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Ursprüngliches Verhalten des Hundes

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Hund sowohl physisch und physiologisch als auch in seinem Verhalten domestiziertHeute gilt er als Begleithund, auch wenn er zur Arbeit, als Jagd- und Wachhund benutzt wird.

Im Rudel

Aufgrund seiner Lebensbedingungen kann der Haushund keine Gruppen bilden, die groß genug wären, ein so komplexes hierarchisches System wie das des Wolfes aufzubauen. Bei den Wölfen besteht das Rudel aus einer sozialen Einheit, in der Rangordnung, Spiel und Solidarität den Zusammenhalt der Gruppe sichern, die Überlebenschancen erhöhen und die Produktion von Nachkommen fördern.

Wilde Hunderudel verteidigen ihr Territorium, können jedoch auch neue Mitglieder aus anderen Gruppen streunender oder verwilderter Hunde aufnehmen.

Streunende und verwilderte Haushunde (Pariahunde)

In den Vereinigten Staaten und einigen Ländern Europas gibt es zahlreiche streunende Hunde, die nur sehr selten direkten Kontakt mit dem Menschen haben oder sogar vollständig verwildert sind. Sie halten sich in den Randgebieten großer Städte, an öffentlichen Orten oder auf frei zugänglichen, nicht unmittelbar von Menschen überwachten Flächen auf, aber auch in landwirtschaftlich genutzen oder bewaldeten Gebieten. Diese Hunde werden mit dem Ausdruck "free ranging dog" bezeichnet und können durchaus einen Halter haben. Einige haben Besitzer, die sie weitgehend frei laufen lassen, andere wurden von ihren Haltern verloren oder ausgesetzt.

Rangordnung bei der Nahrungsaufnahme

Innerhalb eines Hunderudels bildet sich eine komplexe Rangordnung heraus. Wenn wilde Hunde Beute gemacht haben, verdauen sie innerhalb kurzer Zeit große Nahrungsmengen. Sie fressen nicht unbedingt jeden Tag, denn ihre Jagd ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Sie sind auf Beute angewiesen, die leicht verderben kann und stehen in Nahrungskonkurrenz mit anderen Tieren.

Ist die Beute gefangen, fressen zunächst die ranghohen Hunde. Die Rangniedrigeren müssen in einer gewissen Entfernung das Ende der Mahlzeit der Ranghöheren abwarten, bevor sie ihrerseits Zugang zur Nahrung haben.

Duftmarken und Sozialverhalten: Auch Hunde haben Visitenkarten

Bei wilden Kaniden spielt die Sekretion von Pheromonen nicht nur eine physiologische Rolle, sondern ist ein Mittel der Kommunikation auf der Basis der Geruchsempfindung. Pheromone sind im Urin, im Stuhlgang und in Vaginalsekreten enthalten. Sie geben Aufschluss über Geschlecht, Identität, physiologischen Zustand und hierarchische Stellung dessen, der sie absondert.

Beziehungen zwischen Ranghöheren und Rangniedrigeren

Im Hunderudel bestimmt der Ranghöhere die Platzverteilung beim Ausruhen und das Kommen und Gehen der Rangniedrigeren. Die Ranghöheren schlafen mitten im Kreis des Rudels. Der Platz wird in konzentrische Kreise aufgeteilt, in denen sich die unterschiedlichen hierarchischen Ebenen niederlassen. Je näher man dem Ranghöchsten ist, desto höher ist die eigene hierarchische Position.

Der Ranghöchste kontrolliert das Geschlechtsverhalten in der Gruppe. Er ist der einzige, der seine Sexualität vor den Augen der anderen Rudelmitglieder ausdrücken darf. Die Rangniedrigeren dürfen sich nur paaren, wenn er es nicht sieht. Auf dem Land gibt es durchaus noch Hunde, die in einer solchen echten Rudelsituation leben, in der Stadt jedoch nicht.