Veterinary Service

Passwort vergessen?

Registrieren.

Inhalt überspringen und direkt zur Hauptnavigation.

Sie befinden sich hier:

  1. ROYAL CANIN Website
  2. Hund
  3. Enzyklopädie der Hunde
  4. Der Hund und sein Halter
  5. Der Hund im Alltag
  6. Der Alltag

Der Alltag

Der zukünftige Besitzer sollte eine kleine "Aussteuer" mit für den Hund unverzichtbaren Dingen zusammenstellen: in erster Linie ein Halsband und eine Leine sowie einen Fress- und einen Trinknapf. Am besten sind wohl solche aus Edelstahl oder Glas, da sie sich leicht reinigen lassen und manche Hunde unter Hautallergien gegen Plastik leiden. Auch erweisen sich Kunststoffnäpfe in vielen Fällen als nicht "zahnfest". Achten Sie darauf, dass der Hund immer frisches Wasser zur Verfügung hat und Fress- und Trinknapf immer sauber sind. Für die Pflege des Haarkleides ist regelmäßiges Bürsten je nach Hunderasse einmal oder mehrmals pro Woche notwendig. Das ist mehr als nur eine Frage der Sauberkeit. Es erlaubt dem Halter vielmehr sicherzustellen, dass sein Hund keine Verletzungen oder Parasiten hat, und vor allem wird so das Vertrauen, das für ein gesundes Gleichgewicht der Rangordnung notwendig ist, weiter gefestigt.

Das Füttern ist ein wichtiger Moment des Tages. Wählen Sie ein Futter, das zur Größe Ihres Hundes, zu seinem Alter und zu seinem Aktivitätsgrad passt. Die Anzahl der Mahlzeiten verringert sich zwischen dem dritten und achten Lebensmonat von vier auf zwei und pendelt sich im Erwachsenenalter schließlich bei zwei Mahlzeiten ein. Bei großwüchsigen Rassen sind zwei Mahlzeiten besser, um ein Überdehnen des Magens zu vermeiden. Verhindern Sie, dass bei den Mahlzeiten mehrere Hunde um das Fressen konkurrieren.

Da der Hund in der Hierarchie der Rangniedrigere ist, muss er ohne zu knurren akzeptieren, dass der Halter seinen Napf anfasst. Das ist um so wichtiger, wenn es in der Familie Kinder gibt. Außerdem sollten Sie von Anfang an die Mahlzeit des Hundes gelegentlich unterbrechen, indem Sie den Fressnapf hochheben, dem Hund befehlen zu sitzen und ihm dann sein Fressen wieder hinstellen. Der Junghund darf erst dann wieder fressen, wenn sein Halter es ihm erlaubt. Diese Erziehung dauert zwar lange, da die kleinen Wilden einen unbezähmbaren Appetit haben, ist aber für den Erhalt der Rangordnung unverzichtbar. Der Rudelchef hat das Sagen.

Der Hund ist ein geselliges Tier und hat daher das Bedürfnis, andere Lebewesen kennen zu lernen und sein Territorium zu erforschen. Ob er in einer Wohnung lebt oder einem Haus - es reicht ihm nicht, wenn Sie nach dem Film fünf Minuten mit ihm Gassi gehen oder wenn er die ganze Zeit im Garten bleiben muss. Gehen Sie jeden Tag mindestens eine Stunde mit ihm spazieren, dann kann er seine überschüssige Energie loswerden, lässt zu Hause Ihre Möbel in Ruhe und kann sich in eine Art Pseudo-Rudel mit den Hunden der Nachbarschaft integrieren. Haben Sie sich natürlich für einen körperlich aktiven Hund wie zum Beispiel einen Husky entschieden, so braucht Ihr Gefährte jeden Tag sehr viel mehr Bewegung für seine Entwicklung.

In vielen Bundesländern schreiben die Behörden vor, dass der Hund beim Spaziergang in der Stadt an der Leine bleiben muss, damit der Halter ihn jederzeit im Griff hat. Wenn also ein Hund durch ein Unglück von einem Auto überfahren wird, während er nicht angeleint ist, so ist sein Besitzer für die entstandenen Schäden verantwortlich. Das Gleiche gilt, wenn er einen anderen Hund oder einen Menschen beißt. Man kann Ärger vermeiden, indem man seinem Gefährten beibringt, an der Leine zu laufen und ohne Diskussion bei Fuß zu kommen und ihn sehr früh sozialisiert. Frei laufen lassen sollten Sie Ihren Hund lediglich in Parks, ausgewiesenen Freilaufflächen oder auf dem Lande.

