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Mein Hund frisst nicht!

Die Aussage "Mein Hund frisst nicht" sollten Sie zunächst einmal kritisch überprüfen:

Frisst Ihr Hund gar nicht? Lehnt er nur die ihm angebotene Nahrung ab? Seit wann frisst Ihr Hund nicht mehr? Hat Ihr Hund an Körpergewicht verloren? Ist das Verhalten spontan aufgetreten? Hat Ihr Hund bisher immer sehr zügig und sofort seine Nahrung angenommen und verweigert er jetzt plötzlich die Nahrungsaufnahme? Nimmt er eine Nahrung ein paar Tage an und wird dann zögerlicher im Fressen und sucht sich etwas Neues? Haben Sie einen jungen Hund, der gerade in der Zahnung ist (zwischen drei und fünf Monaten alt)? Ist Ihr Hund mitten in der Pubertät? Versucht er im Alter zwischen acht und zwölf Monaten gerade festzulegen, welche Position er in der Hierarchie der Familie einnimmt? Ist bei Ihnen oder in der Nachbarschaft eine Hündin läufig?

Viele Fragen, die alle zu unterschiedlichen Reaktionen Ihrerseits führen sollten.

 

Wenn die Fressunlust plötzlich auftritt

Öffnen Sie den Fang Ihres Hundes und schauen Sie, ob ein Fremdkörper zwischen den Zähnen steckt oder eine Verletzung an Gaumen oder Zahnfleisch vorliegt. Schauen Sie auch, ob ein Zahn abgebrochen ist und Schmerzen bereitet. Trifft eine dieser Situationen zu, führt Ihr nächster Weg direkt zum Tierarzt. Es handelt sich um einen Notfall.

 

Wenn Ihr Hund die gewohnte Nahrung nicht mehr so gerne frisst

Kann es sein, dass Ihr Hund ganz einfach satt ist? Wenn Sie meinen, dass von der kleinen, täglichen Fütterungsmenge, die Sie Ihrem Hund anbieten, er unmöglich "satt" sein kann, fragen Sie doch einmal alle anderen Familienmitglieder, ob sie nicht doch nebenher noch etwas zufüttern. Dies könnte der Grund für den fehlenden Appetit Ihres Hundes sein.

In jedem Fall müssen Sie sich bei einer Fressunlust keine Sorgen machen,wenn der Hund ansonsten sein normales Verhalten zeigt. Er sollte munter sein und nicht apathisch, sich gern bewegen und nicht still in einer Ecke liegen. In diesem Fall beachten Sie die Fressunlust Ihres Hundes gar nicht.

 

Wenn Ihr Hund in der Zahnung ist

Der Wechsel vom Milchzahngebiss zu den bleibenden Zähnen vollzieht sich bei manchen Hunden völlig unbemerkt.Manchmal jedoch bereitet er Schmerzen oder ist zumindest für die Hunde unangenehm.Dann kann es sein,dass die Aufnahme der Nahrung nicht mehr mit derselben Freude geschieht, wie Sie es gewohnt sind. Dazu kommt, dass der Zahnwechsel in den meisten Fällen in die Phase fällt, in dem der Wachstumshöhepunkt der Hunde erreicht ist. Der Nährstoffbedarf steigt nicht mehr stetig an.Versuchen Sie, auch dieses Verhalten nicht weiter zu beachten. Bieten Sie dem Hund zu den gewohnten Zeiten seine Nahrung an.

 

Wenn Ihr Hund zwischen acht und zwölf Monaten alt ist

Sie glauben gar nicht, wie wichtig es für Ihren Hund ist, eine möglichst hohe Stellung in der Hierarchie Ihrer Familie einzunehmen. Ein Hund ist ein Rudeltier und teilt seine Welt nach seinen Kriterien ein, und dazu gehört nun einmal eine klare Hierarchie mit dem Boss an der Spitze. Und der Boss, das sollten Sie sein. Im Alter zwischen acht und zwölf Monaten versucht Ihr Hund so weit wie möglich an die Spitze in der Familienhierarchie zu kommen. Er wird auch immer wieder einmal antesten, Ihre Position einzunehmen. Dies geht am Fressnapf ganz besonders gut. Und eine Nahrungsverweigerung, auf die Sie dann vielleicht auch prompt mit Beachtung reagieren, ist für einen Hund ein probates Mittel, um Sie "in den Griff zu bekommen".

 

Zeigen Sie Ihrem Hund ganz subtil, dass Sie derjenige sind, der in Ihrer Familie das Sagen hat:

Lassen Sie Ihren Hund vor dem Fressen sitzen.Lassen Sie ihn warten, während Sie den Napf füllen.Gestatten Sie Ihrem Hund nicht, sofort zu kommen,wenn Sie den Napf abstellen.Ihr Hund soll warten bis der Napf steht,auch dann noch sitzen bleiben und erst auf Ihre Aufforderung hin "geh fressen" darf er sich dem Napf nähern und anfangen zu fressen.

 

Hinweis: Einen umfangreichen Überblick über Nährstoffe und wichtige Nahrungsbestandteile für Ihren Hund finden sie auf unserer Seite was-braucht-mein-tier.de