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Nahrungsaufnahme

Wildhunde verwenden viel Zeit und Energie darauf, ihre Beute aufzuspüren, zu verfolgen und zu fangen. Das Beuteerwerbsverhalten ist durch Hunger motiviert. Die Beute hat folgende Eigenschaften: Sie ist nicht aggressiv, der Hund hat sie in der Prägungsphase nicht als Sozialpartner kennen gelernt, und sie wird mit Nahrungsaufnahme assoziiert. Die Ernährung des Wildhundes besteht aus kleinen Beutetieren, wie Mäusen, Eidechsen, Insekten, manchmal sind sie auch von mittlerer Größe, wie ein Kaninchen, oder groß, wie ein Rehbock. Die Jagd erfolgt im Alleingang, in kleinen Gruppen oder in Rudeln.

Beim Haushund muss die Ernährung mehrere Aspekte berücksichtigen: seine Nahrungsbedürfnisse, aber auch sein Wachstum, seine Arbeit, Trächtigkeit - und zwar in Abhängigkeit von Größe, Alter, Lebensstil und physiologischem Zustand (säugendes Muttertier) des Tieres.

Um später Rangordnungsprobleme und entsprechende Bisswunden zu vermeiden, ist es ratsam, bestimmte Erziehungsregeln zu beachten. Der Hund sollte nach seinem Halter essen oder mehr als eine Stunde vorher. Bei Tisch darf der Halter ihm nichts abgeben. Der Fressnapf steht immer am selben Ort, und keinesfalls in dem Raum, in dem die Familie isst. Der Hund muss in Ruhe essen, und keiner darf ihm dabei zusehen.

Warum frisst mein Hund seinen Kot?

Gewisse Jungtiere besitzen die unerfreuliche Neigung, ihren Kot zu fressen. Dieses Phänomen wird Koprophagie genannt. Eine solche Neigung muss mit etwa drei bis vier Lebensmonaten verschwinden. Hält sie an, sollte man die Ursache herausfinden. Es ist zweifellos natürlich, wenn sich Hunde zu ihren Exkrementen und denen ihrer Nächsten hingezogen fühlen. Dieses kann diverse ethologische Ursachen haben, wenn Hunde ihren Stuhl fressen. Oft ist ein Reinlichkeitsproblem die Wurzel des Übels. Der Hund wird von seinem Besitzer bestraft, weil er sich im Haus oder an einem anderen unangebrachten Ort entleert hat. Die Strafe führt, vor allem wenn sie nicht auf frischer Tat, sondern erst bei Rückkehr des Halters erfolgt, dazu, dass der Hund immer öfter in dessen Abwesenheit kotet und schließlich die Beweise verschwinden lässt, seine Exkremente also auffrisst. Ein anderer Grund ist die Verstärkung von Verhalten des Jungtiers durch den Halter. Stellt er fest, dass das Jungtier seine Exkremente frisst, unterbricht er es schnell und sammelt den Kot ein. Es entsteht also ein Wettbewerb zwischen den beiden, und der Hund nimmt seinen Kot auf, um sicherzustellen, dass ihm seine Exkremente nicht weggenommen werden.

Manchmal verdaut ein Hund seine Nahrung auch schlecht und es verbleiben im Stuhlgang Nahrungsmitteldüfte, die den Hund dazu verleiten, seine Exkremente zu fressen. Es scheint außerdem in industriellen Nahrungsmitteln appetitanregende Aromastoffe zu geben, die unverdaut in die Ausscheidungen gelangen und den Hund anregen, seine oder andere Exkremente zu fressen. Der Halter sollte unangebrachte Ausscheidungen ignorieren, nicht den Hund mit der Nase in seine Exkremente stoßen (was den Hund nicht anwidert) und vor allem nicht vor seinen Augen sauber machen, da er sich dabei in eine gebückte Haltung begeben muss eine Aufforderung zum Spiel.