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Deckakt

Die gewöhnlich zwei Tage vor dem Eisprung einsetzende Deckbereitschaft (Östrus) der Hündin ist eine wichtige Voraussetzung für den Paarungsverlauf. Der eigentlichen Paarung geht ein mehr oder weniger intensives Vorspiel voraus. In dieser Zeit beschnuppern sich Rüde und Hündin und "werben" auf spielerische Art umeinander. Nach dieser ersten Phase besteigt der Rüde die Hündin und führt seinen Penis ein. Bei der Hündin werden dadurch reflexartige Kontraktionen der Scheiden- und Gebärmuttermuskulatur ausgelöst, die den Transport der Samenzellen unterstützen. Da der Penisknochen den vorderen Abschnitt des Penis, die Eichel, stabilisiert, kann der Rüde ihn in nur teilweise erigiertem Zustand einführen. Die vollständige Erektion wird erst in der Vagina der Hündin erreicht. Dabei entfaltet sich die Eichel maximal.


Der hintere Teil der Eichel, der sogenannte "Knoten" (Bulbus glandis), dient der festen Verankerung von Rüde und Hündin und der "Abdichtung" der Scheide. Der Rüde gibt im Verlauf des Paarungsaktes nacheinander drei verschiedene Flüssigkeiten (sogenannte Ejakulatfraktionen) ab. Der erste wässrige Anteil (sog. Vorsekret) wird zum großen Teil schon während der Suchphase, also zwischen dem Aufsprung des Rüden und dem Einführen des Penis, abgespritzt. Sobald die vollständige Erektion, der in die Scheide eingeführten Eichel erreicht ist, wird die spermienreiche Fraktion des Ejakulates abgegeben. Währenddessen oder kurz danach steigt der Rüde seitlich mit den Vorderläufen von der Hündin und dreht sich um, wobei er einen Hinterlauf über den Rücken der Hündin führt. So stehen Rüde und Hündin schließlich mit den Köpfen in entgegengesetzter Richtung und "hängen" mit dem Hinterteil (aufgrund des noch angeschwollenen Bulbus glandis) aneinander. Dieser Part der Paarung dauert im Durchschnitt 15 Minuten, möglich sind aber auch wenige Minuten bis über eine Stunde. Während des Hängens gibt der Rüde spermienarmes bzw. spermienfreies Prostatasekret ab. Dieses dient dazu, die Samenzellen in die Gebärmutter zu spülen.


Achtung!

Bei einer unerwünschten Paarung wird immer wieder versucht, Rüde und Hündin gewaltsam voneinander zu trennen. Gefährliche Verletzungen und Blutungen können die Folge sein!