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Das ideale Zuhause

Die katzengerechte Gestaltung des Lebensraums Ihrer Katze ist ein entscheidender Einflussfaktor für die Gesundheit Ihres Tieres. Dies gilt ganz besonders für Wohnungskatzen, die 100 % ihres Tages drinnen verbringen. Im Hinblick auf die Vorbeugung von Folgeerkrankungen der Kastration spielt das ideale Zuhause eine wichtige Rolle, da es Langeweile vermeiden hilft und die Katze zur Aktivität ermuntert!

Wie viel Platz benötigt eine Katze?

 

Grundsätzlich kann auch eine 1-Zimmer-Wohnung für Katzen spannend sein, wenn sie katzengerecht eingerichtet ist. Es kommt nicht auf den Platz in m2 an, sondern auf die Gestaltung der zur Verfügung stehenden Wohnräume. Besser ist es aber schon, wenn der Katze zumindest 2 Räume zur Verfügung stehen. So sehr Katzen auch die Nähe des Menschen schätzen, sie brauchen die Möglichkeit zum Rückzug. Sie wollen selbst entscheiden, wann sie Nähe und wann sie Distanz suchen. Der Wunsch nach Kontakt zum Menschen ist bei Katzen unterschiedlich ausgeprägt. In jedem Fall sollten Sie den Charakter der Katze respektieren und ihr keinesfalls Nähe „aufzwingen“.

Bei der Einrichtung des „Katzenhaushalts“ sollte berücksichtigt werden, dass Katzen schnell gelangweilt sind, wenn sie einen Raum nur von einer Perspektive aus betrachten können. Deshalb sollten mehrere Ebenen zur Verfügung stehen. Hier eignen sich Kratzbäume mit verschiedenen Etagen ganz hervorragend. Im Zoofachhandel finden Sie ein riesiges Angebot. Lassen Sie sich beraten, oder seien Sie selbst kreativ - ein Kratzbaum lässt sich mit einfachen Mitteln auch selbst herstellen. Zum Selberbasteln eines Kratzbaums eignet sich ein dicker, mehr oder weniger verzweigter Ast als Grundgerüst. An diesem werden dann Bretter aus dem Baumarkt in verschiedenen Höhen befestigt, die von Ihnen mit Stoff o. Ä. bezogen wer den können. Aus Holzkisten lassen sich außerdem interessante Höhlen herstellen, die den Kratzbaum für Ihre Katze ganz besonders interessant machen. Der Stamm des Baums sollte mit Sisalhanf umwickelt werden. Dieser bietet der Katze die Möglichkeit, ausgiebig ihre Krallen zu schärfen.

 

Ein frei hängendes Sisal seil ermuntert zudem zu sportlichen Höchstleistungen. Um den Spieltrieb zu wecken, können Sie an den verschiedenen Ebenen Katzenspielzeug befestigen. Hierzu eignen sich z. B. Spielmäuse ohne Plastikbestandteile oder ein einfaches Papierknäuel. Letzteres ist ein billiges und einfaches Mittel, um Katzen zu begeistern. Standort des Kratzbaums sollte ein warmes, sonniges Plätzchen sein. Sie werden schnell merken, dass Ihre Katze ein Nickerchen auf dem sonnen- beschienenen Kratzbaum zu schätzen weiß. Haben Sie in Ihrer Wohnung eine breitere Fensterbank, so schaffen Sie auf dieser Platz. Ihre Katze wird auch diesen Ort sehr schnell liebgewinnen, da er es ihr ermöglicht, das Geschehen draußen zu beobachten.

 

Das ideale Zuhause der Katze sollte in einem Raum Gelegenheit zum Verstecken und Erkunden bieten. Schlupfwinkel und Nischen wecken immer wieder die Neugier der Katze und sorgen für ausgiebige Beschäftigung. Hervorragend eignet sich ein einfacher Pappkarton. Schneiden Sie in diesen einfach ein paar Öffnungen, und stellen Sie ihn an eine Stelle, an der er Sie persönlich nicht stört.

 

Futternapf

Der Futternapf Ihrer Katze sollte an einem ruhigen Platz in der Wohnung stehen. Haben Sie mehrere Katzen, so sorgen Sie dafür, dass jedem Tier sein eigener Napf zur Verfügung steht. Achten Sie auch darauf, dass die Näpfe mit etwas Abstand aufgestellt werden, so dass jedes Tier ganz unbehelligt von seinem Nachbarn fressen kann. Eine neue Entwicklung ist der sogenannte "regulative Futternapf". Katzen scheinen aus diesem ihre Nahrung ganz besonders gerne zu fressen, und sie nehmen ihre Nahrung deutlich langsamer auf.

