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Kalorientabelle beliebter Leckerlis für Hunde

"Kleine Extras“ dürfen sein – aber mit Köpfchen

Es fällt Ihnen schwer, auf Leckerchen und kleine Extras zwischendurch zu verzichten? Das ist nur verständlich, und ein kompletter Verzicht muss nicht in jedem Fall sein. Achten Sie aber auf den Energiegehalt! Dieser muss in jedem Fall vom Tagesbedarf an Energie abgezogen werden.

So vermeiden Sie Übergewicht bei Ihrem Hund

Die untenstehende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die beliebtesten Snacks, ihren Kaloriengehalt und den prozentualen Anteil am Tagesbedarf eines 25 kg schweren Hundes.

Ernährung und Fütterung

"Proteine, Fette, Kohlehydrate, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente?"

Jeder im Futter enthaltene Nährstoff hat seine eigene Aufgabe. Ein Überschuss ist, ebenso wie ein Mangel, für die Gesundheit des Hundes schädlich, deshalb sollte man die Art und die Menge der vom Hund benötigten Nährstoffe kennen. Der Bedarf des Hundes unterscheidet sich von dem des Menschen. Entgegen leider noch immer verbreiteter Vorstellungen benötigt der Hund vom biologischen Standpunkt aus keine Abwechslung in seinem Futter. Er verfügt über wenig Geschmackssinn, jedoch über einen sehr ausgeprägten Geruchssinn, mit dessen Hilfe er sein Futter aussucht. Dies bedeutet, dass Futtermittel, welche mit Aufschriften wie "mit Lamm", "mit Huhn" oder ähnlichem werben, vielleicht den Halter oder die Halterin in Sicherheit wiegen, jedoch unter Umständen keinesfalls die Ernährungsbedürfnisse des Hundes befriedigen. Ohne es zu wollen, wird auch selbst zubereitetes Futter falsch zusammengestellt, und dies kann die Ursache oft schwerer Erkrankungen sein. Zuerst wird ein Ernährungswissenschaftler auf die besonderen Bedürfnisse des Hundes eingehen (Säugen, Trächtigkeit, Wachstum, Pflege, Alter, Sterilisation und Kastration) und über Nährstoffe und ihre biologischen Aufgaben, ihre Verdaulichkeit, ihren Nährwert, Vorbeugung und Anpassung an die verschiedenen Verhältnisse der Größe zum Gewicht sprechen und weniger über Inhaltsstoffe (Huhn, Lamm, Fisch, Leber, usw.). Manche Erkrankungen, die behandelt oder besser noch durch Vorbeugung vermieden werden sollten, sind typisch für eine bestimmte Ernährungsweise. Doch das beste Futter der Welt nutzt nichts, wenn es nicht gefressen wird, deshalb muss es auch dem Fresstrieb genüge tun. Die heutige Fertignahrung, insbesondere hochwertiges Trockenfutter ("ausgewogene" Zusammensetzungen) erfüllen diese verschiedenen Ansprüche.

Die Grundlagen der Hundeernährung

Der Hund ist kein Mensch und es ist nicht gut für ihn, dieselben Speisen zu erhalten. Proteine, auch Eiweiße genannt (Fleischerzeugnisse, Fisch, Eier), Ballaststoffe (grünes Gemüse), Fette (tierische und pflanzliche), Mineralstoffe und Vitamine müssen im Futter enthalten sein, doch ihr Verhältnis zueinander hängt ab von:

• Der Größe des Hundes: Kann man einen 2 kg schweren Chihuahua genauso ernähren wie eine 80 kg schweren Bernhardiner ?

• Körperlichen Faktoren: Der Bedarf wird auch bestimmt von Wachstum, Trächtigkeit, Säugen, Bewegung und Alter.

• Dem Gesundheitszustand: Die medikamentöse Behandlung von Krankheiten wird heute oft durch eine Diät unterstützt.