Das Laufen an der Leine lernt der Hund in frühestem Alter. Schon der ganz kleine Welpe will seinem Halter hinterherlaufen. Nutzen Sie diesen Umstand, um ihn bei Fuß zu rufen. Anschließend legen Sie ihm manchmal die Leine an und manchmal lassen sie ihn wieder laufen. So verknüpft der Hund das Herangerufen werden nicht mit dem Verlust an Freiheit. Natürlich ist etwas Anpassungszeit nötig. Der Welpe lässt sich zunächst ein bisschen ziehen. Dann drängt es ihn mehr und mehr nach vorn. Achten Sie darauf, dass er niemals an der Leine zerrt. Das ist eine schlechte Angewohnheit und kann unter Umständen gefährlich werden. Um dagegen anzugehen, reicht es meist, wenn Sie stoppen und leicht in Gegenrichtung an der Leine rucken. Der Welpe gerät aus dem Gleichgewicht und wird nach ein paar Purzelbäumen darauf verzichten, vorauszulaufen. Ist diese Phase erfolgreich abgeschlossen, bringen Sie ihm als Nächstes das Gehen ohne Leine bei.

Die Wohnung ist das Revier Ihres Gefährten. Je nach Rasse bewacht er mehr oder weniger instinktiv sein Haus und macht sich durch sein Bellen bemerkbar. Das Bellen kann auch Langeweile ausdrücken, wenn der Hund den ganzen Tag alleingelassen wird. Manchmal wird diese Ausdrucksweise jedoch für die Nachbarn zur Qual. Eine gute Erziehung ist der Schlüssel für gutnachbarliche Beziehungen. Es ist einfach, Ihrem Hund beizubringen, auf Befehl zu bellen und ruhig zu sein. Zunächst befehlen Sie ihm "gib Laut!" und belohnen ihn, wenn er gehorcht. Und später geben sie ihm seine Belohnung erst, wenn Sie ihm mit fester Stimme "Stopp!" befohlen haben und er brav wieder still ist.

Wenn ein Garten vorhanden ist, müssen Sie sicherstellen, dass der Hund nicht fortlaufen kann. Eine gute Umzäunung, die hoch genug und sicher verankert ist (denn ein Hund gräbt!), ist unverzichtbar. Denken Sie daran, dass Sie für die Schäden verantwortlich sind, die er anrichtet, wenn er wegläuft. Egal was für einen Hund Sie haben - Sie sollten auf jeden Fall eine Privat-Haftpflichtversicherung abschließen.


EIN ZWEITES TIER IM HAUS

Kommt ein neuer Hund ins Haus, sollten Sie dafür sorgen, dass beide Tiere wirklich optimal zusammenleben können.
Vergessen Sie nicht, dass der Erstbewohner bereits die Gebietshoheit hat und auch so behandelt werden muss. Der Neuankömmling darf seine Gewohnheiten nicht stören, sondern muss sich so diskret wie möglich in die Familie integrieren.
Es ist wichtig, dass die Dominanz des Erstbewohners gewahrt bleibt, und deswegen müssen Sie ihn jetzt ganz besonders beachten: Das erste Streicheln, der erste Fressnapf gehören ihm? Natürlich sollten Sie die Hunde im Auge behalten, um unerwünschte Rangordnungskämpfe zu vermeiden. Helfen Sie den Tieren, sich kennen zu lernen und miteinander zu leben.
Der Erstbewohner kann ein Hund sein: In diesem Falle dauert es nicht lange, bis sie sich aneinander gewöhnt haben und sie werden sehr schnell zu Spielgefährten.
Vielleicht ist der Erstbewohner eine Katze: Ist einer der beiden noch sehr jung, gibt es wenig Probleme (Entweder sie verstehen sich gut, oder jeder bleibt in seiner Ecke). Ist das jedoch nicht der Fall, werden sie sich "wie Hund und Katze" benehmen, und Sie handeln sich allerlei Aufregung ein. Es ist besser, sich von einem der beiden zu trennen. Das kommt jedoch relativ selten vor, denn meistens sucht sich jeder sein eigenes Territorium und geht dem Anderen aus dem Weg.


