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Risiko: Harnträufeln (Inkontinenz)

Bei der Harninkontinenz handelt es sich um eine für Hund und Halter gleichermaßen unangenehme Folge der Kastration bei der Hündin. Die betroffenen Tiere verlieren unbewusst Urin. Dies geschieht in vielen Fällen nur im Schlaf und oft nicht jeden Tag, kann aber auch ein permanenter Zustand sein. Zurückzuführen ist die Inkontinenz auf einen mangelhaften Verschluss der Harnröhre durch den entsprechenden Schließmuskel. Die Ursachen sind noch nicht ganz geklärt; der Östrogenmangel nach der Kastration scheint jedoch eine Rolle zu spielen. Neuere Studien lassen vermuten, dass übergeordnete Hormone des zentralen Nervensystems an der Kontrolle des Harnblasenverschlusses beteiligt sind. Im Durchschnitt tritt die Inkontinenz erstmalig 2-3 Jahre nach der Kastration auf. Allerdings ist hier eine große Schwankungsbreite von sofort bis zu 10 Jahren nach der Kastration möglich.


Erkranken können Hunde aller „Gewichtsklassen“, besonders betroffen sind jedoch Tiere mit einem Körpergewicht von über 20 kg. Rassedispositionen sind für Boxer, Dobermann, Riesenschnauzer, Rottweiler und Bobtail nachgewiesen. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass eine Frühkastration das Risiko für eine Inkontinenz verringern kann. Allerdings zeigte sich dabei auch, dass die früh kastrierten Hündinnen zwar seltener inkontinent wurden, im Falle einer Harninkontinenz jedoch oft deutlich stärker betroffen waren.


Tritt Harnträufeln in unmittelbarem Anschluss an die Kastration auf, so kann versucht werden, den Harnröhrenverschluss durch Medikamente zu unterstützen. Die Behandlung ist in vielen Fällen erfolgreich, muss jedoch dauerhaft fortgesetzt werden.