Ob man Fertigprodukte (Dosen- oder Trockenfutter) kauft oder das Futter für seinen Hund selbst zubereitet, man sollte bei der Auswahl der Produkte oder der Zusammenstellung der Nahrung sehr sorgfältig vorgehen. Entgegen falscher Vorstellungen sollte man häufige Veränderungen in der Fütterung vermeiden, denn die Darmflora des Hundes ist empfindlicher als die des Menschen und ihr Gleichgewicht kann leicht gestört werden. Die Hundeernährung sollte den Bedarf decken, Mängel und Überversorgung vermeiden, um die Gesundheit des Hundes zu erhalten - sein ganzes Leben lang!

Dank tierärztlicher und wissenschaftlicher Forschung gehen wir heute über das traditionelle Konzept der Ernährung hinaus, welches Aufbau und Pflege des Organismus und seine Energieversorgung beinhaltet, und beziehen auch die Vorsorgemaßnahmen mit ein. Es geht uns um Ernährung und Gesundheit.

Drei Ziele sind wichtig bei der Ernährung:

  1. Aufbau und Pflege, die Aufgabe der Proteine, der Mineralstoffe und Spurenelemente und der Vitamine.
  2. Energielieferung, die Aufgabe der Fette und der Kohlehydrate
  3. Ernähren heißt auch vorbeugen: durch die gezielte Anwendung fortgeschrittener Erkenntnisse bezüglich bestimmter Nährstoffe im Futter. Diese spielen eine Rolle bei der Vorbeugung von beispielsweise Nieren- oder Knochenbeschwerden, Verdauungsstörungen und altersbedingten Gebrechen.

Der Mensch ist verantwortlich für die Domestizierung des Hundes und somit verpflichtet, ihn nach seinen wahren, artgerechten Bedürfnissen zu ernähren und nicht nach vermenschlichten Gesichtspunkten.

Dies ist die erste Regel für einen respektvollen Umgang mit dem Tier.

Fünfzig essentielle Nährstoffe mit wichtigen Eigenschaften

Ganz wie der Mensch ist auch der Hund ein Lebewesen, das aus vielen Millionen Zellen aufgebaut ist. Jede einzelne davon stellt eine winzige Energiefabrik dar, die dem Hund die Kraft zum Leben liefert. Das Leben ist ohne diese Energiefabriken undenkbar. Um Wärme und Energie herstellen zu können, benötigen die Zellen ständig Kraftstoff (die Nahrungsmittel) und einen Stoff, der die Verbrennung bewirkt (Sauerstoff). Auf diese Weise wird die Körpertemperatur konstant gehalten und der Organismus kann sich aufbauen, entwickeln und leben und sich dabei immer wieder erneuern.

Um seinen Hund richtig zu füttern, ist es wichtig, über die Rolle der Ernährung gut unterrichtet zu sein; eine Rolle, die durch eine Reihe von Wechselbeziehungen zwischen dem Lebewesen und seiner Umgebung bestimmt wird und die ihm die Aufnahme von Fremdstoffen und die Produktion seiner Lebensenergie ermöglicht.

Aufgaben der Nährstoffe
Ein Nährstoff ist ein einfacher Bestandteil der Nahrung und sollte bei der Zusammensetzung des Hundefutters in dem Verhältnis zugegeben werden, das der Gesundheit förderlich ist. So sollte der Hund täglich 50 essentielle Nährstoffe erhalten, die jeweils eine ganz bestimmte Aufgabe haben und die vom Stoffwechsel nicht selbst aufgebaut werden können.

Wasser
Es scheint überflüssig, das Wasser als Nahrungsbestandteil zu erwähnen. Doch man sollte sich klarmachen, dass wir zwar wochenlang ohne Essen aber nicht länger als drei Tage ohne Wasser auskommen können. Ein Hund besteht zu zwei Dritteln aus Wasser, und alle Gewebe enthalten es; Muskelgewebe besteht zum Beispiel zu 80% aus Wasser!

