Veterinary Service

Passwort vergessen?

Registrieren.

Inhalt überspringen und direkt zur Hauptnavigation.

Sie befinden sich hier:

  1. ROYAL CANIN Website
  2. Hund
  3. Enzyklopädie der Hunde
  4. Vom Ursprung der Hunderassen
  5. Ursprünge und Evolution des Hundes
  6. Ursprung der Hunde

Ursprung der Hunde

 

 

 

 

 

 

Ursprung der Hunde

Wenn man bedenkt, dass die Ursprünge der Erde etwa 4,5 Milliarden Jahre zurückliegen, so erscheinen die der ersten Säugetiere (100 Mio. Jahre), der ersten Hunde (50 Mio. Jahre) und dann der ersten Menschen (3 Mio. Jahre) relativ jung. Vergleicht man die Geschichte der Erde mit einem einen Kilometer langen Weg, stellt das Leben der Säugetiere davon nur die letzten Meter und das der Hunde nur die letzten Zentimeter dar!

Ursprung der Hunde

Die Hunde sind durch spitze Eckzähne, ein der Lebensweise der Allesfresser angepasstes Gebiss und ein auf die Fortbewegungsart der Zehengänger eingestelltes Skelett gekennzeichnete Säugetiere.

Sie gehören der Ordnung der Fleischfresser an, deren Entwicklung im Anfang der Ära des Tertiärs liegt, in den von den am Ende des Sekundärs untergegangenen Großreptilien freigegebenen ökologischen Nischen.

Sie haben sich in jener Epoche zu entwickeln begonnen und sich auf dem nordamerikanischen Kontinent mit dem Auftreten einer Familie von Fleischfressern diversifiziert, die unseren heutigen Wieseln ähnelte: den Miakiden. Diese Familie gedieh vor 40 Millionen Jahren auf dem Kontinent und umfasste 42 verschiedene Arten, von denen heute nur noch 16 existieren. Die Familie der Hunde unserer Zeit umfasst 3 Unterfamilien: die Kuoninen (Lycaon), die Otokyonen (Otocyon von Südafrika) und die Hunde (Hund, Wolf, Fuchs, Schakal, Koyote).

Evolution der Hunde

Mit dem Auftreten der Art Hesperocyon haben die Hunde allmählich die Miakiden ersetzt, was nach allgemein anerkannter Betrachtung etwa 35 Millionen Jahre zurückliegt. Ihr Schädel und ihre Zehen wiesen bereits osteologische und dentale Analogien zu jenen der Wölfe, Hunde und Füchse unserer Zeit auf, so dass sie als Ursprung dieser Linien angesehen werden können. Im Miozän tritt dann die Art Phlacyon auf, die einem Waschbär ähnelte, vor allem aber auch der Art Mesocyon, deren Zahnformel mit derjenigen des heutigen Hundes vergleichbar war.Das Profil der Familie der Hunde entwickelte sich dann allmählich über die Arten Cynodesmus (die dem Koyoten ähnelt), Tomarctus und Leptocyon weiter, um sich mit der Verkürzung und dem Einrollen des Schwanzes, der Verlängerung der Extremitäten - insbesondere der Verkürzung des Daumen genannten Fingers - die eine Anpassung an das Rennen bedeuteten, immer mehr unserem heutigen Wolf oder selbst dem Hund der Rasse Spitz zu nähern.

Auftreten der Art Canis

Die Hunde der Art Canis treten erst am Ende des Tertiärs auf, um dann im hohen Eozän über die Beringstrasse Europa zu erreichen, aber sie scheinen im Oligozän zugunsten der Ursiden zu verschwinden. Das obere Miozän sieht sie erneut mit der Einwanderung des Canis lepophagus, der noch immer aus Nordamerika stammt, aber bereits dem heutigen Hund ähnelt, wenn auch sein Wuchs eher dem des Kojoten nahestand. Diese Hunde breiteten sich allmählich nach Asien, dann im Pliozän nach Afrika aus. Paradoxerweise scheinen sie Südamerika erst sehr viel später, im unteren Pleistozän, erobert zu haben. Schließlich ist es wahrscheinlich der Mensch, der vor etwa 500.000 Jahren im oberen Pleistozän am Ursprung ihrer Wanderung auf den australischen Kontinent steht. Aber es ist durch nichts bewiesen, dass sie auch die Vorfahren der Dingos sind, dieser Wildhunde die heute den Kontinent bevölkern und die erst vor 15.000 - 20.000 Jahren durch den Menschen eingeführt wurden.

Der Vorfahr des Wolfs, des Schakals und des Koyoten

Der Canis etruscus, der etruskische Hund, der vor etwa 1 - 2 Millionen Jahren lebte, wird heute trotz seines kleineren Wuchses als der Vorfahr des Wolfs in Europa angesehen, während der Canis cypio, der vor etwa 8 Millionen Jahren die Pyrenäen bevölkerte, am Ursprung des heutigen Schakals und des Kojoten zu stehen scheint.

Von der Bedeutung archäologischer Stätten in Europa und China

Man unterscheidet auf den archäologischen Stätten Europas mehrere Hundearten. Die größeren werden Nachfahren der großen Wölfe des Nordens sein (sie hatten die Widerristhöhe der heutigen deutschen Doggen). Sie scheinen auch die nordischen Hunde und die großen Schäferhunde hervorgebracht zu haben. Die kleineren, die morphologisch den heutigen Wilddingos näher stehen, finden ihre Ursprünge bei den kleineren Wölfen Indiens oder des Mittleren Ostens.