Der Hund im Fernsehen
Seit den Anfängen des Fernsehens trat der Hund bereits als potenzieller Darsteller auf. Zuerst als Statist, später als vollwertiger Schauspieler, hat er es geschafft, sich einen unersetzlichen Platz auf dem Bildschirm zu erobern.
Zur Zeit des Stummfilms trat der Hund häufig als treuer, unentbehrlicher Gefährte auf, jedoch auch - und dies waren seine Anfänge als Schauspieler - als komisches Element, beispielsweise zusammen mit Charlie Chaplin. Nach und nach gewann er in Fernsehsendungen an Bedeutung und seine Rolle ging über die eines einfachen Statisten hinaus.
Der Hund als Hauptdarsteller
Schließlich wurde der Hund zum Hauptdarsteller. Die Auswahl seiner Rasse wurde nicht mehr dem Zufall überlassen. Man setzte bevorzugt große Rassen für Abenteuerfilme sowie Krimis ein, und kleine Rassen für Komödien. Die Haupteigenschaften des Hundes gleich welcher Rasse, die in den Fernsehserien und -filmen in den Vordergrund treten soll, ist seine Treue seinem Herrn gegenüber.
Beispiele hierzu gibt es zur Genüge: Belle, die Pyrenäenschäferhünden, die Sébastien beschützt; Lassie, der umherschweifende Collie, stets bereit, den Schwächeren zu helfen; Rintintin, der gerechte Deutsche Schäferhund; der Hund aus "Der Ruf der Wildnis". Natürlich darf in dieser Aufzählung auch nicht der britischste aller Hunde fehlen, nämlich Pollux aus dem "Zauberkarussell", der einen bleibenden Eindruck bei Jung und Alt hinterlassen hat.
Der Hund und sein Herr
Inzwischen gibt es immer mehr neue Fernsehserien, in denen der Hund und sein Herr im Vordergrund stehen und sich immer wieder zeigt, wie zutreffend doch die Redewendung "Wie der Herr, so das Gscherr" ist. In der Serie "Gesetz ist Gesetz" beispielsweise ist die Ähnlichkeit zwischen der englischen Bulldogge Max und dem Staatsanwalt nicht zu leugnen. Gleiches gilt für den Hund von Colombo. Seit neuestem trifft man Hund und Herr häufig in den so genannten Sitcoms an. In diesen Serien spielt der Hund nicht nur eine tragende Rolle, er kann sogar auch sprechen.
Sendungen zum Thema "Hund"
Darüber hinaus gibt es immer mehr Sendungen, die ausschließlich dem Hund gewidmet sind, und die Themen wie Lebensgewohnheiten, Besonderheiten der verschiedenen Rassen, Haltung und Erziehung sowie Dressur und Ernährung behandeln. Der Zuschauer erhält viele praktische Ratschläge für das Zusammenleben mit seinem Vierbeiner. Häufig enden diese Sendungen mit der Vorstellung von Hunden aller Rassen und Altersklassen, die ein neues Zuhause suchen.
Derzeit werden im Fernsehen die Hauptcharakterzüge einer bestimmten Rasse herausgearbeitet, um somit entweder das Tier oder den Menschen zur Geltung zu bringen. Diese Taktik scheint ihre Früchte zu tragen, denn häufig im Fernsehen gezeigte Rassen werden im allgemeinen auch zu Modehunden. Einige Rassen sind hierbei gewiss unumgänglich: Deutsche Schäferhunde, Labradors... der Aspekt der Kommunikation tritt jedoch immer mehr in den Vordergrund: Der Hund "versteht" seinen Herrn und macht sich ihm durch bestimmte Verhaltensweisen verständlich. Ihm fehlt nur noch die Sprache - aber im Film ist alles möglich!