Die verlangsamte Futteraufnahme verhindert, dass es infolge hastigen Schlingens der Nahrung zum Erbrechen kurz nach dem Fressen kommt. Im Hinblick auf den Erhalt des Idealgewichts bei kastrierten Katzen ist dies von Vorteil, da die Katze eher ein Sättigungsgefühl hat, und die aufgenommene Futtermenge somit sinkt.

Wassernapf

Wie bereits besprochen, schätzen Katzen unmittelbare Nähe von Wasser- und Futternapf nicht besonders. 2 m Distanz sollten deshalb zwischen beiden Näpfen mindestens eingehalten werden. Um die Wasseraufnahme der Katze zu fördern, ist es ideal, wenn Sie mehrere Wassernäpfe in verschiedenen Räumen aufstellen. Die Katzen trinken so deutlich mehr, und die Gesundheit der Harnwege wird unterstützt. Auf großes Interesse treffen neuartige Wasserspender mit integriertem Springbrunnen. Sie begeistern die Katze und machen die Wasseraufnahme zu einer spannenden Abwechslung.

Katzentoilette

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Aus diesem Grund verabscheuen sie es, wenn das Katzenklo in der Nähe des Fressplatzes steht. Stellen Sie dieses am besten in einem anderen, ruhigen Raum auf. Im Handel sind verschiedene Modelle erhältlich. Diese reichen von einfachen Plastikschalen bis hin zu "überdachten" Katzentoiletten. Grundsätzlich sollte die Katzenstreu regelmäßig komplett gewechselt werden. Für die tägliche Reinigung reicht jedoch die Entfernung der verunreinigten Streu mit einer kleinen Schaufel. Wenn Sie das Katzenklo vollständig säubern möchten, so genügt es vollkommen, die Streu zu entfernen und die Toilette mit heißem Wasser auszuspülen. Legen Sie keine übertriebene Sauberkeit an den Tag, indem Sie Desinfektionsmittel oder parfümierten Haushaltsreiniger verwenden. Dies kann dazu führen, dass Katzen sich zukünftig einen anderen Platz suchen, um ihre Notdurft zu verrichten. Unsauberkeit kann die Folge sein. Halten Sie mehrere Katzen, so sollte für jedes Tier mindestens ein eigenes Katzenklo zur Verfügung stehen.

Weitere "Wohlfühlaspekte"

  • Lange hat man behauptet, dass Katzen Einzelgänger seien. Heute weiß man, dass Katzen nicht gerne allein sind. Dies gilt besonders für reine Wohnungskatzen. Sind Sie den ganzen Tag berufstätig, so empfiehlt sich die Anschaffung einer zweiten Katze. Damit sich beide wohl fühlen, ist besonders entscheidend, dass sie Platz haben, um sich bei Bedarf aus dem Weg gehen zu können. Jedem Tier sollten neben einem eigenem Fressplatz und einem Katzenklo auch ein eigener Schlafplatz zur Verfügung stehen.
  • Haben Sie die Möglichkeit, Ihrer Katze etwas Freigang zu verschaffen? Hervorragend! Schon ein gesicherter Balkon bedeutet für die Katze eine ideale Erweiterung ihres Territoriums. Im Handel gibt es sogenannte Katzennetze, mit denen Sie den Balkon sichern können. Ständige Möglichkeit zum Freigang ist natürlich noch besser, wenn Sie nicht gerade an einer stark befahrenen Straße wohnen. Eine Katzenklappe für die Tür eignet sich perfekt, um der Katze das problemlose Verlassen und auch den erneuten Zugang zum Haus oder der Wohnung zu ermöglichen. Im Fachhandel sind verschiedene einbruchsichere Modelle erhältlich.
  • Der Lebensraum der Katze sollte sicher sein! Vermeiden Sie deshalb die Anschaffung von Giftpflanzen (z. B. Weihnachtsstern, Primel, Azalee etc.)! Sichern Sie Kippfenster durch spezielle Vorrichtungen. Schon manch einer Katze ist ein gekipptes Fenster zur tödlichen Falle geworden. Lassen Sie keine Nadeln mit Faden in der Wohnung liegen, und verstecken Sie Elektrokabel, so gut es geht. Medikamente und Unkrautvernichter o. Ä. gehören unter sicheren Verschluss.
  • Integrieren Sie den Transportkorb Ihrer Katze in die Wohnung! So lernt sie schnell, dass von diesem keine Gefahr ausgeht, und der Transport wird fast zur Routine.