Der Hund kann alle seine Fette und die Hälfte seiner Proteine verbrauchen und bleibt doch am Leben, doch der Verlust von nur 10% seines Wassergehaltes würde seinen Tod bedeuten. Die Aufgaben des Wassers sind so zahlreich und so wichtig, dass es für den Hund, wie auch für jedes andere Lebewesen der wichtigste Stoff überhaupt ist. Der Bedarf des Hundes entspricht in etwa 60 ml pro Kilogramm seines Körpergewichtes (mit teils sehr starken Schwankungen nach oben, zum Beispiel durch hohe Außentemperaturen, Bewegung, Trächtigkeit und Säugen).

Proteine 
Die Proteine haben auch einen Brennwert, doch in erster Linie dienen sie dem Gewebeaufbau; sie ermöglichen die Bildung von Knochen, Muskeln, Nervenzellen usw., kurz, alles was der Hund zu seiner Existenz benötigt. Ein Protein ist ein aus sogenannten Aminosäuren aufgebautes Molekül und ähnelt einem Zug mit Waggons (entbehrliche Aminosäuren) und Triebwagen (unentbehrliche Aminosäuren). So gibt es Unterschiede bei den einzelnen Proteinen bezüglich ihres Wertes und insbesondere kann man so für die Verdauung "gute" Proteine (rotes oder helles Fleisch, Fisch, Ei u.a.) und "minderwertige" Proteine (Bänder, Sehnenhäute) unterscheiden. Letztere werden schlecht verdaut und finden sich in den Ausscheidungen wieder. Es ist jedoch nicht immer gesagt, dass ein gut verdautes Protein (d.h. vom Körper in Form von Aminosäuren aufgenommen) auch gut nutzbar, d.h. in den Stoffwechsel des Organismus überführbar, ist. Dem Protein können bestimmte essentielle (unentbehrliche) Aminosäuren fehlen, ohne die der Hund seine eigenen Proteine nicht aufbauen kann. Wir sprechen hier vom "biologischen Wert" eines Proteins. Die essentiellen Aminosäuren können mit verschiedenfarbigen Stoffstreifen verglichen werden, nehmen wir beispielsweise die Farben rot, blau und weiß. Wenn wir von jeder Farbe einen ausreichenden Vorrat haben, können wir dreifarbige Flaggen herstellen, doch sobald eine einzige der Farben fehlt, ist dies nicht mehr möglich. Auf die Proteine bezogen, heißt das, dass ihr Aufbau (Synthese) abbricht und die restlichen Aminosäuren für den Organismus unverwertbar werden.

Wir halten also fest, dass das Gleichgewicht der essentiellen Aminosäuren zählt und ein hoher Proteingehalt nicht automatisch gute Qualität bedeutet. Es ist vielmehr wichtig, die genaue Zusammensetzung der Proteine in einem Nahrungsmittel zu kennen.

Schließlich ist im Futter das Verhältnis der Energie ("Kalorien") zu den Proteinen von Bedeutung, da jeder Mangel an Energie dazu führt, dass der Körper seine eigenen Proteine verbrennt, anstatt sie für seinen Aufbau zu verwenden.

Die Herkunft der Nährstoffe

Fette: nicht nur Energielieferanten

Die Hauptaufgabe der Lebensmittelfette ist die Energielieferung. Hunde mögen ihren Geruch und Geschmack und verdauen sie sehr gut, viel besser als Menschen. Wenn die Fettration nicht beschränkt wird, fressen sie mehr als ihnen gut tut. Auch wenn der Fresstrieb des Hundes durch Fette angeregt wird, sollte das Ernährungsgleichgewicht darunter nicht leiden. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist die Hälfte der Hunde fettleibig (die Fettleibigkeit beim Hund wird definiert als 20% Übergewicht und mehr) und in Eurpoa sind dies immerhin schon 25 bis 30%. Chemisch gesehen sind die Nahrungsfette Ester aus mehr oder weniger langkettigen, mehr oder weniger gesättigten Fettsäuren und Glycerin. Der Energiegehalt eines Nahrungsmittels wird in etwa von seinem Fettanteil bestimmt. Der Austausch von Kohlehydraten durch Proteine bewirkt beim Hund praktisch keine Änderung der Energieaufnahme, wenn man jedoch nur ein Prozent der Nahrung durch Fett ersetzt, wird sich das durch 50 zusätzliche Kilokalorien pro Kilogramm Futter bemerkbar machen. Eine Erhöhung des Fettgehaltes und somit der Energiezufuhr hat erhöhte Schmackhaftigkeit zur Folge. Es ist also leicht, durch Zugabe von mehr Fett das Futter beim Hund beliebter zu machen, das gilt für industriell hergestellte Produkte sowohl als auch für "Hausmannskost". Um zu vermeiden, dass der Hund zuviel zu sich nimmt, muss man die Portionsmengen strengstens einhalten.

