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Die Geburt des Hundes

 

Ein besonders Ereignis in drei Phasen

Der Hund ist von Natur aus gut auf eine Geburt vorbereitet ist. Aber welche Anzeichen deuten auf den Beginn der Geburt hin? Drei Geburtsphasen gilt es zu unterscheiden:

Eröffnungsphase der Geburt eines Hundes:

Sie dauert im Schnitt 6 bis 12 Stunden. Im Wesentlichen bereitet sich die Hündin in dieser Phase auf die Geburt vor und es kommt zur Eröffnung und Weitung des Geburtskanals. Die ersten, von außen nicht sichtbaren Wehen setzen ein. Als Anzeichen einer Hundegeburt  fressen viele Tier unmittelbar vor der Geburt schlecht, kratzen auf dem Boden, widmen sich ausgiebig dem Nestbau, sind unruhig und können erbrechen.

Austreibungsphase der Geburt eines Hundes:

Durch die Eröffnungswehen werden die Welpen allmählich in Richtung der Scheide gepresst. Sobald der erste Welpe in den Geburtskanal eintritt, wird die sogenannte Bauchpresse ausgelöst. Es handelt sich um - von außen sichtbare - Kontraktionen (= Zusammenziehen) der Bauchmuskulatur, die die Wehen unterstützen und den Welpen in Richtung Scheidenausgang drücken. Der Hundewelpe ist während der Trächtigkeit von zwei Fruchtblasen umgeben: der äußeren Allantoisblase und dem inneren Amnion. Die Allantoisblase platzt meistens, bevor der Welpe in den weichen Geburtsweg eintritt. Die darin befindliche Flüssigkeit tritt als sogenanntes Fruchtwasser aus. Geboren wird der Welpe in der bläulich schimmernden Amnionhülle. Sie wird in der Regel von der Hündin geöffnet und zunächst am Kopf und dann am restlichen Körper entfernt. Nachdem der Welpe geboren ist, beleckt die Hündin ihn intensiv, um seinen Kreislauf zu stimulieren. Noch vorhandene Fruchthüllen werden von der Hündin entfernt und schließlich die Nabelschnur durchtrennt. 

Nachgeburtsphase des Hundes:

Die Plazenta (Mutterkuchen) folgt dem Welpen zumeist innerhalb von 15 Minuten nach seiner Geburt und wird von der Hündin aufgefressen. Der Abstand zwischen der Geburt der einzelnen Welpen beträgt im Durchschnitt 20 - 30 Minuten, kann aber auch wesentlich länger sein. Austreibungsintervalle von 2 (bis 3) Stunden sind noch als normal anzusehen, wenn die Hündin in dieser Zeit keine verstärkte Wehentätigkeit zeigt.

 

   Wie gefährlich ist die Geburt für den Hund?

In der überwiegenden Zahl der Fälle verläuft die Geburt ganz ohne Komplikationen. Auch erstgebärende Hündinnen kommen in der Regel gut alleine zurecht. Ein vorschnelles Eingreifen sollte man deshalb unbedingt vermeiden, aber den Verlauf beobachten.

 

   Wie lang dauert eine Hundegeburt?

Im Durchschnitt benötigt die Hündin für die Geburt der Welpen 4 - 8 Stunden. Einflussfaktoren sind die Anzahl der Welpen, die Rasse sowie der Umstand, ob die Hündin schon einmal Welpen hatte oder ob es sich um eine Erstgebärende handelt.