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Die Körperregionen des Hundes

Der Körper des Hundes wird in Regionen eingeteilt. Jede Region entspricht genau einem anatomischen Sektor. So ergeben sich 52 Regionen, anhand derer ein Zuchteignungsprüfer oder ein Ausstellungsrichter das ihm präsentierte Tier bewerten und dem Halter seine Bewertung erklären kann.

Kopf

1. Stirnregion
2. Scheitelbeinregion
3. Schläfenregion
4. Ohrregion
5. Jochbeinregion
6. Augenregion
7. Intraorbitalregion
8. Nasenregion
9. Backenregion
10.Backenmuskelregion 

Hals

11. Kehlkopfregion
12. Ohrspeicheldrüsen region
13. Halsrückenregion
14. Halsseitenregion
15. Halsunterseitenregion (Luftröhrenregion)
16. Vorschulter

Brustkorb

17 Zwischenschulterregion
18. Rückenregion
19. Lendenregion
20. Schulterregion
21. Prästernalregion
22. Brustbeinregion
23. Rippenregion
24. Hypochondrium

Bauch

25. Schwertfortsatzregion
26. Flankenregion
27. Nabelregion
28. Unterbauchregion
29. Leistenregion
30. Präputium 

Becken

31. Sakralregion
32. Steißbeinregion oder Schwanzregion
33. Gluteus
34. Hüfthöcker
35. Sitzbeinhöcker 

Schultergliedmaße

36. Schultergelenkregion
37. Armregion
38. Bizepsregion
39. Ellenbogenregion
40. Vorderarmregion
41. Vorderfußwurzelregion
42. Vordermittelfußregion
43. Vordermittelfuß-Zehenregion
44. Krallenregion 

Beckengliedmaße

45. Hüftgelenksregion
46. Oberschenkelregion
47. Knieregion
48. Kniekehlenregion
49. Unterschenkelregion
50. Hinterfußwurzelregion
51. Hintermittelfußregion
52. Hintermittelfuß-Zehen-Region

Rückenlinie, Brustkorb & Bauchraum

  • Zur Rückenlinie gehören der eigentliche Rücken und die Lende. Bei den Hunden mit mittlerer Linienführung ist sie in etwa horizontal, bei Jungtieren hohl (Senkrücken) und bei gestreckt stehenden Hunden ansteigend. Der Rücken hat ein geradliniges oder horizontales Profil und kann nach hinten leicht abfallen; bei Hunden mit langer Linienführung ist er gewölbt. Die Lende ist die Verlängerung des Rückens und ist oft ein wenig breiter als dieser. Die Kruppe befindet sich in derselben Linie wie die Lende. Sie ist schräg und mehr oder weniger gerundet; von oben gesehen ist sie jedoch gerade. Sie endet am Rutenansatz.
  • Der Brustkorb umfasst die Unterbrust, einen stark konvexen Bereich, der von 13 Rippen gebildet wird. Lang heißt die Brust, wenn sie (von der Schulterspitze bis zur letzten Rippe) zwei Drittel der Gesamtlänge des Hundes ausmacht.
  • Das Brustbein bildet einen Kreisbogen mit großem Radius (Brustbeinbogen). In dieser Region befindet sich die Herzgegend, die bei Gebrauchshunden recht groß sein muss, da diese erheblichen Belastungen ausgesetzt werden.
  • Der Bauchraum besteht aus einem Hohlraum hinter dem Zwerchfell. Er umschließt verschiedene Organe, die für die Lebensfunktionen wichtig sind (Urogenitaltrakt, Milz, Verdauungsapparat). Die Flanke ist eine leicht konkave Region, die je nach Größe des Hundes unterschiedlich lang sein kann. Die Ausläufer der Flanke lassen sich leicht mit dem Bauch verwechseln und sind beim Hund schwer zu sehen. An der Unterseite des Bauches befindet sich bei der Hündin das Gesäuge, beim Rüden findet sich hier im hinteren Teil die Präputialtasche.

Der Kopf kann rund (Cavalier King Charles Spaniel), länglich (Windhund) oder viereckig sein. Er spielt eine wichtige Rolle beim Halten des Gleichgewichts. Rassen mit länglicher Kopfform haben auch eine eher spitze Nase, Rassen mit eckigem Kopf haben kurze, muskulöse Kiefer (das trifft vor allem auf die Rassen zu, die usprünglich für den Kampf gezüchtet wurden).