Obwohl Hunde große Fettmengen im Futter sehr gut vertragen, sollten sie Hunden mit erhöhtem Energiebedarf, beispielsweise Tieren mit viel Bewegung oder säugenden Hündinnen, vorbehalten sein.
Fette haben, je nach ihrer Herkunft, eine unterschiedliche Zusammensetzung an Fettsäuren und besitzen dadurch verschieden gute Nähreigenschaften. Fettsäuren haben nämlich verschiedene Aufgaben:

  • Zunächst einmal die unspezifische (allgemeine) Aufgabe der Energielieferung. Alle Fettsäuren tragen hierzu bei, und die sogenannten gesättigten Talgfette (Fette der Wiederkäuer) oder Schweineschmalz dienen ausschließlich der Energiegewinnung.
  • Die spezifischen (besonderen) Aufgaben betreffen sowohl strukturelle, wie die bei der Zusammensetzung aller Zellmembranen, als auch funktionelle Aufgaben. Fettsäuren sind nämlich Vorstufen von Zellmediatoren (hormonähnliche Wirkstoffe) und Hormonen.

Für diese letztgenannten Aufgaben sind vielfach ungesättigte Fettsäuren verantwortlich, die man auch als "essentiell" bezeichnet, denn der Hund kann sie nicht selbst aufbauen und muss sie deshalb mit der Nahrung aufnehmen. Man unterscheidet zwei Gruppen von essentiellen Fettsäuren (auch essentielle mehrfach ungesättigte Fettsäuren genannt), mit denen man sich trotz ihrer komplizierten Namen vertraut machen sollte:

  • Die Gruppe der "Omega 6" ist von Natur aus mehr in Pflanzenölen als in tierischen Fetten enthalten, mit Ausnahme von Geflügelfett. Ein Mangel führt zum Austrocknen der Haut mit Schuppenbildung, stumpfem Fell und Alopezie (Haarausfall). Diese Nährstoffe gehören zu den wichtigsten, um ein schönes Fell zu erhalten.
  • Die Gruppe der "Omega 3" ist hauptsächlich in Fischfett enthalten und ist wichtig für die Erhaltung der Zellmembranen und die Abläufe im Nerven- und Immunsystem. Heute werden diese Fettsäuren auch wegen ihrer entzündungshem menden Wirkungen geschätzt (viele Fälle von juckenden Hautkrankheiten werden damit behandelt). Sie verbessern auch den Transport von Sauerstoff in die Zellen und die Verformbarkeit der roten Blutkörperchen, was bei Sporthunden und bei alten Tieren besonders interessant ist.

In jedem Fall sind Fette sehr empfindliche Lebensmittel und können rasch verderben. Bei ranzigem Fett wird der Hund zunächst sein. Futter weniger gern annehmen und vor allem wird er anschließend Anzeichen von Unwohlsein zeigen: Verdauungsprobleme, Störungen der Bauchspeicheldrüsen- und Leberfunktionen, usw... Um dem Ranzigwerden vorzubeugen, müssen die Nahrungsfette in Fertigprodukten mit Andioxidationsmitteln versetzt werden; bei hausgemachtem Futter sollte auf die Verwendung schon erhitzten Fettes verzichtet werden.

