Die Aufgaben der Proteine
Die Funktionen der Proteine sind vielfältig. Sie dienen dem Körper als "Baustoffe", ohne die ein ständiger Auf-, Ab- und Umbau der Körpersubstanz nicht möglich wäre. Einige Aufgabenbereiche der Proteine sind:
Neubildung von Haaren:
Ein Haar besteht zu 97% aus Keratin - einer eiweißhaltigen Hornsubstanz. Eiweißmangel kann eine schlechte Haarqualität zur Folge haben. Während des Fellwechsels werden etwa 20% des mit der Nahrung aufgenommen Proteins zur Neubildung von Haaren benötigt.Körpersubstanz: Muskulatur, Bindegewebe und Immunsystem sind aus Proteinen aufgebaut.Aus diesem Grund spielen Nahrungsproteine auch eine entscheidende Rolle beim Wachstum von Welpen und Junghunden. Aber auch ältere Hunde benötigen die optimale Menge an hochwertigen Proteinen in einer altersspezifischen Nahrung.Unterstützung des Stoffwechsels: Alle Enzyme (Spaltstoffe), die an Stoffwechselreaktionen beteiligt sind, sind von Natur aus Eiweiße. Die Hormone Insulin und Glukagon sind Beispiele dafür, dass die meisten Hormone Proteine sind.
Immer wieder hört man, dass Proteine die Energielieferanten der Nahrung sind. Das ist so nicht ganz richtig.Zwar kann der Körper aus Eiweiß auch Energie gewinnen, dies erfolgt in der Regel aber nur in „Notsituationen“. Bei starker Abmagerung z.B., wenn keine Fettdepots mehr als Energielieferanten zur Verfügung stehen,werden auch Eiweiße aus der Muskulatur oder der Nahrung „verbrannt“. Im Normalfall gewinnt der Körper Energie in erster Linie aus Fett und Kohlenhydraten. Proteine sind als „purer Brennstoff“ viel zu „wertvoll“ und werden als Notreserve eingelagert.