Auf dem Kopf unterscheidet man zwei große Bereiche: hinten die Schädelkapsel, die das Gehirn schützt, und vorne das Gesicht mit den Nasenhöhlen. Die Mitte des Kopfes ist der mittlere Bereich über den Augenhöhlen. Anhand der unterschiedlichen Relationen zwischen Schädelkapsel und Gesicht unterscheidet man den Dolichocephalus (lange Schnauze), den Brachycephalus (kurze, eingedrückte Schnauze) und den Mesoticephalus (Zwischenformen).

  • Der Kopf umfasst auch andere, weniger eindeutig definierte Bereiche. Die Schläfen befinden sich seitlich hinter den Augen und werden unten von den Jochbögen begrenzt, die an das Schädeldach anschließen und die Morphologie des Kopfes entscheidend mitbestimmen. Der Bereich der Ohrspeicheldrüse befindet sich unter den Ohren, hinter der Kaumuskelregion. Diese wiederum liegt hinter der Backe, die beim Hund wegen der großen Öffnung des Mauls nur sehr klein ist. Der Nacken springt hinten im Halsbereich etwas vor, und die Kehle kann Hautfalten tragen, die so genannte Wamme.

Die Schädel-Stirnregionkann gerundet (Beagle, Cocker), konvex (Boxer), flach (Dalmatiner), oval (Pudel) oder breit sein (Rottweiler). Der Fang (Stirnabsatz zwischen Schädel und Nasenbein), durch die Verwinkelung bzw. Einbuchtung von Nasenbein und Stirn. Bei Hunden mit konkaver oder kurzer Linienführung ist der Stop ausgeprägt (Bulldogge), bei Hunden mit konvexer oder langer Linienführung mäßig entwickelt (Windhund), bei Hunden mit gerader oder mittlerer Linienführung abgesetzt.','Stop');">Stop oder Stirnabsatz reicht vom Stirnbereich bis zum oberen Teil des Nasenrückens. Dieser ist von der Seite aus gut zu sehen und kann mehr oder weniger betont sein: von 90° (Kurzschädel) bis 180° (Langschädel). Beim Windhund ist er nahezu gar nicht vorhanden.

Die Schnauze (Fang) bzw. das Vorgesicht enthält die Nasenhöhlen, die bei den Vorstehhunden (z. B. Setter) recht groß sind, bei einer Bulldogge mit ihrer eingedrückten Schnauze dagegen viel kleiner. Eine vollkommene Abflachung des Gesichts (Pekinese) führt zu Anomalien bei der Ausrichtung der Kiefer untereinander (Rückbiss, Zahnfehlstellungen) und zu Atembeschwerden.

Der Nasenspiegel weist zwei Nasenlöcher auf, die deutlich offen sein müssen, sowie einen Mittelsteg. Die Nase eines gesunden Hundes ist weich, feucht und kalt.

Die Lefzen dürfen nicht schlaff und müssen symmetrisch sein. Sie sind stark pigmentiert und von Haaren bedeckt; außerdem befinden sich hier die Tasthaare (dicke Haare mit Tastrezeptoren an der Basis). Das Innere ist mehr oder weniger rosa (blau beim Chow-Chow).

Die Ohren können verschiedene Formen und Längen haben, auch ihre Haltung und der Ansatz am Kopf variieren. Sie können spitz (Belgischer Schäferhund), vollkommen rund (Bulldogge), mehr oder weniger dünn und teilweise lang behaart sein (Cocker Spaniel). Sie spielen eine fundamentale Rolle beim Hörvorgang: Aufgestellte Ohren erfassen die Schallwellen besser. Spürhunde haben oft Hängeohren, weil das Innere des Ohres auf diese Weise besser gegen die Vegetation geschützt ist und keine Fremdkörper in den Gehörgang gelangen können. Terrier dagegen haben kurze Ohren, die sie beim Eindringen in einen Bau nicht behindern. Ohren können kupiert werden, was in vielen Ländern (mit Ausnahme Deutschlands und Großbritanniens) noch durchgeführt wird. In zahlreichen Ländern arbeitet man jedoch darauf hin, das Ohrenkupieren abzuschaffen.