Kohlehydrate

Tierische Produkte enthalten fast keine Kohlehydrate, daher sind diese Nährstoffe fast ausschließlich pflanzlicher Herkunft. Die Grundbausteine der Kohlehydrate sind sogenannte Einfachzucker, meist Glukose (Traubenzucker), aus denen Stärke und Zellulose aufgebaut sind. Pektine und Gummis (Geliermittel) sind Kohlehydrate, deren komplizierte Moleküle aus Uronsäuren, welche aus einer Oxidation der Einfachzucker hervorgehen, aufgebaut sind. Einige dieser Kohlehydrate können vom Organismus des Hundes verdaut und aufgenommen werden (Stärke und Zucker). Die unverdaulichen Kohlehydrate (auch Ballaststoffe oder Zellulose genannt) bilden den Ballast und wirken regulierend und anregend auf die Darmtätigkeit. Der Stoffwechsel des Hundes benötigt, wie der aller Tiere, Traubenzucker (Glukose), eine bevorzugte Energiequelle für bestimmte Organe, beispielsweise das Gehirn, und auch ein unverzichtbarer Grundstoff für die Synthese (Aufbau) zahlreicher Moleküle. Allerdings besitzen Hunde wie auch einige wenige andere Tierarten eine nützliche Eigenschaft: Sie können ihren Zuckerspiegel im Blut ohne jegliche Zufuhr von Kohlehydraten mit der Nahrung aufrechterhalten. Hunde können Glukose nämlich aus bestimmten, in den Proteinen enthaltenen Aminosäuren aufbauen. Sie können also keinen Zuckermangel entwickeln.

  • Verdauliche Kohlehydrate: Laktose (Milchzucker) ist ziemlich wichtig für den Welpen. Die Milch von Hündinnen enthält nur halb soviel Laktose wie Kuhmilch. Der Welpe nutzt diesen Zucker zwar, aber die verdauten Mengen sind recht begrenzt und ein Überschuss an Laktose wird stets Darmbeschwerden zur Folge haben. Bei Ersatzmilch muss diese Besonderheit unbedingt beachtet und der Laktosegehalt entsprechend vermindert werden. Erwachsene Hunde verdauen Laktose noch schlechter und können vom Milchtrinken Durchfall bekommen.
  • Stärke ist ein Komplex aus vielen miteinander verbundenen Zuckereinheiten, ein sogenanntes Polymer der Glukose, welches je nach der pflanzlichen Herkunft mehr oder weniger verzweigt ist. Die knäuelartig gepackten Stärkekomplexe nennt man Stärkekörnchen. Um diese zu verdauen, benötigt der Hund Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse, die Amylasen. Durch Garen wird die Stärke gelatiniert, wodurch ihre Verdaulichkeit deutlich verbessert wird. Sie ist in Getreide (Weizen, Mais, Reis u.a.) und Kartoffeln enthalten. Stärke liefert also dem Organismus schnell verfügbare Energie unter der Bedingung, dass sie genügend gegart wurde. Reis in selbst zubereitetem Futter sollte "klebrig" sein, sonst wird er schlecht verdaut und kann Durchfall auslösen. Trockenfutter kann auf zwei verschiedene Arten gegart werden: durch Extrusionsgaren (Kroketten) und durch Flockenn (für zusammengesetzte Nahrungsmittel, sogenannte "Dinners"). Hierbei wird die Stärke durch korrektes Garen sehr verdaulich.
  • Ballaststoffe: Der Hund benötigt unbedingt Ballaststoffe, obwohl sie vom Organismus nicht aufgenommen werden. Ballaststoffe sind die Kohlehydrate, die bis zum Ausgang des Dünndarms nicht verdaut wurden: Zellulose, zelluloseartige Stoffe, Lignin, Pektinverbindungen u.a. Diese Fasern regulieren den Weg durch den Darm. Sie verlangsamen die Darmtätigkeit, sobald er zu schnell arbeitet und aktivieren ihn, sobald er träge wird. Da die Darmtätigkeit von Stress und Bewegung des Hundes abhängt, sollte der Anteil an Ballaststoffen im Futter daran angepasst werden. Ballaststoffe dienen auch als Nährboden für die Bakterienflora des Dickdarms und tragen zu seinem Gleichgewicht bei. Deshalb ist auch ein plötzlicher Wechsel bei der Art der Ballaststoffe oft der Grund für ein vorübergehendes Ungleichgewicht, welches zu unkontrollierten Gärungsprozessen, Blähungen und Durchfällen führt. Die Ballaststoffe sind für die Darmgesundheit unverzichtbar, sie weisen jedoch auch einige Nachteile auf. Sie vermindern die Verdaulichkeit der Nahrung und können mittels komplexer Stoffe (sogenannte Phytine) die Aufnahme verschiedener Mineralstoffe verringern. Man kann diesen verdaulichkeitsmindernden Effekt aber auch für die Füttrung wenig aktiver Hunde oder bei der Zubereitung von Diätnahrung für fettleibige Hunde ausnützen. Man versucht so, die Aufnahme im Darm zu vermindern und die Nahrung zu strecken, um die Menge im Napf nicht zu sehr schrumpfen zu lassen. Hierzu werden bestimmte Ballaststoffe ausgewählt, die diesen Zweck so gut wie möglich und ohne zu große Nachteile erfüllen. Es ist nötig, in Hinsicht auf die Verdaulichkeit bestimmte Nährstoffe verstärkt zuzugeben.

