Gefahren im Haus
Wenngleich die Tiere, die sich frei außerhalb der Wohnung bewegen, eher den Gefahren durch Infektionskrankheiten und Unfälle ausgesetzt sind, so sind die innerhalb der Wohnung lebenden Katzen doch nicht gefeit gegen jegliche Gefahren. Es kommt in jedem Alter vor, dass Katzen irgendwo fallen, besonders davon bedroht sind aber junge, unerfahrene Tiere; Terrassen und Balkons sollte man darum mit Gittern oder Netzen absichern. Die Küche birgt allerlei Gefahren; dort gibt es den Herd bzw. die Kochplatte, Töpfe mit heißem Wasser oder heißen Speisen, den Frittierkessel, Messer, offene Konservendosen mit scharfen Rändern, mit Bratensaft getränkten Bindfaden.
Vorsicht ist auch beim Bügeleisen angebracht, ebenso mit elektrischen Kabeln: junge Katzen kauen daran herum und laufen Gefahr, schwere Verbrennungen im Mundraum und elektrische Schläge zu erleiden. In der Waschmaschine, in der Badewanne oder auch im Toilettenbecken kann eine Katze ertrinken. Vergiftungen durch Haushaltchemikalien kommen selten vor, denn Katzen sind vorsichtig; sie probieren und fressen nicht alles aufs Geratewohl. Doch Vorsicht bei Zimmerpflanzen, von denen viele eine unangenehme Reizwirkung oder eine toxische Wirkung haben. Manches Spielzeug kann gefährlich werden: Glöckchen, Bindfaden; wenn Sie nähen, lassen Sie nicht die eingefädelte Nadel achtlos liegen.
Die am häufigsten vorkommenden Vergiftungen
Die Katze neigt eigentlich nicht dazu, alles Mögliche zu fressen, ohne es vorher probiert zu haben, entsprechend selten sind Vergiftungen bei Katzen. Einige Gifte erscheinen der Katze aber angenehm, und ihr Jagdinstinkt kann sie bewegen, kleine Beutetiere zu verschlingen, die vorher giftige Stoffe aufgenommen haben. Der Katze fehlen mehrere Entgiftungsmechanismen, über die andere Tiere verfügen; Katzen neigen auch weniger als Hunde dazu, für sie schädliche Substanzen wieder zu erbrechen; ihr Nervensystem wird durch zahlreiche Substanzen leicht gestört. Gefährliche Produkte sind:
- Pestizide:
- In der Landwirtschaft verwendete Herbizide;
Les hydrocarbures chlorés utilisés pour le traitement des charpentes (attention à la sciure de bois traité utilisée comme litière).
- Insektizide aus der Familie der Carbaminate;.
- Chloralose zur Bekämpfung von Nagern, Krähen und manchmal eben leider auch Katzen, wenn Menschen ans Werk gehen, die sich um Gesetze wenig kümmern und die sich auch keine Gedanken wegen Grausamkeit gegen Tiere machen;
- Strychnin und Crimidin, zwei starke die Muskelkontraktion fördernde Mittel (Konvulsiva);
- Im Garten zur Schneckenbekämpfung verwendetes Metaldehyd;
- Koagulationshemmende Mittel, die meist beim Verschlingen eines damit vergifteten, gejagten Nagetiers aufgenommen werden; - Medikamente:
- äußere mittel gegen Parasiten; sie nehmen die erste Stele ein, oftmals aufgrund eine falschen Verabreichung:
- Aspirin (in manchen Fällen (Illiakalthrombose) unter tierärztlicher Kontrolle in geringer Dosis verabreicht);
- Paracetamol; - Pflanzen:
Junge Tiere sind am häufigsten davon betroffen, wenn sie mit Blättern spielen, insbesondere an Zimmerpflanzen (z.B. Dieffenbachia); - Schadstoffe und verschiedene im Haushalt verwendete Chemikalien (Waschbenzin; Frostschutzmittel)
Die in diesem Kapitel beschriebenen Erkrankungen sind zwar nicht häufig, stellen jedoch einen Teil der pathologischen Prozesse dar, von denen Ihre Katze betroffen sein kann. Im Falle einer Unklarheit über den Gesundheitszustand Ihres vierbeinigen Gefährten wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihren Tierarzt; denn meist sind die Aussichten auf Heilung umso besser, je früher eine Erkrankung erkannt und behandelt wird.
Rechtliche Fragen
Die zunehmende Anzahl als Haustiere gehaltener Katzen veranlasst die Gesetzgeber in einzelnen Ländern rechtliche Festlegungen zu treffen, in denen die soziale und juristische Integration der Katze geregelt wird.
Im Allgemeinen betreffen diese Festlegungen je nach Land, den Verkauf und den Handel, die Haltung, die Pflichtregistrierung, die Versicherung, die Kennzeichnung und Impfung, die Regeln des gutnachbarlichen Zusammenlebens, den Tierschutz und den Umweltschutz.
Bezüglich einer genauen Information über die einzelnen Länder empfehlen wir Ihnen, sich an die Katzenzuchtverbände vor Ort zu wenden.