VERSICHERUNGEN

Privat-Haftpflichtversicherungen

Ihr Hund kann ausreißen, weglaufen und außer Sichtweite Ihres wachsamen Auges Schaden verursachen. Dann werden Sie als Eigentümer zur Verantwortung gezogen. Sie sollten deshalb eine spezielle Hunde-Haftpflichtversicherung abschließen. In einigen Bundesländern ist sie für bestimmte Hunde vorgeschrieben. Aber Vorsicht: Auch diese Versicherung deckt zwar Schäden gegenüber Dritten ab, Sie und Ihre Familie sind jedoch nicht gegen Schäden versichert, die Ihr Hund bei Ihnen zuhause anrichtet. Sie sollten Ihren Versicherungsschutz entsprechend erweitern. Vertrauen Sie Ihren Hund oft jemand anderem an, sollten Sie den Versicherungsschutz auch zu seinen Gunsten erweitern. Wenden Sie sich beim geringsten Zweifel an Ihre Versicherungsgesellschaft.

Besondere Risiken

Der Privat-Haftpflichtvertrag kann nicht alle Risiken enthalten, gegen die Sie sich speziell absichern möchten. Sie sollten sich zusammen mit Ihrem Versicherungsvertreter die Vertragsbedingungen einer
Tierhalter-Haftpflichtversicherung durchlesen. Bei dieser Art von Versicherung ist der Versicherungsnehmer der Begünstigte, also Sie als Tierhalter oder jeder andere, der ohne Bezahlung auf Ihren Hund aufpasst.
Richtet Ihr Hund Dritten gegenüber Schaden an und sind Sie für diesen Schaden haftbar, so deckt dieser Versicherungsvertrag die finanziellen Folgen ab.
Dieser Schaden kann materieller oder immaterieller Art sein, wie zum Beispiel Bellen während der vorgeschriebenen Ruhezeiten.
Der Vorteil dieser Art von Vertrag ist, dass man, je nachdem ob es sich um einen Wachhund, Jagdhund oder geschäftlich genutzten Hund handelt, entsprechende Erweiterungen des Versicherungsschutzes vornehmen kann.
Informieren Sie bei einem Schadenereignis unverzüglich Ihre Versicherung und teilen Sie im Einzelnen mit:

  • Ort und Datum des Schadenereignisses
  • Ursachen und Umstände
  • Namen und Adressen der Opfer
  • voraussichtliche Schadenhöhe
  • Namen und Adressen der Zeugen

Gesundheitskosten

Es gibt eine Krankenversicherung für Ihren Hund. In Deutschland sind diese Versicherungen allerdings bisher noch nicht grundsätzlich zu empfehlen. Besprechen Sie mit Ihrem Versicherungsvertreter, ob eine solche Krankenversicherung für Sie in Frage kommt. Fragen Sie auch Ihren Tierarzt nach seinen Erfahrungen.
Einfache Policen decken Unfälle und Operationen ab. Sogenannte Rundum-Policen können bei manchen Versicherern neben Impfung und Krankheit sogar Unterbringungskosten beinhalten.
Lesen Sie sich das Angebot Ihres Versicherers genau durch, denn die versicherten Risiken sind je nach Versicherungsgesellschaft sehr unterschiedlich. Außerdem enthalten zwar viele Policen die gleichen Ausschlüsse (erbliche Störungen und Krankheiten, Misshandlung, Verletzungen nach organisierten Kämpfen, Geburt, Kastration, Schönheitsoperationen, Zahnsteinentfernung, Tätowierung, Nahrungsmittel, Parasitenschutz, Krankheiten und Unfälle, die vor Vertragsabschluss eingetreten sind?), einige decken jedoch Impfungen und Unterbringungskosten ab.


DER HUND IN DER STADT

Mit dem Hund in der Stadt auf die Straße zu gehen, ist nicht das gleiche wie ein Spaziergang auf dem Lande. Es gibt bestimmte Regeln, Gebote der Höflichkeit und der Sauberkeit, die zu beachten sind. Sie müssen davon ausgehen, dass nicht jeder Ihren vierbeinigen Freund unbedingt schätzt.

Vor allem die Impfungen des Hundes müssen absolut auf dem Laufenden sein, der Halter (oder derjenige, der den Hund ausführt) muss im Besitz des Impfpasses sein, vor allem in erklärten Tollwutgebieten. Stellen Sie auch sicher, dass der Hund nicht Träger einer auf den Menschen übertragbaren oder für seine Artgenossen sehr ansteckenden Krankheit ist.

