Inhalt überspringen und direkt zur Hauptnavigation.

Sie befinden sich hier:

  1. ROYAL CANIN Website
  2. News & Specials
  3. Kinder und Hunde
  4. 12 Goldene Regeln im Umgang mit Hunden

 

Liebe Kinder,

Kinder und Hunde können gut miteinander auskommen, und oft gibt es innige Freundschaften zwischen ihnen. Wir haben für alle, ob Hundebesitzer oder nicht, die wichtigsten Regeln für den Umgang mit Hunden zusammengestellt. 

Wenn ihr diese Regeln aufmerksam lest oder sie euch von euren Eltern erklären lasst, werdet ihr Hunde und deren Verhalten besser verstehen.

 


Behandle einen Hund so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

Möchtest du, dass man dich an den Haaren zieht? Soll jemand
an deinen Ohren ziehen?

Ein Hund mag das alles genauso wenig wie du. Hunde können
nicht sagen: »Hör auf!« Vielleicht knurren sie oder gehen weg.

Richtig wehren können sie sich nur mit ihren Zähnen. 
Das kann sehr wehtun.

Damit du weißt, wie du einen Hund
richtig behandelst, solltest du über
ihn Bescheid wissen.

 


Ein Hund kann noch so lieb aussehen – geh nur zu ihm, wenn sein Besitzer es erlaubt hat.

Woher soll der Hund wissen, dass ausgerechnet du es gut mit ihm meinst? Vielleicht ist gerade dieser Hund von einem Kind schlecht behandelt worden, und nun meint er, alle Kinder seien mit äußerster Vorsicht zu genießen.

Man kann nie wissen, welche Erfahrungen ein Hund schon gemacht hat. Also besser: Nie zu einem Hund hingehen  (ohne sein Frauchen oder Herrchen zu fragen, wenn sie gerade  dabei sind).

Wenn ein Hund auf seinem Platz oder in seiner Hütte liegt, dann will er meist in Ruhe gelassen werden. Stör ihn dort nicht.

 

 


Vermeide alles, was ein Hund als Bedrohung auffassen könnte.

Jeder Hund ist glücklich, wenn er in einer Rangordnung leben darf und seinen bestimmten Platz hat. Die Stärkeren sind über ihm, die Schwächeren weiter unten und müssen ihm gehorchen. Die Stärkeren sind für den Hund erwachsene Menschen.

Kinder sind für einen Hund so etwas wie andere Hunde. Man kann mit ihnen spielen, aber man muss nicht unbedingt tun, was sie sagen. Wenn ein Hund denkt, dass ein Kind unter ihm in der Rangordnung ist, empfindet er es als Bedrohung, wenn das Kind ihm sagen will, was er zu tun hat.

Fordere keinen Hund heraus und bedrohe ihn nicht.

 

 


Schau einem Hund nicht starr in die Augen.

Schau auf die Ohrenspitzen, auf seine Schnauze oder schau
sonst wo hin – nur nicht direkt in die Augen.
Wenn sich zwei fremde Hunde begegnen, so versuchen sie, sich zuerst über ihre Stellung in der Rangordnung zu einigen. Das »Sich-in-die-Augen-Schauen« ist dabei ein ganz wichtiges Mittel. Beide Hunde starren sich in die Augen, einer dreht den Kopf weg, der andere ist zufrieden. Für ihn ist klar, dass er in der Rangordnung höher steht. Beide sind glücklich, dass sie nicht kämpfen müssen. Kann sich keiner entschließen, wegzusehen – nun, dann wird gekämpft, um den Rang zu behaupten.

Wenn du einen Hund anstarrst, ist dies für ihn eine Aufforderung zum Kampf. Schau ihm nie direkt in die Augen.

 

 


Komm nicht in die Schwanznähe, versuch nicht, daran zu ziehen, und tritt nicht darauf.

Sein Schwanz ist für den Hund ein wichtiges Ausdrucksmittel.
So wie wir unsere Sprache mit den Händen unterstreichen, ergänzt der Hund seine »Sprache« mit dem Schwanz. Er kann damit zeigen, dass er sich freut, Angst hat, zornig oder auch ganz ruhig ist. Trägt der Hund den Schwanz nach oben, zeigt er, dass es ihm gut geht.
Beinahe unnötig zu sagen, dass so gut wie jeder Hund unglaublich stolz auf sein prachtvolles Ende ist. Nicht am Schwanz ziehen!

Der Hund mag es nicht, wenn du
nach seinem Schwanz greifst. Er
wird ihn verteidigen.

 

 


Stör keinen Hund beim Fressen. Versuch nie, ihm sein Futter wegzunehmen.

