzlich dadurch gekennzeichnet, dass der Körper nach und nach immer mehr von seiner Anpassungsfähigkeit und Vitalität verliert. Das ist unter anderen auch mit einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten verbunden. Warum dies so ist, konnte trotz weltweiter Forschungen noch nicht genau geklärt werden. Es gibt aber verschiedene Theorien, die den Vorgang des Alterns veranschaulichen.

So sollen sich bestimmte Körperzellen im Alter nicht mehr so gut und schnell teilen können. Das heißt, es gibt weniger "Nachschub" durch den abgestorbene Zellen ersetzt und Schäden ausgebessert werden können. Besonders bemerkbar macht sich dies im Nerven- und Muskelgewebe. Die Teilungsfähigkeit der Zellen soll dabei genetisch begrenzt, also bis zu einem bestimmten Maße angeboren sein. Bei Mäusen zum Beispiel, die eine Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren haben, nimmt die Zellteilung früher ab als bei Papageien, die 70 Jahre und älter werden können.

Für den Untergang der Zellen werden außerdem "Abfallprodukte" verantwortlich gemacht, die im Stoffwechsel entstehen und sich über die Jahre im Körper ansammeln.Denkbar ist es aber auch, dass sich im Laufe der Zeit bei den unzähligen Zellteilungen im Körper Fehler einschleichen, die sich dann bei jeder weiteren Teilung fortsetzen. So lange, bis fehlerhafte Zellen überhand nehmen.

Nicht zuletzt schädigen aber auch äußere Einflüsse die Zellen des Körpers. Bekannte Beispiele beim Menschen sind übermäßiger Tabak- oder Alkoholkonsum, Umweltbelastungen wie Abgase und Ozon sowie andauernder Stress. Auch beim Hund zählen die Lebensumstände zu den wesentlichen Einflussfaktoren. Eine wichtige Rolle spielen zum Beispiel die Haltung der Tiere (Stadt oder Land, Zwinger oder Wohnung?), ihre Ernährung und das Ausmaß der Bewegung.Warum ist das so? Im Stoffwechsel älterer Tiere entstehen vermehrt "freie Radikale".

Es handelt sich um aggressive Stoffwechselprodukte, die die Körperzellen angreifen und Krankheiten verursachen können. Bei Stress, mangelnder Bewegung, schlechter Haltung, minderwertiger und unausgewogener Ernährung entstehen die "freien Radikale" verstärkt und üben schädigende Einflüsse aus. So sollen sie bei der Entwicklung von Krankheiten wie Abwehrschwäche oder Krebs mitwirken.

Natürliche Antioxidantien wie Vitamin E und C, Taurin, Lutein oder ß-Carotin sind in der Lage, diese freien Radikale im Körper abzufangen. Auf diesem Wege kann über die Ernährung ein Schutzeffekt auf die Körperzellen ausgeübt werden. Eine Erkenntnis, die in der Hundeernährung zum Wohl des Tieres umgesetzt wurde. So enthalten spezielle Altersnahrungen von ROYAL CANIN eine einzigartige Mischung aus Antioxidanzien, also Schutzstoffen, die die Körperzellen schützen und zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte des Hundes beitragen können.

Mit den Jahren verliert der Körper zunehmend seine jugendliche Kraft. Die Körpersubstanz wird abgebaut, insbesondere die Muskelmasse wird weniger. Die Leistung der Organe, allen voran der Niere, nimmt ab. Gelenkverschleiß macht den Tieren zu schaffen und Erkrankungen drohen, da die körpereigenen Abwehrkräfte schwächer werden. Zahnprobleme und eine abnehmende Zahl an Riechzellen beeinträchtigen die Futteraufnahme. Ausführliche Informationen zu den gesundheitlichen Veränderungen im Alter sowie Tipps, wie man ihnen entgegenwirken kann, finden Sie in den folgenden Kapiteln.

Die Lehre vom Alter: Geriatrie

Unter dem Begriff Geriatrie versteht man die Altersmedizin, bzw. die wissenschaftliche Lehre vom Alter. Dieser Teilbereich der Medizin befasst sich mit den Ursachen des Alterungsprozesses, typischen Erscheinungen und Krankheiten des Alters sowie möglichen Gegenmaßnahmen. In Tierarztpraxen spielt die Geriatrie eine bedeutende Rolle. Fragen Sie doch einfach mal in Ihrer Tierarztpraxis nach - sicher informiert man Sie dort gern über gezielte Altersvorsorge-Programme, wie zum Beispiel das Senior Life Programm.