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Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Ablauf der OP bei der Hündin

Bei der Kastration der Hündin werden beide Eierstöcke entfernt. Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Nach gründlicher Rasur und Desinfektion des Operationsfeldes wird der Bauch durch einen hinter dem Nabel beginnenden Schnitt eröffnet. Dann werden die Hörner der Gebärmutter mitsamt den daran befindlichen Eierstöcken vorgelagert. Nach dem Abbinden können beide Eierstöcke entfernt und die Gebärmutter zurückverlagert werden. Anschließend wird die Bauchdecke in mehreren Schichten verschlossen. Während man für die inneren Nähte resorbierbares, d. h. sich selber auflösendes Fadenmaterial verwendet, nutzt man für die äußere Naht nicht resorbierbares Fadenmaterial. Die äußere Naht besteht aus sogenannten Einzelheften, die sich nicht auflösen und in der Regel 10 Tage später gezogen werden.

Erfolgt die Kastration bei der Hündin aufgrund einer Erkrankung der Gebärmutter, so muss diese natürlich komplett mit entfernt werden. Dann spricht man von einer Ovariohysterektomie [Ovarium (lat.) = Eierstock, Hysteros(griech.) = Gebärmutter, Ektomie (griech.) = Herausschneiden].  Einige Tierärzte entfernen grundsätzlich gleichzeitig die Gebärmutter. Dies verlängert die Operationsdauer nur unwesentlich, da das Organ zum Auffinden der Eierstöcke sowieso aufgesucht wird. Der Vorteil dieser Methode liegt in einer sicheren Verhinderung von Gebärmutterentzündungen und empfiehlt sich deshalb vor allem für ältere Hündinnen und solche, bei denen bereits eine Erkrankung besteht.

Wussten Sie eigentlich schon, dass die Kastration der Hündin auch durch Endoskopie möglich ist?

Ablauf der OP beim Rüden

Unter Vollnarkose werden dem Rüden bei einer Kastration beide Hoden entfernt. Nachdem das Operationsfeld geschoren und desinfiziert wurde, legt man den Hund auf den Rücken. Anschließend wird zunächst ein Hoden in einen Bereich unmittelbar vor den Hodensack geschoben. Die Haut darüber wird nun eröffnet, der Hoden mit dem Samenstrang freipräpariert und vorgelagert. Nach dem Abbinden des Samenstranges wird der Hoden entfernt. Durch denselben Hautschnitt wird nun der zweite Hoden vorgelagert und auf entsprechende Weise abgetrennt. Anschließend erfolgt der Verschluss der Wunde. Der Hautschnitt kann entweder genau in der Mittellinie oder seitlich davon geführt werden. Es ist auch möglich, zwei Hautschnitte jeweils links und rechts der Mittellinie anzulegen und den Hoden der jeweiligen Seite durch je eine eigene Öffnung zu entfernen.

Wichtig! Ganz grundsätzlich existieren für die Kastration von Hündin und Rüde verschiedene Operationstechniken. Fragen Sie einfach Ihr Praxisteam, wie dort der Eingriff durchgeführt wird.