Die Frukto-Oligosaccharide oder FOS sind besondere Zucker, die zu der Gruppe der fermentierbaren Ballaststoffe gerechnet werden. Sie werden nicht verdaut, aber im Darm durch die Bakterienflora rasch vergoren. Sie sind die Grundlage der Produktion flüchtiger Fettsäuren (Azetat, Propionat und Butyrat), welche für den Erhalt und das Wachstum der den Dickdarm auskleidenden Zellen notwendig sind.

Die FOS begünstigen eine gesunde Bakterienbesiedlung (Bifidobakterien und Laktobazillen), die bekanntermaßen die Darmgesundheit günstig beeinflussen:

 

  • Hemmung des Wachstums krankheitserregender Bakterien
  • Anregung des Immunsystems
  • günstiger Einfluss auf Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe im Darm
  • Synthese von Vitaminen, die für den Stoffwechsel unverzichtbar sind (z.B. Folsäure).

Ein Überschuss an FOS begünstigt jedoch die Bildung von formlosem bis flüssigem Stuhl. Das liegt an dem fast vollständigen Abbau der FOS im Dickdarm und an ihrer wachstumsfördernden Wirkung auf Bakterien. Um dies zu vermeiden, sollten die FOS zusammen mit anderen faserhaltigen Lebensmitteln verfüttert werden, welche von der Bakterienflora schlechter abgebaut werden, zum Beispiel mit Rote Beete.

Literaturnachweis
REINHART G.A.: Prebiotics in pets nutrition.
7th Annual Congress ESVIM, Lyon 1997, 56-58.

Mineralstoffe: viele Wechselwirkungen

Auf das Gewicht des Hundes bezogen stellen die Mineralstoffe nur einen kleinen Anteil dar, doch jeder ist wichtig und die Zufuhr mit der Nahrung muss sichergestellt sein. Außerdem scheint jeder Mineralstoff auf andere einzuwirken, wenn man die Aufnahme im Darm oder den Stoffwechsel betrachtet. Das bedeutet, dass nicht nur auf die Zufuhr jedes einzelnen dieser Stoffe Rücksicht genommen werden muss, sondern auch beachtet werden sollte, dass ein Ungleichgewicht zwischen ihnen genauso schädlich für den Organismus sein kann, wie ein Mineralstoffmangel.