Kopf

1.   Nasenspiegel 
2.   Nasenlöcher
3.   Nasenrücken oder Vorgesicht
4.   Stop oder Stirnabsatz
5.   Auge und Augenregion
6.   Stirn, Stirnregion
7.   Scheitelbeinregion (Hirnschädel)
8.   Ohr(Muschel)
9.   Ohr
10. Schläfe oder Schläfenregion
11. Ohrspeicheldrüsenregion
12. Hals
13. Kehle
14. Backenmuskelregion
15. Maulwinkel
16. Oberlippe

Der Abstand zwischen den Augen ist je nach Rasse sehr unterschiedlich. Durch den großen Augenabstand wird das Gesichtsfeld des Hundes zur Seite erweitert. Die Augäpfel liegen mehr oder weniger tief in den Höhlen (beim Mops sind sie kugelförmig). Die Form kann rund sein wie beim Pointer oder eher mandelförmig (Rehaugen) wie bei den Schäferhunden und den nordischen Hunden. Der Ausdruck hängt wesentlich vom Blick ab; dieser muss Lebhaftigkeit, Offenheit und Sanftheit zeigen.

Der Hund hat zwei gut sichtbare Lider, das Oberlid und das Unterlid. Sie müssen dünn sein, auseinander liegen, gut pigmentiert und am Rand mit Wimpern besetzt sein. Der äußere Teil besteht aus einer mit Fell bedeckten Haut, der innere Teil, die Bindehaut, wird von einer rosigen Schleimhaut gebildet. Unter dem Oberlid befindet sich die Tränendrüse; sie produziert die Tränenflüssigkeit, mit der die Hornhaut benetzt wird. Im inneren Augenwinkel findet sich ein kleiner Gang, der Tränennasenkanal, der in die Nasenhöhle mündet.

Der Hund besitzt noch ein drittes Lid, die Nickhaut, die zum größten Teil unter dem Unterlid verborgen ist. Sie dient dem Auge als "Scheibenwischer" und entfernt Fremdkörper.

Die Augenfarbe wird von der Pigmentierung der Iris bestimmt. Meist ist eine ausgeprägte Farbe erwünscht, d. h. Schokolade. Beige oder Mausgrau ergibt sich aus Verdünnung von Braun.','Braun');">Braun. Diese Farbe ist auch ein Zeichen für ein gutes organisches Gleichgewicht. Das Schokolade. Beige oder Mausgrau ergibt sich aus Verdünnung von Braun.','Braun');">Braun kann in allen Schattierungen vorkommen, bis hin zu Schwarz. Ein zu helles Auge - Raubvogelauge genannt - ist nicht erwünscht und mindert die Schönheit jedes Hundes.

Die Augenfarbe steht nicht unbedingt in Zusammenhang mit der Fellfarbe. Ein Hund mit einfarbig hellem Fell kann dunkle Augen haben, so z. B. der Samojede, bei dem schwarze Augen verlangt werden. Bei graublauen Hunden wie dem Weimaraner und bei blau gestromtem oder blau geflecktem Fell können die Augen hell sein. Die Farbe kann sich durch im Laufe des Lebens verändern.

Ein Auge mit unterschiedlichen Farben heißt Birkauge; dieses Phänomen wird Heterochromie genannt. Es ist nicht selten, aber unerwünscht, obwohl es beim Sibirian Husky toleriert wird.

Manchmal liegt ein Pigmentierungsfehler der Iris vor, die dann teilweise oder vollständig bläulich erscheint. Dieser Fehler tritt häufig bei Hunden mit dreifarbigem oder geflecktem Fell auf, dabei kann ein Auge oder auch beide betroffen sein. Das Birkauge darf nicht mit der abweichenden Augenfarbe (blau) des Sibirian Husky verwechselt werden. Hunde mit diesem Fehler sollten aus der Zucht genommen werden.

Die Augen können noch weitere Makel aufweisen, z. B. grauen Star (milchiger Glaskörper) oder Entropium (Einstülpung der Lidränder nach innen). Ein Glaukom (grüner Star) entsteht durch eine Erhöhung des Augeninnendrucks ohne Größenzuwachs des Auges, und als Schielen wird ein Konvergenzfehler der Sehachsen bezeichnet.