Wollen Sie einen Hund in der Stadt ausführen, muss er an der Leine bleiben und ein (Größe und Charakter des Hundes angepasstes) Halsband oder Geschirr tragen (für besonders unruhige Hunde gibt es Kettenwürger). Für manche Hunde besteht in verschiedenen Bundesländern Maulkorbpflicht.

Während des Spaziergangs verrichtet ein Hund sein Geschäft. Wenn man einmal addiert, wie viele streunende Hunde es gibt und wie viele Hunde "Gassi" geführt werden, kann man sich vorstellen, welche Mengen an Kot da zusammen kommen. Um so wichtiger ist es, dass Sie mit Ihrem Hund an einen für ihn vorgesehenen Ort gehen - und das ist nicht der Bürgersteig. 1995 landeten in Paris täglich zwei Menschen in der Notaufnahme, weil sie in Hundekot ausgerutscht waren. Sogenanntes "Premium-Hundefutter" beugt solchen Problemen vor: Die Exkremente des Hundes sind relativ hart und werden in kleinen Mengen abgesondert und lassen sich leicht mit der Schuhspitze in den Rinnstein schieben - oder noch besser: in eine kleine Plastiktüte einsammeln. In der Stadt sind nicht alle Hunderassen erlaubt - das gilt in vielen Ländern dieser Welt. Wegen folgender Rassen sollten Sie sich gegebenenfalls bei der Stadtverwaltung erkundigen: Pitbull, American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Rottweiler. Es hat tatsächlich tragische Unfälle gegeben - dies zeigt, dass Hunde in falschen Händen extrem gefährlich für die Gesellschaft sein können. Bei den schwersten Unfällen waren Hunde der vorgenannten Rassen beteiligt.

Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten, wenn Sie mit Ihrem Hund verreisen möchten. Der Ratgeber "Gut reisen mit Ihrem Hund" am Ende dieses Buches enthält weitere Hinweise.


"Gassi Gehen"

Egal wie groß Ihr Hund ist, muss er mindestens zweimal pro Tag Auslauf bekommen. Bei Rassen von kleiner Körpergröße reicht dreimal eine halbe Stunde; größere Hunde brauchen viel länger (etwa eine Stunde), um ihr Geschäft zu erledigen und aufgestaute Energie abzubauen. Sie brauchen ein Gelände, wo Sie mit Ihrem Hund relativ gefahrlos spazieren gehen können (zum Beispiel keine verkehrsreichen Straßen in der Nähe) und wo er auch ohne Leine laufen darf. Jedes Wochenende gibt ein langer zweistündiger Spaziergang Ihrem Hund Gelegenheit, wirklich aus dem Alltagstrott auszubrechen: in Parks und Wäldern, wo er eine neue Umgebung und andere Hunde kennen lernt!


Das Alter des Hundes spielt natürlich ebenfalls eine Rolle: Ein junger Welpe muss oft für kurze Zeit "Gassi gehen", während es alten oder kranken Hunde völlig reicht, wenn sie zweimal am Tag draußen ihr Geschäft verrichten. Nach der Rückkehr muss der Hund systematisch untersucht werden.


Die Pfoten
Untersuchen Sie im Sommer regelmäßig die Ballen auf Verletzungen durch spitze oder scharfe Gegenstände (Dornen, Scherben?). Prüfen Sie auch, ob sich nicht eventuell ein Ährchen in die Zwischenräume zwischen den Zehenballen gebohrt hat. Diese Ährchen sitzen an Gräsern, also an fast allen Wiesenpflanzen und wirken wie mikroskopisch kleine Harpunen. Kommen sie mit Gewebe in Berührung, bohren sie sich hinein und verursachen schwere Verletzungen. Läuft der Hund im Winter durch verschneite Gebiete, so können seine Ballen wegen des aggressiven Salzes auf den Straßen leicht aufplatzen. Spülen Sie daher die Pfoten mit lauwarmem Wasser ab.


Die Ohren
Hier setzen sich die Ährchen am liebsten fest. Sie müssen mit einer Pinzette aus dem Gehörgang entfernt werden (wenn sie bereits so weit vorgedrungen sind). Das ist Feinarbeit und oft schmerzhaft und sollte eventuell vom Tierarzt übernommen werden.


