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Markieren des Territoriums

Markierungsverhalten ist allen Hunden gemeinsam, egal welchen Geschlechts oder Alters. Es ist ein Kommunikationsmittel, das in Abhängigkeit vom sozialen Status des Hundes stark variiert. Die Entwicklung von Kommunikationssystemen ist eine absolute Notwendigkeit, besonders bei sozialen Wesen wie dem Haushund. Vor allem Urin und Kot werden zur Markierung benutzt. Sie sind gleichzeitig visuelle und olfaktorische Markierungen.

Die Kommunikation über den Geruchssinn benutzt chemische Botenstoffe, die Pheromone genannt werden. Sie sind als Hormone definiert, die Informationen zwischen den Individuen einer Spezies übermitteln. Sie lösen beim Empfänger-Individuum ein bestimmtes Verhalten oder eine physiologische Reaktion aus. Diese Stoffe werden von den Drüsen in den Analbeuteln, im Dammbereich, im Gesichtsbereich, in den Zwischenräumen zwischen den Zehenballen sowie der suprakaudalen Drüse oberhalb der Rute abgesondert. Man findet diese Pheromone außerdem im Speichel, im Kot und vor allem im Urin. Die Freisetzung dieser Pheromone - vor allem jener in Urin und Kot - stehen in sozialem Kontext mit dem Geschlechts- und Territorialverhalten. Sie dienen der Kommunikation und dem Austausch von Informationen. Pheromone, die mit der Territorialverteidigung zu tun haben, stammen ausschließlich aus Kot und Urin. Sie werden in der Drohphase der territorialen Aggression freigesetzt. Der Hund scharrt mit den Vorderpfoten auf dem Boden und uriniert auf diese Stelle, wobei er ein Hinterbein anhebt. Wittert ein Rangniedrigerer das Urindepot eines Ranghöheren, verspürt er das Bedürfnis, Unterwerfungssignale zu setzen und auf den Boden zu urinieren. Die im Urin freigesetzten Pheromone transportieren anscheinend Informationen über die hierarchische Stellung. Bei Konflikten zwischen Mensch und Hund findet man Verstöße gegen die Reinlichkeit, die oftmals nichts anderes sind als ein hierarchisches Wasserlassen. Hunde urinieren an Stellen von strategischer und sozialer Bedeutung (Tischbein, Bett, Eingangstür, Flur usw.). Bestimmte Hunde koten sogar ins Bett oder auf die Armlehne, das heißt immer an sehr sichtbaren Stellen. Dabei ist der Kot stets schön ausgeformt.