 

  • Die Hinterläufe sind länger und massiger als die Vorderläufe und haben auch offenere Gelenkwinkel. Die Oberschenkel (Keulen) sind in der Regel fleischig, das Knie bildet die Grenze zwischen Ober- und Unterschenkel. Dieser ist lang und steht schräg. Am Sprunggelenk beginnt die untere Extremität des Laufes: der schräg nach vorn geneigte Mittelfuß, der an der Innenseite manchmal eine Afterkralle aufweist. Die Hinterpfote ist im Allgemeinen etwas kürzer als die Vorderpfote.
  • Die Rute gehört durch Länge, Größe und Haltung zu den besonderen Rassemerkmalen. Sie kann gerollt (Spitz), befedert und lang (Setter) oder kurz sein (Terrier). Hunde, die ohne Rute geboren werden, nennt man schwanzlos, Hunde mit kurzer Rute kurzschwänzig. Man kann die Rute auch nach genau festgelegten Regeln operativ kürzen (kupieren). Die Haltung der Rute kann steif, horizontal oder gekrümmt sein. Das Rutenkupieren unterliegt in den einzelnen Ländern strengen Regeln, in Deutschland ist es generell verboten.

Der Erwachsene Hund hat 42 Zähne, 20 im Oberkiefer und 22 im Unterkiefer. Sie bilden das Gebiss. Mit Zahnung bezeichnet man den Durchbruch der Zähne bei jungen Hunden.

Die Zähne des Hundes sind hart und von knochenähnlichem Aussehen und spielen eine wichtige funktionelle Rolle, da sie zum Ergreifen, Zerreißen und Zerkauen der Nahrung dienen. Hunde sind heterodonte Säugetiere, d. h. die unterschiedlichen Funktionen der Zähne spiegeln sich in ihren unterschiedlichen Formen wieder. Die vorderen Backenzähne oder Lückzähne sind bleibende Zähne, während die Schneidezähne, die Fangzähne und die hinteren Backenzähne ausfallen und ersetzt werden.

Die Zahnformel für einen halben Kiefer lautet: I 3/3; C 1/1; PM 4/4; M 2/3. Diese Formel kann je nach Rasse abweichen (kurzes bzw. langes Gesicht). Die Schneidezähne sind oben größer als unten und werden von der Mitte aus mit I1, I2 und I3 benannt. Die Fangzähne haben eine konische Form, sind beim Welpen jedoch feiner und schlanker. Die Backenzähne und die Lückzähne tragen die Bezeichnungen Prämolaren, Reißzahn und Molaren.

Die Zahnformel bei Welpen lautet I 3/3; C 1/1; M 4/4. Bei der Geburt ist der Welpe zahnlos; ab dem 20. Tag beginnen die Milchzähne durchzubrechen, und zwar in der folgenden Reihenfolge (bei einem mittelgroßen Hund): Fangzähne nach drei Wochen, dann die Lückzähne PM3 und PM4; I1 nach 3 bis 4 Wochen; I2, I3 und PM2 nach 4 bis 6 Wochen. PM1 erscheint etwa im Alter von 4 Monaten und bleibt beim erwachsenen Tier erhalten. Im Alter von 3 bis 5 Monaten werden dann alle Milchzähne ersetzt. Dabei lösen sich die Wurzeln der zuerst durchgebrochenen Zähne auf, sie fallen aus und werden durch die bleibenden ersetzt. Die Backenzähne brechen ebenso wie die bleibenden Schneidezähne und Fangzähne im Alter von 4 bis 5 Monaten durch, die unteren M2 mit 5 Monaten, die oberen M2 und PM mit 5 bis 6 Monaten und die hinteren Backenzähne mit 6 bis 7 Monaten.

Die Zähne können je nach Rasse auch zu anderen Zeitpunkten durchbrechen. Das Gebiss kann verschiedene Anomalien aufweisen. Überzählige Zähne sind selten, während eine zu geringe Anzahl die Zuchtzulassung verhindern kann. Tatsächlich ist das Fehlen bestimmter Backenzähne recht verbreitet. Die funktionelle Bedeutung der Backenzähne nimmt von vorne nach hinten zu, sodass der Lückzahn häufig fehlt. Besonders bei den kleinen Rassen fehlen auch häufig ein oder zwei Schneidezähne.