Beim Fressen reagieren die meisten Hunde noch genauso wie ihre Urahnen: Fressen ist die Grundlage für das Überleben. Mit anderen Junghunden – oder Kindern – muss man ums
Futter raufen.
Jede Störung beim Fressen betrachtet der Hund als Angriff auf sein Recht auf Futter. Er wird sein Futter verteidigen – und das mit allen Mitteln. Versuch deshalb nie, einem Hund etwas zu fressen wegzunehmen. Auch nicht, wenn es dein Brötchen war, das er dir geklaut hat.

Frag immer den Besitzer, ob du seinem
Hund etwas zu fressen geben
darfst.

 

 


Wenn du mit einem Hund spielst, achte darauf, den Zähnen nicht zu nahe zu kommen.

Es gibt für Hunde nichts Schöneres, als etwas zu fangen oder zu erjagen, es festzuhalten und spielerisch darum zu kämpfen. Der Hund verteidigt den Gegenstand.
Hunde haben zum Fangen keine Hände, sie halten alles mit ihren Zähnen fest. Dabei kann es leicht passieren, dass das Tier im Eifer einmal daneben schnappt. Das ist nicht böse gemeint, tut aber ganz schön weh!

Halt beim Spiel mit dem Hund
immer Abstand zu seinem Gebiss!

 

 


Versuch nie, raufende Hunde zu trennen.

Viele Hunde spielen auch gerne mit anderen Hunden. Dabei kann es ihnen so gehen, wie es manchmal auch euch geht: Plötzlich wird aus dem Spiel Ernst – und schon ist eine handfeste
Rauferei im Gange.
Ein kämpfender Hund konzentriert sich nur auf seinen Gegner. Das heißt: Er hört nicht mehr und lässt sich nicht ablenken. Er merkt dann nicht, wenn er in deine Hand beißt. Darum kannst du nur eines tun: Geh weg, schrei nicht und hol zwei Erwachsene zu Hilfe. Meist hören die Hunde von allein wieder auf zu beißen, wenn wir Menschen uns raus halten.

In einen Hundestreit darfst du dich
nicht einmischen!

 

 


Egal, ob du Angst hast oder nicht. Lauf nie vor einem Hund davon.

Jeder Hund hat einen Hetz- oder Jagdinstinkt. Das ist etwas, das in jedem Hund drinsteckt. Wenn sich jemand schnell von ihm entfernt, rennt der Hund blitzartig hinterher, um ihn
festzuhalten.

Der Hund ist sowieso schneller als ein Mensch. Es gibt Hunde, die können ein schnelles Fahrrad oder ein Mofa überholen.

Renn unter keinen Umständen
vor einem Hund davon.

 

 


Du hast zwei Hände. Der Hund hat nur seine Zähne, um etwas festzuhalten.

Wenn ein Hund nach dir greift, halt still. Die meisten Hunde wollen nicht beißen, sondern nur festhalten. Das piekst zwar mehr oder weniger stark, gibt vielleicht auch mal kleine
Löcher, ist aber meist nicht so schlimm, wenn du still hältst.
Schau dir ein Hundegebiss an. Alle größeren Zähne zeigen nach innen. Wenn du versuchst, etwas herauszuziehen, bleibst du hängen. Das tut richtig weh!

Wenn du ziehst, hält der Hund
fester. Nicht bewegen – still halten!

 

 


Wenn du mit einem Hund spielst, achte immer darauf, dass ein Erwachsener in der Nähe ist.

Erwachsene sind nun mal größer und meist kräftiger als Kinder. Das bedeutet auch für den Hund ganz automatisch, dass sie mehr zu sagen haben. Erwachsene sind für Hunde
der Chef, dem sie gehorchen. Kinder betrachten sie als ihresgleichen.
Bei einem Streit mit einem Hund kann dir ein Erwachsener dank seiner Chefrolle helfen.

Spiel nur mit dem Hund, wenn
ein Erwachsener dabei ist.

 


Kein Hund ist wie der andere.

Kennst du Zwillinge, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen? Sie sehen zwar gleich aus, sind aber trotzdem zwei verschiedene Menschen. Das ist bei Hunden genauso.
Ein Hund ist freundlich – ein anderer knurrt. Zwei Hunde, die gleich aussehen, können ganz verschieden sein.

Darum musst du jeden Hund neu kennen lernen. Zeigt dir der Hund, dass ihm deine Bekanntschaft nicht angenehm ist – lass ihn. Versuch nie, ihn trotzdem zu streicheln oder zu umarmen. Keine Angst: In den meisten Fällen sind Hunde freundlich, wenn du nett zu ihnen bist.

Bei jedem Hund musst du erst
herausfinden, ob er dich mag.
Nimm dir Zeit zum Kennenlernen.