Pro oder contra?
Die Kastration des Hundes führt oft zu Diskussionen. Nicht selten sind hitzige Debatten mit emotionalen Argumenten die Folge. Geht es um die Entscheidung "pro oder kontra" Kastration, so hört man viele Sorgen und Ängste. Warum ist das so? Was steckt hinter den Bedenken? Schließlich ist die Kastration bei der Katze für die meisten Tierbesitzer eine Selbstverständlichkeit - schon allein um ihre enorme Fruchtbarkeit unter Kontrolle zu bringen. Was für die Katze zutrifft, gilt aber nicht für den Hund. Hier stellt sich die Situation ganz anders dar!
In Deutschland spielt die Kastration des Hundes zur Vermeidung unerwünschter Nachkommen eine untergeordnete Rolle. Beim Hund sind vielmehr medizinische Gründe und die Beeinflussung von Fehlverhalten entscheidende Aspekte.
Welche Motive für eine Kastration sind aber nun gerechtfertigt und welche nicht? Viele sehen den Hund durch die Kastration in seinem natürlichen Verhalten, seiner "Persönlichkeit" beschnitten. Es wird sogar von gravierenden Veränderungen seines Charakters gesprochen. Außerdem hört man immer wieder, dass kastrierte Hunde träge, fett, langweilig oder manchmal sogar aggressiv werden. Stimmt das wirklich? Wie sieht es aus mit der Kastration aus Gründen der Haltungserleichterung, z. B. damit die Hündin nicht mehr läufig wird und "den Teppich" nicht mehr beschmutzt oder damit man in Ruhe spazieren gehen kann, ohne von angelockten Rüden belästigt zu werden? Sind das akzeptable Argumente? Und welche Erkrankungen machen diesen Eingriff erforderlich?
Es ranken sich also zahlreiche Fragen "rund um dieses Thema". Deshalb möchten wir in den nachfolgenden Abschnitten die häufigsten Gründe für eine Kastration ansprechen sowie deren Sinn oder Unsinn. Unter dem Strich sollte am Ende - ganz losgelöst von Emotionen - deutlich sein, wann man mit der Tierärztin/dem Tierarzt über eine Kastration seines Hundes sprechen sollte.