Die oberen und unteren Zahnbögen sitzen genau aufeinander, und es darf keine Seitwärtsbewegung erkennbar sein. Die oberen Schneidezähne bedecken einen Teil der unteren (Scherengebiss). Im Falle eines Vorbisses ragt der Unterkiefer über den Oberkiefer hinaus hervor, solch ein Hund wird auch Vorbeißer genannt. Wenn dagegen die oberen Schneidezähne vorstehen, liegt ein Rückbiss vor, der Hund wird ein Hinter- oder Rückbeißer genannt. Die Zähne spielen eine gewisse Rolle bei der Altersbestimmung: Die Schneidezähne haben eine dreilappige Krone in Form einer französischen Lilie. Mit dem Alter wird der Schneidezahn abgerieben; dabei nützt sich zuerst der mittlere Hauptlappen ab und anschließend auch die beiden anderen, bis kein Lappen mehr zu erkennen ist. Auf diese Weise lässt sich das Alter anhand einer Zahntafel bestimmen. Natürlich gibt es auch bei den Zähnen Erkrankungen, beispielsweise Zahnstein. Es handelt sich um eine Ansammlung von Kalksalzen des Speichels an der Zahnwurzel. Zahnstein führt zu frei liegenden Zahnhälsen und zu Zahnfleischentzündungen. Gelbe Zähne finden sich bei älteren Hunden und bei Tieren mit schweren Erkrankungen, die mit bestimmten Antibiotika behandelt wurden. Als Folge einiger Krankheiten kann eine Entkalkung der Zähne durch Zahnbeläge auftreten. Karies tritt relativ selten auf, da der Zahnschmelz sehr hart ist. Zahnfisteln bilden sich beim Absterben der Alveolenwand und führen zu Abszessen.

Persistierende (nicht ausfallende) Milchzähne können die Entwicklung der anderen Zähne und ihren Ersatz durch bleibende Zähne behindern.

Die Zahnformel bei Welpen lautet I 3/3; C 1/1; M 4/4. Bei der Geburt ist der Welpe zahnlos; ab dem 20. Tag beginnen die Milchzähne durchzubrechen, und zwar in der folgenden Reihenfolge (bei einem mittelgroßen Hund): Fangzähne nach drei Wochen, dann die Lückzähne PM3 und PM4; I1 nach 3 bis 4 Wochen; I2, I3 und PM2 nach 4 bis 6 Wochen. PM1 erscheint etwa im Alter von 4 Monaten und bleibt beim erwachsenen Tier erhalten. Im Alter von 3 bis 5 Monaten werden dann alle Milchzähne ersetzt. Dabei lösen sich die Wurzeln der zuerst durchgebrochenen Zähne auf, sie fallen aus und werden durch die bleibenden ersetzt. Die Backenzähne brechen ebenso wie die bleibenden Schneidezähne und Fangzähne im Alter von 4 bis 5 Monaten durch, die unteren M2 mit 5 Monaten, die oberen M2 und PM mit 5 bis 6 Monaten und die hinteren Backenzähne mit 6 bis 7 Monaten.

Die Zähne können je nach Rasse auch zu anderen Zeitpunkten durchbrechen. Das Gebiss kann verschiedene Anomalien aufweisen. Überzählige Zähne sind selten, während eine zu geringe Anzahl die Zuchtzulassung verhindern kann. Tatsächlich ist das Fehlen bestimmter Backenzähne recht verbreitet. Die funktionelle Bedeutung der Backenzähne nimmt von vorne nach hinten zu, sodass der Lückzahn häufig fehlt. Besonders bei den kleinen Rassen fehlen auch häufig ein oder zwei Schneidezähne.