Das Fell
Schwimmt der Hund im Sommer gern, so sollten Sie ihn hinterher abspülen. Egal ob in einem Fluss oder im Meerwasser, es lagern sich Partikel im Fell des Hundes ab und können Hautreizungen hervorrufen. Sorgfältiges Auswaschen entfernt diese Partikel. Hat das Fell Ihres Hundes Teerflecken, so dürfen Sie keinesfalls versuchen, sie mit Reinigungsbenzin oder anderen Rohöl-Derivaten zu entfernen, da diese hochgiftig sind. Es reicht völlig, wenn Sie etwas Pflanzenöl auftragen und nach ein paar Minuten, wenn das Öl die Teerpartikel gelöst hat, den Hund baden.


Im Winter können Sie Ihrem Hund einen Mantel überziehen, wenn es draußen zu kalt ist. Die meisten Hunde vertragen jedoch die Härten des Winters durchaus (mit Ausnahme von Nackthunden) und bekommen im Gegenteil erst dann Probleme, ohne Mantel ins Freie zu gehen, wenn Sie sie an die Bekleidung gewöhnt haben.

Die Pflege des Haarkleids

Das Haaren
Egal was für ein Fell der Hund hat, seine Haare fallen aus und wachsen nach. Hunde, die im Freien leben, wechseln zweimal im Jahr entsprechend der Veränderung der Lichtintensität ihr Haarkleid. Hunde, die im Hause leben, sind den Änderungen der Lichtintensität weniger ausgesetzt: Sie haaren das ganze Jahr über, jedoch besonders stark im Frühjahr und im Herbst. Die tägliche Bürstenpflege und das Baden helfen, die toten Haare zu entfernen. Je nach Art des Haares sind Ausfall und Beschaffenheit unterschiedlich.


Glatthaar
(kurzes, eng am Körper anliegendes Deckhaar) Auch wenn glattes Kurzhaar nicht regelmäßig gepflegt werden muss, ist zweimaliges Bürsten pro Woche dennoch erforderlich. Benutzen Sie dabei eine Bürste aus Gummi gegen den Strich, um Schuppen und tote Haare zu lösen. Um Unreinheiten zu entfernen, fahren Sie mit einer Bürste aus Schweineborsten in Wuchsrichtung über den Körper des Hundes. Das Bürsten ist beendet, wenn Sie das Fell mit einem feuchten Fensterledertuch glänzend nachpoliert haben.


Kurzhaar, Rauhaar, Drahthaar
Da dieses Fell so dicht ist (es gibt Unterwolle und Deckfell), muss der Hund jeden zweiten Tag gebürstet werden. Fahren Sie mit einer Zupfbürste gegen den Strich, um ein Maximum an Haar und toten Zellen zu lösen und um die Unterwolle auszudünnen. Gehen Sie anschließend mit einer Schweineborstenbürste in Wuchsrichtung über das Fell, um alle zuvor gelösten Elemente zu entfernen. Ein grober Kamm lässt sich für die Haare an Rute und Läufen verwenden. Das Haarkleid des Rauhaarhundes muss vier- bis fünfmal im Jahr mit einem Trimmmesser ausgedünnt werden. Damit lassen sich abgestorbene Haare zwischen Messer und Daumen greifen und herausreißen. Eine solche Haarentfernung tut nicht weh, wenn sie korrekt in Wuchsrichtung des Fells durchgeführt wird.


Langhaar
Langhaarhunde sehen wunderbar aus, müssen aber täglich gebürstet werden. Bei einem Afghanischen Windhund kann das bis zu einer Stunde pro Tag dauern. Bürsten Sie mit einer Zupfbürste in Wuchsrichtung, um Knoten und Unterwolle zu entfernen. Wegen der Länge der Haare kann das Lösen der Knoten schmerzen; gehen Sie sanft vor, um Ihrem Hund nicht weh zu tun.


Bei Hunden mit seidigem Fell (Yorkshire Terrier, Afghanischer Windhund?) bringt die Benutzung einer Bürste aus Schweineborsten das Haarkleid zum Glänzen.


Bei Hunden mit viel Unterwolle (Collie?) lassen sich Verunreinigungen mit einer Metallbürste entfernen.


