Veterinary Service

Passwort vergessen?

Registrieren.

Inhalt überspringen und direkt zur Hauptnavigation.

Sie befinden sich hier:

  1. ROYAL CANIN Website
  2. Gesundheit & Ernährung
  3. Hund
  4. Kastration bei Hunden
  5. Fortpflanzung des Hundes
  6. Geschlechtsorgane

Anatomie und Funktion der Geschlechtsorgane

Die Geschlechtsorgane umfassen bei Rüde und Hündin:

  • die Hoden bzw. Eierstöcke (Bildung der Samen- bzw. Eizellen)
  • die Nebenhoden und Samenleiter (Spermienausreifung und -weiterleitung) bzw. die Eileiter (Eizellausreifung und Befruchtung)
  • bei der Hündin die Gebärmutter (Einnistung und Entwicklung der Embryonen)
  • beim Rüden die Prostata (Produktion von Samenflüssigkeit)
  • die Begattungsorgane Penis und Vorhaut bzw. Scheide (Vagina) mit Scheidenvorhof und Scham

Rüde:

Hoden:

Im Vergleich zu anderen Tierarten sind die Hoden des Hundes recht klein. Die Hodengröße variiert in Abhängigkeit vom Körpergewicht erheblich. In den ersten Lebenswochen müssen die Hoden aus dem Körperinneren (der Bauchhöhle) nach außen in den Hodensack (Skrotum) absteigen. Dieser Prozess ist üblicherweise zwischen dem 10. und 40. Tag nach der Geburt abgeschlossen. Sind die Hoden im Alter von 8 Wochen noch nicht im Hodensack zu ertasten, so spricht man von einem verzögerten Hodenabstieg. Die Hoden sind dann entweder noch in der Bauchhöhle oder im Leistenkanal oder an anderer Stelle zu finden. In diesem Fall sollten Sie mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt sprechen.
Die Hoden erfüllen zwei wesentliche Funktionen:
- Bildung der Samenzellen (Spermatogenese)
- Produktion der männlichen Sexualhormone (Androgene, Testosteron). Diese beeinflussen u. a. die Spermatogenese und das Sexualverhalten des Tieres. Darüber hinaus sind sie für die Ausprägung der männlichen Geschlechtsmerkmale (z. B. ein kräftiger Kopf) verantwortlich. In geringen Mengen werden auch weibliche Geschlechtshormone im Hoden gebildet.

 

Nebenhoden:

Dem Hoden eng anliegend befinden sich die Nebenhoden. Sie dienen dem Transport und der Speicherung der Samenzellen. Auf ihrem Weg durch den sogenannten Nebenhodengang reifen die Samenzellen aus, werden beweglich und befruchtungsfähig.

 

Samenleiter und Harnröhre:

Die Samenleiter stellen die Verlängerung des jeweiligen Nebenhodenganges dar. Sie münden im Bereich der Prostata in den sogenannten Beckenabschnitt der Harnröhre. Die Harnröhre durchzieht im weiteren Verlauf den Penis. Während der Paarung gelangen die Spermien durch die Harnröhre nach außen bzw. in den Geschlechtstrakt der Hündin.

 

Prostata:

Die Prostata ist die wichtigste akzessorische Geschlechtsdrüse des Rüden. Sie umgibt die Harnröhre kurz vor deren Einmündung in die Harnblase (sog. Blasenhals). Der Prostatakörper weist einen linken und einen rechten Anteil oder Lappen auf. Ihre Ausführungsgänge münden - ebenso wie die Samenleiter direkt - in die Harnröhre. Die in der Prostata gebildete Flüssigkeit (Sekret) mischt sich in der Harnröhre mit den Samenzellen zum sogenannten Ejakulat oder Sperma. Das Prostatasekret sorgt für die Ernährung der Samenzellen und regt diese zur Bewegung an.

Penis und Vorhaut:

Der Penis des Rüden setzt sich aus 3 verschiedenen Schwellkörpern zusammen: dem Eichel-, dem Penis- und dem Harnröhrenschwellkörper. Die Eichelschwellkörper umgeben den länglichen Penisknochen und dienen mit diesem gemeinsam der Versteifung des Penis während der Paarung.


Hündin:

Eierstöcke (Ovarien):

Sie haben eine länglich-ovale Form und eine höckrige Oberfläche. Die Eierstöcke befinden sich in der Lendengegend, nahe den Nieren. Während der Läufigkeit reifen an den Eierstöcken in sogenannten Follikeln die Eizellen heran und werden schließlich aus den Follikeln freigesetzt (= Eisprung oder Ovulation) und in die Eileiter "abgegeben". Danach bilden sich die Follikel zu sogenannten Gelbkörpern um. Neben der Eizellenreifung besteht eine wesentliche Funktion der Eierstöcke in der Produktion der weiblichen Geschlechtshormone. Von den Follikeln werden Östrogene, von den Gelbkörpern Progesteron gebildet.

 

Eileiter:

Die Eileiter stellen die Verbindung zwischen den Eierstöcken und der Gebärmutter dar. Während ihrer Wanderung durch den Eileiter erlangen die Eizellen ihre Befruchtungsfähigkeit. Hier treffen Eizellen und Spermien aufeinander, es kommt zur Befruchtung.

 

Gebärmutter (Uterus):

Das Organ besteht bei der Hündin aus dem zentralen Körper und zwei davon ausgehenden, recht langen Verzweigungen, den sogenannten Uterushörnern. Die Eileiter münden in das jeweils gleichseitige Gebärmutterhorn, das die befruchteten Eizellen aufnimmt. Die daraus entstehenden Embryonen sind zunächst frei innerhalb der Gebärmutter beweglich, bis sie sich dort einnisten
(= Implantation oder Nidation). Die Gebärmutterhörner münden in den Gebärmutterkörper, der durch den Gebärmutterhalskanal mit der Scheide verbunden ist.

 

Scheide (Vagina):

Die Scheide der Hündin ist relativ lang. Scheidenvorhof und Schamlippen stellen die Fortsetzung nach außen dar. Letztere bilden den äußeren Verschluss der Begattungsorgane und beherbergen die Klitoris (Kitzler).