Bei der Ernährung unterscheiden wir zwei Gruppen von Mineralstoffen:

  • die Mengenelemente, bei denen der durchschnittliche Tagesbedarf für einen Hund in Gramm angegeben werden kann, das sind Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium und Chlor,
  • die Spurenelemente, deren Bedarf in Milligramm pro Tag oder weniger beziffert wird, und zu denen Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Jod, Selen, Fluor, Kobalt und Molybdän gehören.

Von der Menge her gesehen sind Kalzium und Phosphor die wichtigsten Mineralstoffe und Grundbausteine des Skeletts. Sie haben im Stoffwechsel auch noch andere Aufgaben, Phosphor ist zum Beispiel für den Energietransfer innerhalb der Zelle wichtig. Das Skelett stellt eine riesige Reserve dar, in der sich der Körper bei einer Unterversorgung bedient. Wenn in der Nahrung der Phosphorgehalt nicht ausgewogen ist, kann dies zu bestimmten Erkrankungen der Knochen führen. Auch Magnesium spielt eine Rolle beim Stoffwechsel der Knochen, aber hauptsächlich hat dieses Element mit Kalium zusammen in der Flüssigkeit innerhalb der Zelle seine Aufgaben bei zahlreichen Reaktionen zu erfüllen.

Allgemein sind die Mineralstoffe für das Funktionieren des Organismus unverzichtbar und jedes dieser Elemente ist für eine oder mehrere Aufgaben verantwortlich. Dies gilt sowohl für den Aufbau der roten Blutkörperchen als auch für den Transport des Sauerstoffs, für die Pigmentierung und Erneuerung der Haut, für die Abläufe bei enzymatischen Reaktionen und für die Synthese von Schilddrüsenhormonen u.a.m.

Vitamine: zuviel noch zuwenig

Jeder kennt aus der Gruppe der Nahrungsbestandteile, die zum Leben unverzichtbar sind, die Bezeichnung "Vitamine", die für sehr unterschiedliche Substanzen gebraucht wird. Bei einem völligen oder auch nur teilweisen Mangel an einem dieser Stoffe treten schnell klinische Symptome auf und wenn der Mangel andauert, können schwerwiegende Krankheiten entstehen.
Als Gruppe unterscheiden sich die Vitamine von anderen Nährstoffen durch zwei Eigenschaften:
Der Tagesbedarf eines Hundes für ein Vitamin beläuft sich auf Mengen in der Größenordnung von Milligramm oder sogar Mikrogramm.
Im Gegensatz zu den Spurenelementen wie z.B. Eisen, Jod oder Zink, die ja ebenfalls lebenswichtig sind, sind Vitamine organische Verbindungen.
Vitamine sind entweder fett- oder wasserlöslich und sie sind in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Hunde benötigen insgesamt dreizehn Vitamine, wovon jedes seine spezielle(n) Aufgabe(n) hat. Sie sind verantwortlich für den Erhalt der Haut und der Sehkraft, ein normales Wachstum, eine gute Nutzung der Fette und für die Versorgung der Blutgefässe und des Nervengewebes.
Es ist wichtig zu wissen, dass ein Überschuss bestimmter Vitamine in der Nahrung sehr gefährlich ist (besonders bei den Vitaminen A und D). Vitamine werden in begrenzten Mengen benötigt und können bei Überdosierung regelrecht giftig werden, wie das bei den Vitaminen A und D der Fall ist. Andere jedoch werden selbst bei starkem Überschuss gut vertragen und Vitamin E besitzt sogar in hohen Dosen vorbeugende und regulierende Wirkungen bezüglich der Zellmembranen. Bis heute wurde kein Fall von Hypervitaminose E (Vitamin-E-Vergiftung) bekannt und Überdosierungen in der Nahrung können also nützlich sein.
Schließlich sei daran erinnert, dass Bierhefe eine natürliche und reiche Quelle der Vitamine der B-Gruppe ist. Ihre Verwendung kann sich für die Schönheit des Fells als sehr nützlich erweisen.

Mineralien: Ihre Aufgabe und IhrVorkommen