Ein grobzinkiger Kamm entwirrt die Haare hinter den Sprunggelenken. Egalisieren Sie mit einer Schere die Felllänge, und entfernen Sie die Haare, die besonders zur Knotenbildung und zum Schmutzsammeln neigen (Sprunggelenke, Vorbrust, Zwischenräume der Zehen und Ballen). Nach jeder Benutzung müssen die Instrumente gereinigt und an einen trockenen Platz geräumt werden. Um zu verhindern, dass die Metallbürsten rosten, sollten Sie sie gut abtrocknen und mit einem in Pflanzenöl getränkten Tuch abreiben.


Baden
Wie oft Ihr Hund baden muss, hängt von seiner Haarstruktur ab; Glatthaare müssen nur gewaschen werden, wenn sie schmutzig sind, Kurzhaare im Durchschnitt zweimal pro Jahr und Langhaare etwa alle drei Monate.
Kleine Hunde können in einer Schüssel oder einer Babywanne gebadet werden und große Hunde in der Badewanne oder draußen (wenn die Außentemperatur es erlaubt). Ein Gummiteppich verhindert, dass der Hund unkontrolliert herumrutscht und sich eventuell verletzt oder dauerhaft traumatisiert. Benutzen Sie lauwarmes Wasser und ein spezielles Hunde-Shampoo. Für Menschen bestimmte Produkte (auch Baby-Produkte) sind zu scharf und reizen die Hundehaut.


Den Hund waschen

Das Fell sollte zunächst gebürstet werden, bevor man mit dem Waschen beginnt, damit die Knoten entwirrt sind. Befeuchten Sie den gesamten Körper des Hundes. Massieren Sie das Hunde-Shampoo ein, achten Sie dabei auf Ohren und Augen; einige Minuten einwirken lassen, dann gründlich ausspülen. Am besten spülen Sie den Kopf zuletzt ab, sonst schüttelt sich der Hund eventuell. Den Hund gründlich abtrocknen und anschließend dafür sorgen, dass er sich in einem warmen Zimmer aufhält. Im Sommer können Sie den Hund im Freien lassen oder einen Spaziergang mit ihm unternehmen, falls er nicht dazu neigt, sich überall herumzurollen. Wenn es dem Hund nichts ausmacht, können Sie ihn im Ausnahmefall auch mit einem Fön trocknen: Passen Sie aber auf, dass Sie ihn nicht verbrennen. Außerdem sollten Sie ihn dabei bürsten.


DIE TÄGLICHE PFLEGE IHRES HUNDES


Es gibt einige Dinge, die Sie täglich für Ihren Hund tun müssen - aus Gründen der Hygiene und damit Sie frühzeitig eventuelle Anzeichen einer Krankheit erkennen.

Die tägliche Hygiene

Es gibt mehrere sehr einfache Mittel sicherzustellen, dass die einzelnen äußeren Organe gesund sind und auch bleiben.

Nase

Die Nase muss zu jeder Tageszeit feucht und kühl sein. Sie darf ein bisschen austrocknen, wenn der Hund schläft, muss aber beim Aufwachen wieder feucht werden.
Die Nase braucht keine besondere Pflege: Verkrustungen, Risse sowie flüssige oder schleimig-eitrige Absonderungen sind Krankheitserscheinungen, die der Tierarzt untersuchen sollte.

Mundhöhle

Die Lefzen müssen sauber sein und relativ dicht abschließen. Einige Rassen haben hängende Lefzen. Achten Sie auf eventuelle Risse oder Rötungen.
Die Zähne sollten weiß sein und möglichst wenig Zahnstein aufweisen. Hunde sind meist nicht sehr kooperativ, wenn ihnen jemand an die Schnauze will, Sie sollten bereits den Welpen frühzeitig daran gewöhnen.
Das Zahnfleisch muss rosig sein: Rote Ränder um die Zähne sind pathologisch und weisen auf eine schmerzhafte Entzündung hin, die den Appetit des Hundes mindert, da er seine Nahrung weder aufnehmen noch zerbeißen kann.
Eine Reinigung der Zähne ist also nötig. Sie lässt sich auf unterschiedliche Weise bewerkstelligen. Am wirksamsten ist der Gebrauch einer Zahnbürste und einer speziell für Hunde entwickelten Zahnpasta; das Zähneputzen sollte mehrmals pro Woche erfolgen. Außerdem gibt es wohlschmeckende Zahnpflegetabletten, die Aktivstoffe freisetzen, wenn der Hund kaut: Sie sind interessant für Hunde, die sich nicht die Zähne putzen lassen. Und schließlich können Sie dem Hund jederzeit Gegenstände aus Büffelleder oder Knorpel geben: Dieses natürliche "Kaugummi" wirkt der Bildung von Zahnstein quasi mechanisch entgegen, wenn der Hund kaut. Ab einem gewissen Punkt helfen diese Methoden jedoch nicht mehr: Nur eine Zahnsteinentfernung und eine antibakterielle Behandlung durch den Tierarzt können dann noch eine entstehende Entzündung und übermäßigen Zahnstein eindämmen.

