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Das Nervensystem des Hundes

Das Nervensystem nimmt Informationen aus der Umgebung oder im Organismus entstandene Informationen auf; diese werden Stimuli genannt. Das Nervensystem sendet auch Impulse, die zu willkürlichen und unwillkürlichen Muskelkontraktionen führen (dabei steuern die Skelettmuskeln die Bewegungen und die Eingeweidemuskeln die Drüsensekretion). 

Das Nervensystem besteht aus reinen Nervenzellen, den Neuronen, und Mantelzellen, die die Neuroglia bilden. 

Die Neuronen können Reizempfänger (Empfangen von Stimuli), Reizauslöser (Aussenden von Impulsen) oder Verbindungszellen zwischen zwei verschiedenen Neuronen sein. 

Die charakteristischen Eigenschaften der verschiedenen Nervenfasern sind ihre Erregbarkeit und ihre Leitfähigkeit. Die Leitgeschwindigkeit des peripheren Nervensystems an das Gehirn und umgekehrt beträgt etwa 30 m/Sekunde. Reflexe sind eine Übertragung einer sensorischen Information von außen nach innen über das zentrale Nervensystem und ihre direkte Umwandlung in eine motorische, sekretorische oder hemmende Reaktion, die vom Nervensystem durch den jeweiligen Reflex zum betroffenen Organ übertragen wird und zwar innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne.

Das zentrale Nervensystem 

Das zentrale Nervensystem besteht aus dem Großhirn, dem Kleinhirn, dem verlängerten Rückenmark (in der Schädelhöhle) und dem Rückenmark (in der Markhöhle der gesamten Wirbelsäule). Zusätzlich zur umgebenden knöchernen Schutzschicht ist das zentrale Nervensystem von drei Membranen bedeckt: der Dura mater (harte Hirn-/Rückenmarkshaut) direkt am Knochen, der Arachnoidea (Spinnwebenhaut) und der Pia mater (weiche Hirn-/Rückenmarkshaut), die mit dem Nervengewebe in Kontakt steht. Dieser Schutz richtet sich sowohl gegen Erschütterungen von außen als auch gegen Angriffe von innen (es gibt eine Art Barriere zwischen dem Blut und den Hirn- bzw. Rückenmarkshäuten, die so genannte Blut-Liquor-Schranke, die verschiedene Substanzen zurückhält). Er ist besonders deshalb so wichtig, weil sich die Nervenzellen nicht erneuern können. Jeder Schaden an Nervenzellen ist also irreparabel.

  • Im Großhirn befinden sich verschiedene Zentren: motorisches Zentrum, sensorisches Zentrum, Sehzentrum, Hörzentrum, Riechzentrum und Geschmackszentrum. Es ist der Sitz des Gedächtnisses und der Assoziationen.
  • Das Kleinhirn beherbergt den Gleichgewichtssinn und steuert die Bewegungskoordination.
  • Das Rückenmark ist eine wichtige Reflexzentrale, ebenso wie das verlängerte Rückenmark (Erbrechen, Speichelfluss usw.); von hier aus wird auch die Atmung, die Herztätigkeit und das Erschlaffen/Zusammenziehen der Gefäße gesteuert.

 

 

RÜCKENMARK (QUERSCHNITT; DORSOLATERALE ANSICHT)

1. Dorsale Mittelrinne
2. Dorsale Seitenrinne
3. Spinalganglion
4. Dorsale Spinalnervenwurzel
5. Ventrale Spinalnervenwurzel
6. Ligamentum denticulatum
7. Spinalnerv
8. Hinterstrang
9. Hinterhorn
10. Vorderhorn
11. Vorderstrang
12. Ventrale Mittelfurche
13. Seitenrinne
14. Zentralkanal
15. Seitenstrang

Das periphere Nervensystem 

Das periphere Nervensystem setzt sich aus Nerven (bestehend aus Nervenfasern) zusammen, die sich symmetrisch verzweigen und sich so über den ganzen Körper verteilen. Sie leiten die sensorischen Informationen der Peripherie in die Schaltzentralen des zentralen Nervensystems weiter (sensorische Nerven) oder übertragen Impulse aus dem zentralen Nervensystem an die Zielorgane (motorische Nerven). Viele Nerven übernehmen beide Funktionen und haben sowohl sensorische als auch motorische Fasern.

ÄUSSERE ANORDNUNG DER HIRNHEMISPHÄREN BEIM HUND

I. Seitenansicht links / II. Längsschnitt 


1. Großhirnhemisphäre
2. Kleinhirn
3. Rückenmark
4. Hirnstiele
5. Sulcus lateralis
6. seitliche Furche des Riechzentrums
7. Kleinhirn
8. Rückenmark
9. Hirnanhangdrüse (Hypophyse)

Das vegetative Nervensystem 

Das vegetative Nervensystem entspringt aus einer Kette von Nervenganglien auf beiden Seiten der Wirbelsäule. Es steuert die vegetativen Funktionen des Körpers, also alle Funktionen, die nicht vom zentralen oder peripheren Nervensystem gesteuert werden. Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Teilen: dem Sympathicus und dem Parasympathicus, die jeweils gegensätzliche Vorgänge einleiten und je nachdem aktivierend oder hemmend auf die Funktionen eines Organs wirken. So aktiviert der Parasympathicus beispielsweise die Verdauungstätigkeit, während der Sympathicus sie hemmt. 

Das Nervensystem spielt bei zahlreichen Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten eine Rolle. Diese Neben- und Wechselwirkungen können sich auf sehr unterschiedliche Weise äußern; die Verabreichung von Medikamenten erfordert daher ein umfassendes Fachwissen.

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