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Erkrankungen im hohen Alter

Die Lebenserwartung der Katzen, zumindest derjenigen, denen eine gute Pflege und medizinische Versorgung zuteil wird, ist im Steigen begriffen. Damit Ihrer Katze in bestmöglicher Weise geholfen werden kann, sollten Sie die Anzeichen für Störungen kennen, die im höheren Alter auftreten.

  • Das Fell und die Krallen : Das Fell ist manchmal verfiilzt, es können sich regelrechte dicke, undurchdringliche Filzmatten bilden, vor allem auf dem Rücken und in Höhe der Lendenwirbel; die Krallen können ebenfalls durch den Mangel an Aktivität bei der alten Katze in Mitleidenschaft gezogen werden. Greifen Sie also zu Kamm oder Bürste, und vergessen Sie die Krallenschere nicht. Dieses Putzen und Pflegen bedeutet für Ihre Katze auch Zuwendung, es gibt ihr die Gewissheit, dass Sie für sie da sind, es weckt ihre Sinne und verbessert ihren psychischen Allgemeinzustand, für Depression ist da kein Raum mehr.
  • Die Augen: Die Farbe der Iris verändert sich, die Pupille erscheint schillernd. Diese Sklerose des Kristallkörpers, die das Sehvermögen nicht weiter beeinträchtigt, ist physiologisch bedingt.
  • Die Zähne: Manche Katzen bekommen Zahnstein und verlieren sehr früh die ersten Zähne, bei anderen ist dies nicht der Fall; versuchen Sie es mit den Mitteln, die zur Mundhygiene angeboten werden, und wenden Sie sich an den Tierarzt, er kann den Zahnstein entfernen und Zähne ziehen.
  • Die Sinnesorgane: Sie können nachlassen und hier und da versagen
  • Das Herz: Herzinsuffizienz kommt recht selten vor, außer bei Schilddrüsenüberfunktion.
  • Die endokrinen Drüsen: Im hohen Alter gibt es oft Probleme damit. Diabetes ist keine Ausnahme, zudem ist es schwierig, hierbei einen Gleichgewichtszustand zu erreichen.
  • Der Verdauungstrakt: Aufgrund einer verringerten Wirksamkeit der Verdauungsenzyme magert das Tier ab; manchmal entwickeln sich chronische Durchfälle.
  • Die Reproduktionsfunktion: es erfolgt kein plötzlicher Abbruch; bei Tumoren der Milchdrüsen ist die Prognose oft ungünstig, da der Anteil bösartiger Erkrankungen hier hoch ist.
  • Der Atmungsapparat: die im bisherigen Verlauf durchgemachten Krankheiten spielen eine größere Rolle als das Alter des Tieres.
  • Der Bewegungsapparat: Arthrose und rheumatische Schmerzen sind das Los des Alters.
  • Nieren: auf mögliche chronische Niereninsuffizienz achten.
  • Krebsgeschwüre und Tumore: die Häufigkeit dieser Erkrankungen steigt mit der Zunahme der durchschnittlichen Lebenserwartung.



Soll ich meinen Kater oder meine Katze aus gesuchdheitlichen Gründen kastrieren lassen?


Wenn Sie den Tierarzt bitten, Ihre Katze oder Ihren Kater zu sterilisieren, so wird er sicher eine Kastration vorschlagen (Entfernung der Hoden beim Kater bzw. Entfernen der Eierstocke bei der Katze).

Das Alter spielt kaum eine Rolle Sie sollten aber wissen: je länger Sie mit dem Kastrieren warten, desto mehr unangenehme sexuelle Verhaltensweisen legt das Tier an den Tag (Markieren durch Harnspritzen, Herumstreunen etc.). 6 bis 8 Monate erscheint als vernünftiges Alter für die Sterilisation. Beim Kater bewirkt allein die Kastration (Entfernung der Hoden) einerseits die Unfruchtbarkeit und andererseits die Unterdrückung sexueller Verhaltensregungen. Eine Vasektomie, bei der die Samenkanäle durchtrennt werden, macht das Tier zwar unfruchtbar, hat aber keinen Einfluss auf seine sexuellen Gewohnheiten.

Bei der Katze sollte der Eingriff in der Pubertät erfolgen, und zwar möglichst nicht, wenn sie gerade rollig ist. Wenn Ihre Katze sich aus dem Staub gemacht hat und ungewollt gedeckt nach Hause zurückkommt, kein Panik: die Ovariektomie (Entfernung der Eierstöcke) nach Abklingen der Rolligkeit bewirkt auch den Abbruch der Trächtigkeit. Gelegentlich gibt der Tierarzt aus verschiedenen Gründen, in der Regel dann, wenn sich bei der Operation Läsionen des Uterus (Hyperplasie, Zysten, Infektionen oder Trächtigkeit) herausstellen, einer Ovario-Hysterektomie, das heißt, einer Entfernung der Gebärmutter zusammen mit den Eierstöcken den Vorzug. Wenn Sie den Eingriff noch hinausschieben möchten, bietet die medikamentöse Kontrazeption eine akzeptable Übergangslösung.