Die oberen und unteren Zahnbögen sitzen genau aufeinander, und es darf keine Seitwärtsbewegung erkennbar sein. Die oberen Schneidezähne bedecken einen Teil der unteren (Scherengebiss). Im Falle eines Vorbisses ragt der Unterkiefer über den Oberkiefer hinaus hervor, solch ein Hund wird auch Vorbeißer genannt. Wenn dagegen die oberen Schneidezähne vorstehen, liegt ein Rückbiss vor, der Hund wird ein Hinter- oder Rückbeißer genannt. Die Zähne spielen eine gewisse Rolle bei der Altersbestimmung: Die Schneidezähne haben eine dreilappige Krone in Form einer französischen Lilie. Mit dem Alter wird der Schneidezahn abgerieben; dabei nützt sich zuerst der mittlere Hauptlappen ab und anschließend auch die beiden anderen, bis kein Lappen mehr zu erkennen ist. Auf diese Weise lässt sich das Alter anhand einer Zahntafel bestimmen. Natürlich gibt es auch bei den Zähnen Erkrankungen, beispielsweise Zahnstein. Es handelt sich um eine Ansammlung von Kalksalzen des Speichels an der Zahnwurzel. Zahnstein führt zu frei liegenden Zahnhälsen und zu Zahnfleischentzündungen. Gelbe Zähne finden sich bei älteren Hunden und bei Tieren mit schweren Erkrankungen, die mit bestimmten Antibiotika behandelt wurden. Als Folge einiger Krankheiten kann eine Entkalkung der Zähne durch Zahnbeläge auftreten. Karies tritt relativ selten auf, da der Zahnschmelz sehr hart ist. Zahnfisteln bilden sich beim Absterben der Alveolenwand und führen zu Abszessen.

Persistierende (nicht ausfallende) Milchzähne können die Entwicklung der anderen Zähne und ihren Ersatz durch bleibende Zähne behindern.

Die Zahnformel bei Welpen lautet I 3/3; C 1/1; M 4/4. Bei der Geburt ist der Welpe zahnlos; ab dem 20. Tag beginnen die Milchzähne durchzubrechen, und zwar in der folgenden Reihenfolge (bei einem mittelgroßen Hund): Fangzähne nach drei Wochen, dann die Lückzähne PM3 und PM4; I1 nach 3 bis 4 Wochen; I2, I3 und PM2 nach 4 bis 6 Wochen. PM1 erscheint etwa im Alter von 4 Monaten und bleibt beim erwachsenen Tier erhalten. Im Alter von 3 bis 5 Monaten werden dann alle Milchzähne ersetzt. Dabei lösen sich die Wurzeln der zuerst durchgebrochenen Zähne auf, sie fallen aus und werden durch die bleibenden ersetzt. Die Backenzähne brechen ebenso wie die bleibenden Schneidezähne und Fangzähne im Alter von 4 bis 5 Monaten durch, die unteren M2 mit 5 Monaten, die oberen M2 und PM mit 5 bis 6 Monaten und die hinteren Backenzähne mit 6 bis 7 Monaten.

Die Zähne können je nach Rasse auch zu anderen Zeitpunkten durchbrechen. Das Gebiss kann verschiedene Anomalien aufweisen. Überzählige Zähne sind selten, während eine zu geringe Anzahl die Zuchtzulassung verhindern kann. Tatsächlich ist das Fehlen bestimmter Backenzähne recht verbreitet. Die funktionelle Bedeutung der Backenzähne nimmt von vorne nach hinten zu, sodass der Lückzahn häufig fehlt. Besonders bei den kleinen Rassen fehlen auch häufig ein oder zwei Schneidezähne.

Die oberen und unteren Zahnbögen sitzen genau aufeinander, und es darf keine Seitwärtsbewegung erkennbar sein. Die oberen Schneidezähne bedecken einen Teil der unteren (Scherengebiss). Im Falle eines Vorbisses ragt der Unterkiefer über den Oberkiefer hinaus hervor, solch ein Hund wird auch Vorbeißer genannt. Wenn dagegen die oberen Schneidezähne vorstehen, liegt ein Rückbiss vor, der Hund wird ein Hinter- oder Rückbeißer genannt. Die Zähne spielen eine gewisse Rolle bei der Altersbestimmung: Die Schneidezähne haben eine dreilappige Krone in Form einer französischen Lilie. Mit dem Alter wird der Schneidezahn abgerieben; dabei nützt sich zuerst der mittlere Hauptlappen ab und anschließend auch die beiden anderen, bis kein Lappen mehr zu erkennen ist. Auf diese Weise lässt sich das Alter anhand einer Zahntafel bestimmen. Natürlich gibt es auch bei den Zähnen Erkrankungen, beispielsweise Zahnstein. Es handelt sich um eine Ansammlung von Kalksalzen des Speichels an der Zahnwurzel. Zahnstein führt zu frei liegenden Zahnhälsen und zu Zahnfleischentzündungen. Gelbe Zähne finden sich bei älteren Hunden und bei Tieren mit schweren Erkrankungen, die mit bestimmten Antibiotika behandelt wurden. Als Folge einiger Krankheiten kann eine Entkalkung der Zähne durch Zahnbeläge auftreten. Karies tritt relativ selten auf, da der Zahnschmelz sehr hart ist. Zahnfisteln bilden sich beim Absterben der Alveolenwand und führen zu Abszessen.

Persistierende (nicht ausfallende) Milchzähne können die Entwicklung der anderen Zähne und ihren Ersatz durch bleibende Zähne behindern.

Gebiss eines Hundes von Vorn

1. Korrekte Kieferstellung
2. Rückbiss, „Rück-/Hinterbeißer"
3. Vorbiss, „Vorbeißer"

Der Begriff "Beinstellung" oder "Stand" bezeichnet die Ausrichtung der Läufe zur Horizontalen. Die Beinstellung hat einen großen Einfluss auf die Rückenlinie und damit auf das allgemeine Erscheinungsbild des Hundes sowie auf die Eignung für sportliche Disziplinen. Sie sind wichtig für eine gute Haltung und für eine gute Verteilung des Gewichts auf Gelenke und Pfoten. Für eine korrekte Beinstellung muss die Hauptachse der Gliedmaße vertikal verlaufen. Eine Abweichung von der Vertikalen führt zu einer Überbelastung der Gelenke und der Sohlenballen (auf der Seite der Abweichung) und dadurch zu einem vorzeitigen Verschleiß der Gelenke, der Sehnen und der verschiedenen Bänder (ein besonderes Handicap z. B. für Gebrauchshunde). Die Beinstellung ist also nicht allein von theoretischem und ästhetischem Interesse. Bei gestreckt stehenden Hunden senkt sich die Rücken-Becken-Linie, und der Rücken fällt somit ebenfalls ab. Wenn die Vorderläufe sich ebenfalls senken, spricht man von einem Senkrücken. Bei einem Karpfenrücken ist die Lende gewölbt und der Rücken nach oben gebogen. Kuhhessigkeit tritt als natürliche Tendenz häufig an den Hinterläufen auf, Fassbeinigkeit dagegen ist weniger erwünscht.

Beinstellungen des Hundes von der Seite

1. korrekter Stand
2. vorne unterständig
3. vorständig
4. vorbiegig
5. rückbiegig
6. starke Winkelung, lang gefesselt
7. steile Winkelung, steil gefesselt
8. unterständig
9. gestreckt
10. rückständig
11. säbelbeinig

Beinstellungen der Vorderläufe von Vorne

Profil: Die Vertikale durch die Mitte des Vorderlaufs verläuft mittig durch die Pfote und tangentiell zum Vorderfußgelenk (Vorderseite der Fußwurzel). Fällt die Linie nach vorn, ist der Hund vorne unterständig, fällt sie nach hinten, ist er vorständig. Ist die Vorderfußwurzel nach hinten versetzt, nennt man den Lauf rückbiegig oder einbiegig, bei einer Versetzung nach vorne spricht man von vorbiegig, der Lauf ist überknickend. Ist diese Vertikale weit von den Ballen entfernt, nenn man den Hund weich gefesselt oder bärentatzig, wenn sie die Ballen beinahe berührt, ist der Hund steil gefesselt. 

Vorderseite: Die Vertikale durch die Schulterspitze muss Unterarm, Vorderfußgelenk, Mittelfuß und Fuß gleichmäßig teilen. Die Vorderläufe müssen so parallel wie möglich sein.

X-beiniger Stand: Fußgelenk und Ellenbogen sind nach außen gebogen, Mittelfuß und Fuß nach innen.
O-beiniger Stand: Die Ellenbogen sind an den Körper gezogen, Mittelfuß und Fuß nach außen gebogen. X- und O-beinige Beinstellungen können in jeder Höhe der Gliedmaßen beginnen. 

Bodeneng oder bodenweit: Die Vorderläufe sind schräg und laufen an den Extremitäten aufeinander zu bzw. streben auseinander. Nicht zu verwechseln mit engem/weitem Stand, bei dem die Läufe selbst parallel sind. Wenn nur die Fußgelenke nach innen gedreht sind, ist der Stand knieweit, wenn sie sich von der Senkrechten nach außen wölben, steht der Hund knieeng. Bei einer allgemeinen Konvexität nach außen spricht man vom französischen Stand.

Beinstellungen von Vorne

1. korrekter Stand
2. x-beinig
3. o-beinig
4. bodeneng
5. bodenweit
6. fassbeinig , Pfoten vorne einwärts gedreht
7. zehenweit
8. zeheneng
9. französischet Stand

Beinstellungen der Hinterläufe von Hinten

Profil: Der Mittelfuß muss senkrecht zum Boden stehen und die verlängerte Vertikale der Verbindung Hüfte-Oberschenkel muss durch die Mitte des Fußes verlaufen.

Unterständig: Der gesamte Lauf befindet sich vor dieser Linie. Ist er nach hinten versetzt, spricht man von gestreckt; dies ist kein echter Fehler, da es sich um eine mehr oder weniger natürliche Position handelt. Ist der Winkel zwischen Sprunggelenk und Unterschenkel zu groß, heißt die Stellung säbelbeinig, im entgegengesetzten Fall rückständig.

Hinterseite: Die Vertikale durch den hintersten Punkt der Keule und durch die Spitze des Sprunggelenks verläuft ebenfalls mittig durch den Mittelfuß. Der Hund kann einen bodenweiten oder einen bodenengen Stand haben, womit das Zusammenlaufen oder Auseinanderstreben der Läufe an den Extremitäten bezeichnet wird, nicht zu verwechseln mit dem engen bzw. weiten Stand. Ist der Lauf vom Hüftgelenk abwärts nach außen verdreht, spricht man von zehenweiten Läufen. In dieser Stellung streben außerdem Knie und Füße nach außen, während die Sprunggelenke nach innen gedreht sind. Bei einer Verdrehung nach innen heißen die Hinterläufe zeheneng. Sprunggelenke und Zehen sind konvergent, Sprunggelenke hingegen divergent.

Beinstellungen von Hinten

1. korrekter Stand
2. bodeneng
3. bodenweit
4. kuhhessig
5. fassbeinig
6. hackeneng, Pfoten auswärts gedreht
7. auswärts gedrehte Sprunggelenke

  • Der Hals ist zylinderförmig, wobei der Durchmesser am Brustende größer ist als am Kopfende. Auf der Rückenseite endet er am Widerrist und bildet einen mehr oder weniger offenen Winkel mit dem Rücken. 
    Dieser Bereich ist sehr wichtig für die Beurteilung des Exterieurs eines Hundes. Er beeinflusst die Kopfhaltung und das Gleichgewicht des Hundes, da er die Position des Schwerpunkts kontrolliert. Die Kopf-Hals-Achse übernimmt daher die Funktion eines Balancierstabes, der die restliche Wirbelsäule ausbalanciert und auf den der Hund in der Bewegung zurückgreift (so kann ein Hund beispielsweise nicht aufstehen, wenn Kopf und Hals auf den Boden gedrückt werden). Die Achse setzt sich mit den Schultern, dem Widerrist und dem Brustkorb fort. Ihre Position ändert sich mit der Haltung; in der Vorwärtsbewegung ist sie gestreckt, beim Aufkommen auf dem Boden gebeugt.
  • Die Vorderläufe sind in der Regel lang und leicht abgeflacht. Die Schulter sitzt schräg, das obere Ende weiter vorne, und ist leicht konvex. Der Vorderlauf endet oben an der Schulter und unten am Ellenbogen, der mehr oder weniger am Brustkorb anliegt. Die beiden mittleren Zehen sind länger und stärker als die beiden äußeren. Die Ballen (bestehend aus dicker Hornhaut und Fett) stehen hervor und sind leicht gewölbt. Die Krallen sind hornförmig gebogen und bilden den Abschluss der Zehen. Sie dürfen beim Auftreten nicht den Boden berühren.
  • Die Vorderbrust, d. h. die Vorderseite des Brustkorbs, kann unterschiedlich hoch und breit sein, auch die Lage zu den Vorderläufen kann variieren. Bei der Französischen Bulldogge bildet sie ein perfektes Quadrat, bei der Englischen Bulldogge einen Bogen.
Weitere Informationen zum Thema "Knochen und Gelenke":