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Zehn einfache Regeln für Hundebesitzer

Wann "passt" die Ernährung?

Eine spezifische Nahrung für kastrierte Hunde berücksichtigt neben den Risiken im Anschluss an die Kastration auch größenabhängige Besonderheiten.
Bei großen Hunden (> 25 kg Körpergewicht) gibt es zwei Hauptrisiken nach der Kastration: Im Vergleich zu kleinen und mittelgroßen Artgenossen neigen sie stärker zu Verdauungsproblemen und weisen ein bedeutend größeres Risiko für Gelenkerkrankungen auf. Bei großen Hunden sollte die Nahrung deshalb ganz besonders gut verträglich sein und die Gelenkgesundheit unterstützen!

Kleine Hunde (bis 10 kg Körpergewicht) neigen mehr als mittelgroße und große Tiere zu Harnsteinen und Zahnstein. Die Harnsteinvorbeugung kann u. a. durch eine geeignete Rezeptur und eine Erhöhung des Harnvolumens gelingen. Die Unterstützung der Zahngesundheit ist mit Hilfe von Trockennahrung auf zwei Wegen möglich:

  • Durch angepasste Kroketten, die gut gekaut werden, entsteht ein mechanischer Bürsteneffekt (optimale Zahnpflege und sicheren Schutz vor Zahnbelag bietet das regelmäßige Zähneputzen in Verbindung mit einem geeigneten Futtermittel).
  • Sogenannte "Kalziumfänger" (Natriumpolyphosphate) binden im Speichel befindliches Kalzium, so dass dieses für die Zahnsteinbildung nicht mehr zur Verfügung steht.

 

Fütterungsfehler

Fütterungsfehler sind das Hauptproblem bei der Entstehung von Übergewicht im Anschluss an die Kastration, ein paar Tipps zur Vermeidung:

  • Fehlende Umstellung auf eine energieärmere Nahrung: Bedenkt man die Kombination aus gesteigertem Appetit und geringerem Energiebedarf, so ist der Futterwechsel nach der Kastration unerlässlich. Die Fütterung geringerer Mengen der gewohnten Nahrung ist keine Lösung, sondern führt oft zu den nachfolgenden Problemen:
    - Die Hunde fangen wegen der mangelhaften Sättigung an zu betteln.
    - Irgendwann fehlt es nicht nur an Energie, sondern auch an lebenswichtigen Nährstoffen.
  • Zufütterung von Leckerli, Snacks: Sogenannte Leckerli entpuppen sich als wahre Kalorienbomben. Nur 80 g Schinken oder 25 g Käse liefern Ihrem Hund bereits 100 kcal zusätzlich! Verzichten Sie deshalb im Zusammenhang mit der Umstellung der Nahrung ganz auf Zufütterungen.
  • Mischung von verschiedenen Futtersorten: Der Überblick geht schnell verloren, der Energiegehalt der Tagesration kann nur noch schwer eingeschätzt werden. Je früher Sie Ihren Hund an eine konsequente Fütterung gewöhnen, umso weniger Probleme gibt es später.
  • Fehlendes Abwiegen der Tagesrationen: Bei der heutigen hochwertigen Tiernahrung reichen in der Regel geringe Mengen, um Ihren Hund mit allen Nährstoffen zu versorgen, die er täglich braucht. Deshalb ist das Abwiegen der Fütterungsmenge enorm wichtig, um eine Überfütterung zu vermeiden!
  • Direkter Vergleich der Fettgehalte von Feucht- und Trockennahrung: Sie füttern Ihrem Hund vor der Operation eine Trockennahrung mit dem Fettgehalt von x %.

Nun möchten Sie auf ein fettärmeres Futter wechseln und diesmal Feuchtnahrung verwenden. Sie vergleichen den Fettgehalt der Dose direkt mit dem der Trockennahrung. Achtung!!! Auf den ersten Blick hat Dosennahrung immer weniger Fett und erscheint deshalb perfekt geeignet, um Übergewicht vorzubeugen. Leider "hinkt" dieser direkte Vergleich. Man muss bedenken, dass von einer Feuchtnahrung gewöhnlich größere Mengen am Tag gefüttert werden müssen, da diese 80 % Wasser enthält, Trockennahrung hingegen nur 8 %. Um die Fettgehalte direkt vergleichen zu können, muss man das Wasser herausrechnen. Für die Dose ergeben sich dann meist deutlich (in der Regel vierfach) höhere Werte.

Tipp:

Damit Sie Ihrem Hund auch einmal etwas außer der Reihe geben können, füllen Sie einfach einen Teil der vorgeschriebenen Tagesportion in eine Dose. Dieser Vorrat steht dann als Tagesbelohnung zur Verfügung, der ohne Risiko verfüttert werden darf.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: