Die Kastration als Gesundheitsfaktor
Untersuchungen belegen, dass kastrierte Katzen im Vergleich zu ihren unkastrierten Artgenossen doppelt so alt werden können1!
(1Kraft W., Danckert D., Development of life spam in a cat population, Kleintierpraxis 1997, 42:21 -28)
Die Gesundheit von "potenten" Katzen ist bei weitem stärker gefährdet als bei kastrierten Tieren. Insbesondere die paarungsfähigen Kater beanspruchen ein riesiges Territorium, welches sie bei ihrer Partnersuche durchstreifen.
Auf ihrem Weg sind sie ständig erhöhten Risiken ausgesetzt wie:
• Autounfälle
• Jagdunfälle
• Verletzungen durch Kämpfe mit anderen Katzen
• Infektionskrankheiten (z. B. FeLV, FIP, FIV)
Lesen Sie nachfolgend die wesentlichen Vorteile, die eine Kastration mit sich bringt:
Durch die bestehenden Gefahren und den Stress wird auch das Immunsystem von nicht kastrierten Tieren im Vergleich zu kastrierten Katzen wesentlich stärker beansprucht. Kastrierte Katzen müssen nicht mehr umherstreifen, ihr Aktionsradius verringert sich. Sie verkleinern ihr Territorium merklich und suchen eher die Nähe zum Haus. Heftige Revierkämpfe um die Gunst eines Weibchens verlieren beim Kater nach der Kastration ihren Reiz; die Gefahr von Verletzungen und Infektionen sinkt. Außerdem sind Autounfälle und Jagdunfälle weniger zu befürchten, da sich die Tiere nicht mehr so weit entfernen und riskante Streifzüge ausbleiben. Insgesamt erhöht sich die Lebenserwartung der Kater deutlich! Durch die Entscheidung für eine Kastration tragen Sie folglich Sorge für ein längeres, sichereres Leben Ihres Tieres!
Geschlechtsreife Katzen hinterlassen Spuren!
Dies gilt insbesondere für nicht kastrierte Kater, aber auch Kätzinnen zeigen dieses Verhalten. Mit großem Eifer wird jede Gelegenheit genutzt, um das eigene Revier mit Harn zu "markieren". Bei aufgestelltem Schwanz werden Gegenstände im Territorium mit Urin bespritzt. Freigänger wählen dazu Bäume oder Sträucher an den territorialen Grenzen, Wohnungskatzen bedienen sich der vorhandenen Wände, Schränke o. Ä. Der Geruch des abgesetzten Urins ist äußerst unangenehm und penetrant. Kastrierte Katzen müssen nicht mehr aus Gründen des Sexualverhaltens auf diese Weise ihr Territorium kennzeichnen - sie verzichten darauf. Ein Vorteil der Kastration, der in erster Linie für Sie persönlich Vorteile bringt!
Kastrierte Katzen und Kater leben stressfreier!
Die tief greifenden Veränderungen des Sexualzyklus, die insbesondere bei der Kätzin ausgeprägt sind, entfallen. Kastrierte Katzen können zudem gänzlich auf die aufreibende Partnersuche und das dann folgende "Werben" um die Gunst des potenziellen Partners verzichten. Nicht kastrierte Katzen, bei denen die Trächtigkeit ausbleibt, werden schon nach kurzer Zeit wieder rollig. Der damit verbundene Stress ist für das Tier und seinen Besitzer nicht unerheblich. Unkastrierte Wohnungskatzen sind oft wegen der Gefahr einer unerwünschten Trächtigkeit zur Einzelhaltung verdammt. Die Kastration ermöglicht ein unbelastetes Katzenleben zusammen mit Artgenossen. Insgesamt lebt die kastrierte Katze deshalb einfach "sorgenfreier".
Kastrierte Katzen sind immer noch hervorragende Jäger!
Oft hört man die Aussage: "Ich lasse meine Katze nicht kastrieren, weil sie dann faul wird und keine Mäuse mehr jagt." Das Gegenteil ist oft der Fall - kastrierte Katzen können sich voll und ganz auf die Jagd konzentrieren und werden nicht mehr durch den Sexualtrieb abgelenkt. Geduldige Jäger sind erfolgreicher!
Sie sehen Ihre kastrierte Katze häufiger!
Nicht kastrierte Tiere kehren von ihren Streifzügen oft erst nach einigen Tagen zurück. Bis zu ihrer Rückkehr leben die Besitzer in ständiger Sorge, was passiert sein könnte. Taucht die Katze dann wieder auf, erholt sie sich nur kurz, um sich bald darauf wieder auf den Weg zu machen. Kastrierte Katzen sind selbstverständlich auch aktiv und unterwegs, sie lassen sich aber häufiger in Ihrer Nähe blicken und entfernen sich nicht mehr so weit. Man sagt kastrierten Katzen außerdem nach, dass sie wesentlich anhänglicher und verschmuster sind - welcher Katzenbesitzer wünscht sich das nicht?