Augen

Das Auge sollen glänzen und die Bindehaut rosig sein. Es darf keine Absonderung von Flüssigkeit im inneren Augenwinkel sichtbar sein. Es ist durchaus möglich, jeden Tag die Augen des Hundes mit einer Augenlotion zu reinigen. Dazu heben Sie den Kopf des Hundes an, öffnen Sie das Oberlid und spritzen ein bisschen von der Flüssigkeit ins Auge. Die überschüssige Menge fangen Sie mit einer Kompresse auf. Zwei Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie treffen: Um den Hund nicht zu ängstigen, sollten Sie das Fläschchen von hinten heranführen. Und achten Sie auf das Verfallsdatum der Lotion und ihre Haltbarkeit nach dem Öffnen: Diese Lotionen verunreinigen leicht und verlieren dann ihre Wirksamkeit.

Ohren

Der Hund kann die Ohren auf zwei Arten tragen: Es gibt Hängeohren und Stehohren. Hängeohren müssen öfter untersucht werden: Der Verschluss des äußeren Gehörgangs durch den Ohrlappen verhindert eine gute Belüftung des Gehörgangs. Die Art der Haare auf dem Ohr (lang, gelockt, kurz...) ist ebenfalls von Bedeutung.
Der äußere Gehörgang muss also sauber sein und darf keine Haare enthalten.
Die Reinigung der Ohren muss regelmäßig erfolgen. Bei Hängeohren kann dies ein- bis zweimal pro Woche sein, bei Stehohren alle vierzehn Tage. Benutzen Sie dazu eine spezielle Lotion für Hundeohren. Das Vorgehen ist folgendermaßen: Führen Sie den Flaschenkopf in den Gehörgang ein (es besteht keine Gefahr für das Trommelfell, da der Gehörgang in L-Form verläuft.), geben Sie einen Spritzer der Lotion in den Gehörgang, ziehen Sie den Flaschenkopf heraus, massieren Sie die Ohrwurzel etwa 30 Sekunden lang und trocknen Sie schließlich den Gehörgang mit einem Wattebausch oder einer Kompresse, ohne diese jedoch einzuführen.
Langhaarige Hunde haben oft Haare in den Ohren. Dadurch kann das Ohrenschmalz sich nur selten korrekt absondern. Entfernen Sie in diesem Falle die Haare aus den Ohren.

Genitalien und After

Durch eine regelmäßige Untersuchung der männlichen und weiblichen Genitalien können Sie sicherstellen, dass sie sauber sind: Bei jeglicher Form von Ausfluss müssen Sie mit dem Hund zum Tierarzt.
Der Anus muss sauber sein und darf keinen Spuren von Durchfall aufweisen.

Krallen

Es gibt beim Hund zwei Arten von Krallen: die Afterklauen und die Zehenklauen. Sie wachsen kontinuierlich, und der normale Aktivitätsgrad des Hundes sorgt für das Abschleifen der Zehenklauen. Ist dies nicht der Fall (die Krallen sind dann laut hörbar, wenn der Hund läuft), so schneiden Sie sie mit einer Krallenzange. Es ist jedoch wichtig, dabei nicht die Blutgefäße zu zerstören, die sich an ihrer Wurzel befinden: Bei hellen Krallen scheint ein rosafarbenes Dreieck durch. Bei schwarzen Krallen kann man die Gefäße auf der Unterseite der Krallen deutlich erkennen. In beiden Fällen schneiden Sie außerhalb der Markierungen.
Es kann sein, dass Ihr Hund blutet: Dann behandeln Sie ihn mit Wasserstoffsuperoxyd oder einem blutstillenden Stift. Bedecken Sie eventuell die Wunde eine Stunde lang mit einer kleinen Wundauflage.
Das Gleiche gilt für die Afterklauen. Sie sind oft von Haaren verdeckt: Vergessen Sie sie nicht, denn wenn sie einwachsen, können sie sehr schmerzhaft werden und Wunden verursachen.